Mittwoch, 4. November 2009

Majs Rückblick

Ich war gerade mit Alex beim Duschen, als aufeinmal mein Handy klingelte.
Ich stürmte also aus der Dusche ins Zimmer und ging ran.
„Hallo ?“
„Maj, hier ist deine Mutter.
Ich möchte, dass du sofort nach Hause kommst.“
„Aber Mam...“, ich kam gar nicht weiter, denn meine Mutter redete gleich wieder dazwischen.
„Nein nichts aber Maj, du nimmst den erstbesten Flug morgen früh und bist dann zu Hause, damit das klar ist. Ich möchte nicht, dass du noch länger mit irgendwelchen mir unbekannten Menschen in Italien dich vergnügst.
Bis morgen“, und schon hatte sie aufgelegt.
Was war das denn bitte ?
Ich will nicht weg, ich will hier bleiben bei Alex und den anderen.
Ich brach heulend im Zimmer zusammen.
Alex kam sofort aus der Dusche gestürmt.
„Maj, was ist los ?“
„Alex... ich … ich muss nach Hause fliegen.
Meine Mutter macht Stress, ich soll gleich morgen den Flug nach Hamburg nehmen.“, ich fing wieder an zu heulen.
Alex nahm mich in den Arm und sagte erstmal nichts.
„Alex ich wi...lll.. beeiii.. diir bbb..bbleiben“, bekam ich unter Tränen heraus.
„Das wirst du auch mein Schatz.
Ich komme mit dir“.
Was ? Nein, dass konnte nicht sein, er kann doch nicht einfach mitkommen.
„Aber Alex, du musst doch nach LA.“
„Ach das kann doch warten, ich liebe dich Maj und ich möchte bei dir bleiben, ich will nicht, dass wir uns verlieren.
Ich werde mit deinen Eltern reden, wenn wir in Hamburg sind.
Komm wir müssen dann mal packen.“
Und schon wurde er unter einer Umarmung von mir erdrückt und dann wirbelten wir beide durchs Zimmer und packten unsere Koffer.
Als das ganze Zimmer leer war, beschloss ich den anderen bescheid zusagen, es würde bestimmt nicht einfach werde.
Ich nahm mir mein Handy und rief Neele an.
„Hi, störe ich ?“
„Nein, was gibt’s denn ? Wo seid ihr überhaupt, wir warten auf euch !“, fragte Neele mich ungeduldig.
„Tut mir leid, wir kommen heute nicht mehr.
Ich muss morgen nach Hause fliegen.“
„Waaaaas??Nein, das geht doch nicht !“, schrie sie ins Telefon.
„Ja ich weiß, aber meine Eltern.
Die machen total Stress.
Jedenfalls werden wir morgen früh fliegen.“
„Wenn du wir sagst, meinst du dann dich und Alex ?“
„Ja genau. Er begleitet mich. Sehen wir uns morgen beim Frühstück ? Es ist allerdings früh... wir müssen um 6 Uhr frühstücken.“
„Kein Problem, natürlich sind wir da !“
„Danke, bis morgen dann !“
„Alles klar schlaft gut, genießt eure letzte Nacht in Italien“, dann legte sie auf.
Alex und ich legten uns dann gemütlich zusammen aufs Bett und redeten noch bis in die Nacht hinein, doch irgendwann musste ich eingeschlafen sein, denn am nächsten Morgen wurde ich von einem sanften Kuss geweckt.
„Guten Morgen mein Engel.
Na komm mach dich fertig, unser Flug geht in 3 Stunden.“
In 3 Stunden ? Scheiße !
Ich sprang aus meinem Bett und fiel natürlich prompt hin, denn ich hatte immer noch einen Verband um meinen Fuß, mit dem ich natürlich am Bett hängen blieb.
Dann raffte ich mich auf und zog mich schnell an.
Um Punkt 6 Uhr waren Alex und ich dann fertig und gingen hinunter in die Lobby.
Dort standen die anderen schon und warteten auf uns.
Neele schloss mich fest in die Arme und ein paar Tränchen kullerten ihr über die Wangen.
„Wir sehen uns bald wieder, sobald ich wieder in Deutschland bin, komme ich dich besuchen, versprochen“
Dann verabschiedete ich mich noch von allen anderen und auch Alex umarmte einmal jeden.
Wir schnappten uns unsere Sachen und fuhren mit einem Taxi Richtung Flughafen.
Wir schafften es gerade rechtzeitig zu unserem Flug und 2 Stunden später waren wir auch schon am Hamburger Flughafen, wo natürlich gleich meine Mutter auf mich wartete.
Ich auf sie zu und sie rannte uns gleich entgegen.
„Mit dir werde ich noch ein Hühnchen zu rupfen haben“, schrie sie mich an.
„Mama, können wir das bitte zu Hause klären, es muss nicht unbedingt jeder mitbekommen.“
Meine Mutter gab widerwillig nach und ging dann langsam zum Ausgang.
Alex blieb die ganze Zeit auf Abstand, damit meine Mutter ihn nicht gleich sah, doch dann kamen aufeinmal irgendwelche Papparazzis angerannt.
„Sind sie nicht Alexander Meraz ?“, riefen sie und fingen an zu fotografieren.
„Was macht der denn hier ?“, schrie meine Mutter wieder.
Na klasse, jetzt hatte sie es auch noch mitbekommen.
„Er hat mich begleitet und wird auch eine weile hier bleiben.“
„Oh nein Madame, nicht in meinem Haus !“
„Na gut, dann suchen wir uns eben eine eigene Wohnung.“, sagte ich frech und ging dann zu Alex und küsste ihn provokativ vor meiner Mutter.
Ich merkte wie sie innerlich kochte, doch es machte mir nichts aus, denn sie hatte meine schönste Zeit zerstört, sie hat mich von meinen Freunden losgerissen.
Alex und ich kamen Arm in Arm auf sie zu und gingen dann schließlich zum Auto.
Meine Mutter sagte bis wir zu Hause waren gar nichts mehr,.
Alex und ich gingen gleich auf mein Zimmer und ich räumte erstmal meinen Koffer aus.
„Schön hast du es hier“, er versuchte mich aufzuheitern, denn er hatte den Streit zwischen mit uns meiner Mutter natürlich mitbekommen.
„Ja, aber es bringt mir nichts wenn ich es schön habe, wenn ich keine Familie habe, die mich versteht und die hinter mir steht.“
„Ja, da hast du Recht.
Komm willst du mir nicht ein bisschen deine Stadt zeigen, wo wir gerade hier sind ?“
Es war eine gute Idee, also fuhr ich mit Alex zum Hafen und machte mit ihm eine Schiffsrundfahrt.
Er fand es klasse und auch meine schlechte Laune schien zu verfliegen.
Er merkte es und schaute mir aufeinmal tief in die Augen.
Ich wusste gleich, dass etwas nicht stimmte.
„Maj, was hältst du davon, wenn du mit zu mir nach LA zu den MTV Movie Awards kommst und danach bei mir wohnst.
Wir verschwinden einfach von hier, ohne das deine Mutter etwas mitbekommt.“
Mir blieb der Mund offen stehen, er wollte, dass ich mit ihm mit gehe.
„Ähh gerne“, war das einzige, was ich herausbringen konnte.
„Gut, dann ab zu dir und wir packen deine Koffer und die wichtigsten Sachen, die du brauchst und dann geht’s ab nach LA“
Wir fuhren so schnell es geht zu mir und ich packte meine wichtigsten Sachen und alles was ich liebte ein.
Ich hätte gerne mein ganzes Zimmer mitgenommen, doch das konnte ich nicht.
Meine Mutter war gerade Einkaufen, also bot sich für uns die perfekte Möglichkeit, um abzuhauen.
Eine Stunde später waren wir dann schon wieder am Flughafen und versuchten noch 2 Plätze für einen Flieger in die USA zu bekommen.
Wir fanden keinen, doch gerade, als wir aufgeben wollten, hatten wir doch noch Glück und hatten 2 Plätze für einen Flug nach New York ergattert.
Wir würden dann einfach von New York aus weiter fahren oder fliegen.
Doch erstmal hatten wir jetzt einen langen Flug vor uns.

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