Hatte ich das alles nur geträumt? Mein Herz setzte aus, ich betete, dass es kein Traum gewesen war, obwohl es zu schön warum wahr zu sein. Ich schlug die Augen auf und sah panisch nach rechts. Mein Herz schlug nun doppelt so schnell weiter. Er war noch da, zu meiner großen Überraschung. Ich keuchte auf, er sah so.... sexy aus, wie er auf dem Bett neben mir lag. Erst jetzt spürte ich seinen Daumen, der langsam über meinen Hüftknochen strich. Rasch sah ich an mir herunter, ich war nackt, was mich abermals erschreckte. Ich lief rot an. Warum überhaupt? Ich lag hier mit dem Mann meiner Träume im Bett und machte mir darüber Gedanken, dass er mich so sehen konnte? Wenn das hier kein Traum war, dann hatte er mich in der letzten Nacht noch ganz anders gesehen, also sollten mich diese nackten Tatsachen jetzt nicht beunruhigen. Es konnte also kein Traum sein, dessen war ich mir sicher. Mein „Traum-Ich“ war selbstbewusst, nichts war ihr peinlich. Nein, das hier war Realität und ich mein „Real-Ich“.Aber es war trotzdem zu schön um wahr zu sein, ganz überzeugt war ich noch nicht. Ich runzelte die Stirn. Was denn nun?
„Worüber denkst du so angestrengt nach?“ seine sanfte Stimme schickte einen Schauer über meinen Körper, was er lächelnd zur Kenntnis nahm.
„Darüber, ob das hier real ist, oder überhaupt real sein kann.“
Er lächelte sein unwiderstehliches schiefes Edward-Lächeln, aufgrund dessen ich ihn damals überhaupt erst angefangen hatte zu mögen.
„Ich könnte dir zeigen, wie real ich bin...“ und damit begann er, sanft die Sorgenfalten auf meinem Gesicht zu küssen, langsam wanderte er abwärts, meinen Nasenrücken entlang, bis er an meinem Mund angekommen war. Unsere Lippen berührten sich, seine Zunge bat um Einlass. Sollte ich ihn einen Moment zappeln lassen? Nein, definitiv nicht. Nur allzu bereitwillig öffnete ich meinen Mund, ein wohliger Schauer überkam mich, als sich unsere Zungenspitzen berührten. Wenn ich mich entscheiden müsste, was seine beste Fähigkeit war, dann das Küssen. Und wie gut er das beherrschte, das, was danach kam hatte allerdings keinen großen Abstand. Ich rollte ihn auf den Rücken und setzte mich auf ihn, ohne unsere Verbindung zu lösen. Er war es, der dies tat.
„Kaum geschlafen...du bist ja unermüdlich.“
„Du wolltest mir doch zeigen, wie real du bist.“ ich grinste ihn schelmisch an. „Außerdem weiß ich ganz zufällig, dass du es genauso willst wie ich.“
„Woher willst du das wissen?“
„Och, dazu bedarf es keiner besonderen Fähigkeit.“ mit einer raschen Bewegung fasste ich hinter mich und fand sofort, was ich suchte. Meine Hände schlossen sich um seine pralle Männlichkeit. Er keuchte.
„Okay, du weißt es.“ schon hatte er meinen Kopf zu sich gezogen und küsste mich, diesmal deutlich leidenschaftlicher, wilder als noch zuvor.
Wir beide wussten, worauf es hinauslaufen würde. Und schon längst hatten wir festgestellt, wie es am frühen Morgen zu laufen hatte. Damit war nicht gemeint, dass es möglichst schnell sein sollte, um Gottes Willen, nein. Viel mehr, dass wir wussten, wie unser Tagesplan aussah und für eine romantische, ich will es Zeremonie nennen, war da einfach nicht genug Zeit. Man muss es einfach praktisch sehen... und es kam wirklich oft genug vor, dass mich Rob überraschte, aber heute war Timing einfach alles.
Er hob meine Hüften an und platzierte mich genau über ihm. Mit einem wohligen Seufzen ließ ich mich nach unten sinken, nahm ihn sogleich vollkommen in mir auf. Ich öffnete die Augen im selben Moment, als er es tat, wir mussten lächeln. Dann begann ich, mich auf ihm zu bewegen. Ließ meine Hüften kreisen, dann auf und ab, hatte mit jedem Mal das Gefühl, mehr von ihm in mir zu tragen. Vielleicht hört sich das jetzt komisch an, aber ich glaube, die Tatsache, dass ich begeisterte Reiterin war, half mir ein kleines bisschen dabei, mich so zu bewegen. Mir kamen die Worte einer Freundin in den Kopf, die sie gesagt hatte, als wir uns gerade über Blockaden im Becken unterhalten hatten, die den Sitz eines Reiters behindern konnten:
„Danke, Schatz.“ flüsterte ich ihm ins Ohr.
Als ich wieder aufsah, sah ich SIE. SIE war an der Wand über dem Bett. Ein großes Bild einer weißen Rose hing dort, Rob hatte es für mich aufgehängt, meine Lieblingsblumen. Und SIE war direkt über diesem wun
„IIIIIIIHHHHH“ schrie ich und sprang auf. Mit einem Mal war mir das Gefühl von mir auf ihm vollkommen egal. Auch die Tatsache, dass ich nackt war und dass wir uns so eben vereinigt hatten war mir egal. Jetzt zählte nur SIE.
„Schatz?????“ er sah mich entsetzt an. „Habe ich irgendwas getan? Oder irgendwas im Gesicht?“
Ich schüttelte nur hysterisch den Kopf, starrte immer noch wie gebannt auf die Wand.
„Was ist denn da?“ er setzte sich auf und drehte sich um. „Oh.“
„MACH DIE WEG!!!!!!“
„Aber.... die ist doch ganz klein, die hat mehr Angst vor dir, als du vor ihr.“
„FALSCH...“ weiter kam ich nicht, SIE begann, sich zu bewegen. Da war es für mich vorbei. Ich rannte los, in Richtung Badezimmer. Ich atmete sehr schnell, sehr flach. Dort angekommen ließ ich mich vor der Wanne auf den Boden sinken. Ich schlang die Arme um meine Knie, zog sie an mich heran. M
So langsam beruhigte ich mich wieder, suchte dann jedoch hektisch mit den Augen alle Ecken ab, in denen sich eine Spinne verstecken könnte. Nichts zu sehen. Nur wenige Augenblicke öffnete sich die Tür, noch immer hatte ich nichts an meiner Haltung verändert. Jetzt, wo ich mich wieder beruhigt hatte, war es mir ziemlich peinlich, was ich da gerade für einen Alarm gemacht hatte.
„Ist sie weg?“ fragte ich ihn und wurde rot. Beschämt senkte ich meinen Blick. Was musste er jetzt bitte von mir denken?
„Ja, ich hab sie aus dem Fenster befördert. Ist bei dir wieder alles in Ordnung?“ er ging vor mir in die Hocke und sah mich besorgt an. Ich nickte, mein Blick wanderte über seinen Körper. Wer auch immer damals gesagt hatte, seine Muskeln wären nur aufgemalt worden, der hatte keine Ahnung, alles war echt. Und WIE echt. Er lächelte.
„Wenn du deinen Blick von meinem Astralkörper losreißen kannst,“ er grinste verschmitzt, „sagst du mir dann, was eben los war?“
„Spinne...“
„Ja, die habe ich gesehen, aber das ist doch kein Grund...“
„Oh doc
„Neele, das war eine Spinne, sie hat vielleicht mehr Beine als du, aber du bist tausendmal größer.“ er überlegte, „Nicht ganz tausend. Also, woran liegts?“
„Mein Gehirn hat ein Problem.“
„Spinn nicht rum.“
„Wohl! Kannst du sogar irgendwo nachlesen. Spinnenphobie, dann hat das Gehirn Probleme mit Dingen, die mehr als 4 Beine haben.“
„Dann müsstest du ja mit Insekten auch Probleme haben...“
„Insekten gehen, solange sie entweder weit weg sind oder ich mich quasi drauf vorbereiten kann. Du hast mich noch nie erlebt, wenn mich ein Marienkäfer plötzlich anfliegt, oder?“
Er schüttelte den Kopf. „Siehst du.“
„Aber daran kann man doch arbeiten, oder ist es sonst nicht so schlimm?“
„Ich weiß nicht, was du als schlimm bezeichnest...“
„Hm... zum Beispiel...“
„Sich bei 150 km
„Ist definitiv schlimmer.“
„In Ordnung, dann war das hier noch gar nichts.“
„Das hast du nicht gebracht, oder?“
„Ehm, doch, habe ich...“
„NEELE“
„Hey, wenn das Ding einfach so auf mein Kopfkissen springt, auf dem ich gerade schlafen will?“
„Du brauchst eine Therapie!“
„VERGISS ES, ROBERT!! Einmal und nie wieder.“
„Hast du schon mal eine probiert?“
„Ja, es hat ganze 2 Minuten gedauert, dann war ich wieder draußen!“
„Oh...“
„Und im übrigen, Tiere ohne Beine sind genauso schlimm, nur um dich vorzuwarnen.“
„Du bist verrückt...“
„Hey...“ beschwerte ich mich.
„Absolut positiv gemeint. Kommst du jetzt wieder mit ins Bett?“ welche Frau könnte diesem Blick nur widerstehen?
„Aber, musst du nicht gleich los?“
„David hat gerade angerufen, während du im Bad warst.“ er grinste mich an, „Der Nachtdreh hat etwas länger gedauert, deshalb räumt er den Anderen einen längeren Schlaf ein.“
„Wohl eher sich selber, oder?“
„Na, so de
„In Ordnung, aber... lass uns wenigstens etwas anziehen, okay?“
„Och, weißt du, ich mag dich ganz gerne so, wie dich Gott geschaffen hat.“ er grinste breit und strich mit dem Finger über mein Schlüsselbein.
„Rooooob.“
„Okay, okay. Anziehen.“
Ich zog wahllos einen String und einen BH aus dem Schrank, sowie ein einfaches Shirtkleid. Für Rob bedeutete Ankleiden schlicht und ergreifend, dass er sich eine Boxershort anzog. Ich hob eine Augenbraue.
„Komm schon...“ dieser Aufforderung konnte ich nicht widerstehen und so stieg ich wieder zu ihm ins Bett.
„Autsch.“ ich fuhr hoch.
„Na, beim nächsten Mal guckst du aber, wo du dich hinsetzt.“
„Wenigstens die Dornen hättest du abmachen können.“ erwiderte ich und nahm die weiße Rose in meine Hand, auf die ich mich zuvor gesetzt hatte. „Gibt es irgendwas Besonderes?“
„Na ja, heute vor vier Monaten haben wir uns das erste Mal gesehen.“
„Vier Monate??? Krass...“
„Was genau?“
„Na ja... irgendwie habe ich das Gefühl, es ist gestern gewesen und das alles ist irgendwie doch noch ein Traum... andererseits...“
„Ja?“ hakte er nach.
„Andererseits haben wir schon so viel erlebt, unglaublich.“
„Stimmt, ich
„Das war aber auch echt... also nee, wirklich, du hättest doch auch einfach was sagen können.“
„Und du wärst dann mit mir gekommen und hättest mir geglaubt?“
„Ehm, wohl nicht.“
Wir mussten beide lachen.
„Dein erstes Mal auf dem Roten Teppich war da und du sahst so unglaublich aus. Und du warst an meiner Seite.“ er gab mir einen Kuss auf die Stirn. Verwechselte er da nicht etwas? War nicht ICH diejenige, die sich geehrt fühlen sollte, IHN an meiner Seite zu haben? Gerade wollte ich, zum wiederholten Male übrigens, versuchen ihm das klarzumachen, da redete er schon weiter.
„Und dann bist du tatsächlich mit nach Italien gekommen, mehr, als ich je zu hoffen gewagt hätte.“ Jetzt reichte es mir.
„Hallo, mach mal einen Punkt, DICH zu treffen war schon mehr, als ICH zu hoffen gewagt hatte. So siehts mal aus!“ Er grinste nur, erwiderte nichts. Wir wussten beide, dass wir bei diesem Thema zu keinem gemeinsamen Nenner kommen würden. Keiner von uns war bereit, seinen Standpunkt aufzugeben.
„Und es war so unglaublich in Italien.“
„In jeder Hinsicht!“ fügte ich hinzu und schenkte ihm einen eindeutigen Blick.
„Oh ja.“
Eine Weile redeten wir noch so, die Erlebnisse, die mit Kristen zusammenhingen wussten wir geschickt zu umgehen.

Im Backstage Bereich hatten wir die Anderen getroffen und Ashley hatte mich zur Seite genommen.
„Was hast du dir eigentlich dabei gedacht???“ sie funkelte mich zornig an.
„Ähm, wobei?“
„Dabei, einfach abzuhauen? Ohne Bescheid zu sagen? Und dich dann nicht mal zu melden??“
„Ehm...“ durch die Zeit mit Rob hatte ich eigentlich schon wieder vergessen, was passiert war. Rob und ich hatten uns ausgesprochen.
„Ich höre?“
„Gedacht... eigentlich nicht viel.“
„Das war mir klar. Denn wenn du nachgedacht und trotzdem so gehandelt hättest, dann hätte ich mir Gedanken über deinen geistigen Zustand machen müssen.“
„Okay...“
„Also, was hast du so getrieben in Deutschland? Ich habe wirklich mit dem Gedanken gespielt, zu dir zu fliegen.“
„Gut, dass du es nicht gemacht hast.“ murmelte ich.
„Wie bitte?“
„Iiiich meine.... gut, weil es sicher nicht unbemerkt geblieben wäre.“
„Ah, ja. Hast du denn wenigstens viel Shopping betrieben?“
„Wenn ich ehrlich bin...“
„Oh NEELE, ich glaub es ja nicht. Du hast viel verpasst, ich würde sagen, wir gehen ganz bald einkaufen.“
„Alleine ist es einfach öde, Ash. Und es wäre toll, wenn wir mal wieder zusammen losziehen könnten, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir uns wiedersehen, oder?“
„Was redest du eigentlich für einen Stuss? Es dauert nicht mehr lange, bis der 'Eclipse'-Dreh in Vancouver startet und da wirst du doch wohl auch mit von der Partie sein, oder nicht?“
„Ehm...“, man, was gab ich heute bloß für einfallsreiche Antworten.
„Das war eigentlich keine Frage, ich glaube, Rob hat das hinbekommen. Auch wenn es viel Überredungskünste gekostet hat.“
„Wieso das?“
„Du glaubst doch nicht, dass David sich nicht informiert?“
„Über was genau?“ fragte ich kleinlaut, Ashley verdrehte die Augen.
„Er hat das komplette Kristen-Drama mitbekommen, hat sich übrigens auch bei Chris schlau gemacht, was am Set so abgegangen ist.“
Ich wurde rot.
„Aber wir haben ihn ja davon überzeugen können, dass es für den Dreh am besten ist, wenn du bei Rob bist. Und nach dem Gespräch mit dem Regisseur von 'Remember Me' hat er das auch ganz schnell eingesehen. Also, wir sehen uns das nächste Mal in Vancouver und dann gehen wir gemeinsam shoppen. Ohne Männer. Schließlich gibt es da noch einiges, das ich nicht weiß.“ Sie sah mich viel sagend an und ich verdrehte die Augen.
„Hey, das hab ich gesehen.“
So war sie, unsere Ashley, immer das letzte Wort.
Und sie hatte natürlich Recht gehabt, Rob hatte mich noch am selben Abend gefragt, ob ich denn mitkommen würde. Ich ließ ihn zappeln.
„Ich weiß nicht...“ Robs entsetzter Blick war einfach göttlich gewesen.
„Aber...ich... aber... du...“ stammelte er.
Ich gab ihm einen Kuss. „Natürlich komme ich mit, du Spinner. Glaubst du etwa, ich lasse dich noch mal allein?“ Ein erleichterter Ausdruck machte sich auf seinem Gesicht breit.
Hier lagen wir nun also, in Robs – Verzeihung, unserem – Hotelzimmer in Vancouver. Mein Blick glitt zum Wecker.
„Ähm, Schatz, ich finde es wirklich wunderschön, hier mit dir zu liegen und zu reden, oder noch ganz andere Sachen zu machen, aber wann solltest du am Set sein?“
„In 5 Minuten...“ dann grinste er. „Aber ich komme sowieso zu spät, also können wir uns ruhig noch ein wenig Zeit lassen. Er legte seine Hände unter mein Kleid und schob es hoch.
„Robert Pattinson, wenn du jetzt nicht sofort...“ unfähig weiter zu sprechen, ließ ich mich wieder in die Kissen sinken und genoss das Gefühl seiner Zunge auf meinem Bauch.
Eine halbe Stunde später standen wir gemeinsam unter der Dusche, führten das weiter, was wir im Bett begonnen hatten.
Eine Stunde zu spät kamen wir am Set an und nach einem laaaaaangem Abschiedskuss, der von David mit einem missbilligenden Kopfschütteln bedacht wurde, ging Rob zur Maske. Ich hingegen machte mich auf den Weg zu Naischel. Ich fand sie auf dem Parkplatz, sie saß im Auto und ich klopfte an die Scheibe. Sie stieg aus und zog mich sofort in ihre Arme.
„Ihr seid zu spät.“
„Eigentlich waren wir sogar recht pünktlich...“
„Boah Neele, meine Laune ist gerade richtig für solche bescheuerten Witze.“
„Kristen?“
„Oh ja...“
„Na, dann mal auf in die Höhle des Löwen. Ich habe sie heute noch gar nicht gesehen. Sieht man mir an, dass ich gerade den besten Guten-Morgen-Sex hatte, den man sich nur vorstellen kann?“
„Warte, lass mich dich kurz ansehen.“ sie betrachtete mich von oben bis unten. „Ja, man sieht es dir deutlich an. Grinse sie so breit an und sie wird ausrasten.“
„Sehr gut, dreht sie nicht gerade?“
„Ich glaube....“
ich beschleunigte meine Schritte und ging geradewegs auf Kristens Set zu. Sie war gerade mitten im Dreh, ich winkte ihr nur zu und grinste sie breit an. Die erwünschte Reaktion kam sofort. Sie verhaspelte sich im Text, dann funkelte sie mich böse an.
„Mission erfüllt.“ ich wandte mich noch immer breit grinsend an Naischel.

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