Mittwoch, 4. November 2009

Flug Teil 2 und Ankunft in LA

Naischel Pov

Ich tanzte gerade sehr obzön an Michael heran, meinen kleinen Studenten, neben dem ich Platz genommen hatte. Als ich hinter mir Stimmengewirr wahrnahm.
„Freundchen sofort deine Dreckshände von meiner Freundin?“, schrie Kellan wütend.
Überrascht sah mich Michael an.
„Du bist die Freundin von Kellan Lutz, alter ich will keine Probleme, ich hab nichts gemacht, die hat mich angemacht“, sagte er jetzt an Kellan gewandt.
„Komm sofort mit mir mit?“, Kellan zerrte regelrecht an meinem Arm.
Ich versuchte mich loszureißen, aber es gelang mir nicht.
„Dass könnte dir so passen Kellan, lass mich sofort los?“, schrei ich ihm entgegen, während er mich weiter in die First Class zog. Ich schlug ihn mit der anderen Hand auf seinen Arm und tat mir dabei selbst mehr weh, als ihm. Mit Schmerzverzerrten Gesicht lies ich mich auf meinen Platz zerren. Kellan seufzte und lies sich neben mir nieder.
„Was zum Teufel sollte das?“
„Was?“, fragte ich mit Unschuldsmiene.
„Dass du dich an so einen Ekeltypen ranschmeißt“
„Das war die Rache für dein >>OH ja das ist gut>> Fass mir doch gleich in meine Hose- Babsi B****“ wütend sah ich aus dem Fenster.
„Du bist so süss wenn du eifersüchtig bist Schatz“, flüsterte Kellan mir zu. „Du bist die einzige für mich“
„Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache mit Kristen und Rob, du hättest mich unterstützen sollen und deinem tollen Freund ins Gewissen reden müssen“
Er seufzte laut auf und schüttelte den Kopf. „Ich bin mir ziemlich sicher dass zwischen Kristen und Rob nichts läuft, sie hatte wohl mal Interesse aber Rob nicht. Die Presse hätte es nun mal gerne dass sie ein Paar wären, aber er liebt Neele und Neele wird sich damit abfinden müssen, dass diese Gerüchte vermutlich nie aufhören werden. Babe, bei uns wird es nicht anders sein, wenn auch nicht in einem solchen Ausmaß! Ihr dürft nicht alles glauben, was die Presse schreibt“
Ich seufzte und sah ihn an. Ich liebte ihn so sehr aber was sollte das mit uns werden. Mein Blick suchte Neele, die sich wieder auf ihren Einzelsitz in der hintersten Reihe der First Class verkrümelt hatte.
„Sie werden das schon wieder klären“, flüsterte Kellan mir zu und hauchte mir einen Kuss auf die Wange.
„Wie lange fliegen wir noch?“
„Acht Stunden ungefähr, bist du müde?“
„Ja irgendwie schon, streiten strengt ganz schön an“, sagte ich und kuschelte mich an ihn.
„Wenn wir im Hotel sind, vertragen wir uns erstmal richtig“, erwiderte er grinsend, gab mir einen Kuss auf mein Haar.
„Könnten wir vielleicht eine Decke haben?“, bat Kellan Babsi,die gerade vorbeiging.
„Aber süsser ich kann dich auch gern selbst wärmen“, trällerte sie ihm entgegen.
„Nein danke, ich bin bereits bestens versorgt“, gab er lachend zurück und drückte mich noch fester an sich.
Ich hörte Babsi mit den Zähnen knirschen, als sie Kellan die Decke übergab, die er sanft um mich legte.
„Schlaf jetzt Babe, ich wecke dich spätestens wenn wir in LA landen.“
Und mehr hörte ich schon nicht mehr, da mich der schlaf übermannte.

Durch sanfte Küsse wurde ich geweckt. Langsam hob ich meinen Kopf, ich lag offenbar immer noch an Kellans Schulter. Erschrocken setzte ich mich auf.
„Oh Gott, hab ich etwa die ganze Zeit so an dir gelehnt geschlafen, das muss ja super unbequem gewesen sein“, nuschelte ich verlegen und gähnte.
„Keine Sorge, ich hab auch ein wenig geschlafen. Guten Morgen oder Mittag“
„Was?“, fragte ich immer noch müde.
„Wir sind im Landeanflug auf LA, hier ist es jetzt drei Uhr am Nachmittag“
„Oh mein Gott, hab ich etwa wirklich acht stunden geschlafen dass kann doch nicht sein?“
„Du hast geschlafen wie ein Baby“, lachte Kellan. Ich fand das irgendwie gar nicht so witzig dass ich den gesamten Flug fast verschlafen hatte.
Ich schaute um mich. Martha saß wieder bei Taylor, der sie liebevoll im Arm hatte, dort schien also alles wieder in Ordnung zu sein. Mein Blick suchte weiter, aber ich konnte nirgends Rob und Neele ausmachen. Wo steckten sie nur?
Kellan bemerkte meinen suchenden Blick und grinste mich an.
„Die sind vor geraumer Zeit auf die Toilette verschwunden. Ich glaube er zeigt ihr jetzt den bösen Rob!“
Ich zog scharf die Luft ein „Kellan bitte, so ist Neele nicht“
„Ich bin vorhin als du geschlafen hast, mit Tay am Klo vorbei…scheint mir als hätten sie sich gut amüsiert“, erklärte er lachend und deutete Richtung Toilette.
Ich folgte seinem Blick uns sah Rob und Neele Händchen haltend herauskommen und ihre Plätze einnehmen.
„Ladies und Gentlemen bitte nehmen sie ihre Plätze ein, wir befinden uns im Landeanflug auf Los Angeles“, hörten wir die Stimme einer der Stewardessen durch die Lautsprecher sagen.
„Willkommen in deinem neuen Zu Hause“, flüsterte mir Kellan zu und ich musste grinsen.
War es das wirklich? Würde es mein neues Zu hause werden?

Wir stiegen kurze Zeit später aus dem Flieger, bekamen unser Gepäck und begleiten Rob und Neele noch ins Hotel. Es wurden zwar ebenfalls Hotelzimmer für uns gebucht, aber
Tay wollte Martha mit zu sich nach Hause nehmen und auch Kellan wollte mir endlich sein Zuhause zeigen.
Wir verabschiedeten uns von also erstmal von Rob und Neele und machten uns auf den Weg, gegen Abend wollten wir uns dann hier wieder im Hotel treffen um alles für die morgige Verleihung zu besprechen.


Martha Pov

Zusammen stiegen wir ins Taxi.
"Wir brauchen nicht lange, meine Eltern wissen auch schon bescheid"
"Die mögen mich bestimmt nicht! Alles war in der Presse..."
Geknickt schaute ich aus dem Fenster.
"Stimmt doch gar nicht, sie freuen sich dich kennen zu lernen. Außerdem wissen sie das was in der Presse steht nicht stimmt"
Ich schluckte schwer, denn wir fuhren gerade vor sein Haus.
"Los gehts, hab keine Angst"
Gemeinsam stiegen wir aus, der Taxifahrer half uns noch beim Koffer ausladen.
"Hier und der Rest ist für dich"
"TAAAAAYY", hörte ich es vom Haus aus brüllen.
Ein Mädchen kam auf ihn zu gestürmt und fiel ihm in die Arme.
"Das ist meine Schwester Makena", lachte er zwischen der festen Umarmung.
Er befreite sich von ihr und schmiegte sich an mich.
"Hier das ist Martha, meine Freundin"
Auch bei mir stürtze sie sich in eine Umarmung.
"Freut mich dich kennen zu lernen. Wie alt bist du? Komm mit rein du musst unbedingt meine neuen Klamotten sehen"
Glücklich zog sie mich an der Hand Richtung Haus als seine Mutter raus kam.
"Du bist also Martha? Komm her", sie legte freundschaftlich einen Arm und meine Schultern und führte mich hinein.
"Dan kommst du mal und hilfst deinem Sohn die Koffer rein zu bringen?"
"Ja kann ich machen", kam es aus dem Wohnzimmer.
"Willst du was essen? Sag bloß nicht nein ich habe gekocht!"
Lachend gingen wir zusammen in die Küche und setzten uns.
"So dann erzähl mal was von dir"
Glücklich über den guten Start fing ich an zu erzählen.
...
"Ach wirklich du willst also vielleicht nach LA ziehen?"
"Ich weiß nicht, es kommt drauf an und so, außerdem wo soll ich denn hin?"
"Hier zu uns, wenn nicht mieten wir zwei euch eine Wohnung", sagte seine Mum überglücklich.
"Wow, also das hätte ich nicht gedacht danke für das Angebot", antwortete ich.
"Wir müssen dann auch mal, immerhin wollte Ashley mit euch die Kleider probieren für die MTV Awards", sagte mein Schatz an seine Familie gewant.
Das hatte ich voll kommen vergessen.
"Genau die Kleider, ach wie toll"
Lachend stand ich auf und ging hinter Taylor her in den Flur.
Schnell zogen wir unsere Schuhe an und er holte seinen Autoschlüssel aus dem Schränkchen.
"Willst du fahren oder soll ich?", fragte er beiläufig und grinste mich an.
"Natürlich kannst du fahren, ich seh ja wie du dich darauf freust"
Er drückte mir ein Kuss auf die Wange und ging etwas zügiger zum Auto.
"Bis später", rief ich noch zu seinen Eltern und stieg ein.
"Die Fahrt zum Hotel wird höchstens 10 Minuten dauern", fing Tay an.
"Kein Problem, deine Eltern sind einfach spitze neben bei"
Grinsend blickte ich auf die Straße, die 10 Minuten gingen doch schneller als gedacht, wahrscheinlich weil Tay gefähren ist wie ein gestörter.
"Zurück fahr ich", murmelte ich und ging zum Eingang des Hotels, wo auch schon Naischel und Neele auf mich zu kamen.
"Da bist du ja endlich wir dachten schon"
Grinsend schlossen sie mich in die Arme und wir gingen zu dritt hinein zu Ashley.
"So ihr Jungs bleibt da, dass is allein unser Ding, also viel Spaß und bis später"
Ich verabschiedete mich noch schnell von Taylor und folgte ihnen dann zum Aufzug.
Wie wohl mein Kleid aussehen würde?


Neele Pov

Nachdem ich ein paar Stunden allein gesessen hatte, meinen MP3 Player in der Hand und die Stöpsel im Ohr, die Lieder von Rob wurden selbstverständlich nicht gehört, stand ich auf. Ich musste dringend einem menschlichen Bedürfnis nachgehen.
Ich war gerade dabei, mir die Hände zu waschen, als es an der Tür klopfte, wohlwissend, dass genügend Personen mit Flug-Übelkeit zu kämpfen hatten schloss ich schnell auf und wollte aus der Kabine stürmen, um nichts mit ansehen zu müssen.
Doch zwei Arme drückten mich zurück, ich roch, dass er es war. Mit einer Hand hielt er mich fest, mit der anderen schloss er die Tür ab.
„Was zum...?“ begann ich wütend, doch er unterbrach mich.
„Ich habe nachgedacht. Wie du gesagt hast. Und ich denke, es ist an der Zeit, dass du den bösen Rob kennenlernst.“ Dann presste er seine Lippen auf die meinen. Stürmisch bat seine Zunge um Einlass, nur zu gern wurde ihm der von mir gewährt.
Ab und an hörte ich, dass jemand vorbeiging. Einmal klopfte sogar jemand gegen die Tür. Doch schnell war ich mit meinen Gedanken wieder bei ihm.
Wir ließen uns völlig gehen und vergaßen alles um uns herum.

Als wir uns voneinander lösten keuchten wir beide.
„Den bösen Rob hätte ich gerne öfter, bitte.“ er grinste breit und begann damit, unsere Sachen zu sortieren.
„Geh du zuerst, bitte.“
„Neele. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass unser kleines... öhm... ich nenne es mal Gespräch, unbemerkt geblieben ist?“
„Bitte. Können wir nicht wenigstens den Anstand wahren? Was müssen die anderen nur von mir denken. Bitte, mir zuliebe!?“ flehend schaute ich ihn an.
„Wie könnte ich dir nur etwas abschlagen.“, er seufzte, „Na schön. Ich gehe zuerst, aber ich verlange von dir, dass du dann wenigstens bei mir sitzt für den Rest des Fluges.“
„Abgemacht!“
Schnell gab ich ihm noch einen Kuss und schob ihn dann aus der Tür.

Ich wartete einige Minuten und versuchte oberflächlich die Spuren der vergangenen Augenblicke zu verwischen, mit wenig Erfolg. Das Grinsen schien mir eingebrannt zu sein. Ich seufzte und ging ebenfalls wieder in den Passagiergang.
Glücklicherweise bemerkten mich die anderen nicht und ich stahl mich schnell zu Rob.
Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass wir uns bereits im Landeanflug befanden, die Stewardessen schauten mich vorwurfsvoll an. Gerade als der Flieger auf dem Boden landete, ließ ich mich in den Sitz fallen, doch ich hatte natürlich nicht bedacht, dass mein Gleichgewicht durch das Aufkommen beeinträchtigt werden würde. Also fiel ich ihm direkt in den Schoß, meine Hand stützte sich zwischen seinen Beinen ab. Ihm schien es nichts auszumachen, im Gegenteil.

Die Anderen begleiteten uns noch zu unserem Hotel und wir verabredeten uns für den Abend. Ashley würde vorbeikommen um mit uns die Kleider anzuprobieren, schließlich wollten wir bei den MTV Movie Awards nicht negativ auffallen.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten beschloss ich, dass es Zeit wäre, meine Eltern anzurufen. Zwar hatte ich ihnen geschrieben, dass ich mit Rob nach LA fliegen würde, doch ich war mir sicher, dass sie sich Sorgen machten. Und erfreut über meine Pläne würden sie auch nicht sein.
„Hallo?“ das war meine Mutter. Ich war froh, dass sie nicht verpennt klang, ich hatte keine Ahnung wie spät es in Deutschland war.
„Hi, Ma. Ich bin's!“
„Neele! Oh mein Gott, wie geht es dir? Ist alles in Ordnung?“ dann änderte sich ihr Tonfall, „Wo bist du? Kannst du dir vielleicht vorstellen, was ich mir für Sorgen gemacht haben?“
„Tut mir leid.“, ich tat zerknirscht, „Es ist alles so viel auf einmal. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, mir geht es gut. Wirklich!“
Doch das schien sie nicht zu besänftigen.
„Wann kommst du nach Hause?“
„Ich denke... in etwa zweieinhalb Wochen!?“
„Oh nein, das kommt nicht in Frage. Du kommst mit dem nächsten Flieger! Du hast Abiball meine Liebe, du hast Verpflichtungen.“
„Ach, wo wir gerade beim Thema sind. Maja wird nicht mitkommen.“
„Ach nein? Und wieso nicht, wenn ich fragen darf? Was sollen wir denn mit der Karte machen? Wir haben sie immerhin bezahlt!“
„Du darfst Fragen, ich kann es dir nicht verbieten. Aber eine Antwort wirst du nicht bekommen. Gib die Karte halt zurück.“
„Spinnst du? Du kannst doch nicht wegen so einem Typen wochenlang wegbleiben und alle Pläne über den Haufen werfen, nur weil du vielleicht ein bisschen verliebt bist!“
„Ma, ich bin nicht verliebt! Natürlich, er ist sieht gut aus. Aber ich schwärme deswegen nicht für ihn.“, ich warf Rob einen, wie ich dachte, liebevollen Blick zu, der jedoch schien sauer zu sein und wandte mir urplötzlich den Rücken zu. Ich hatte keine Zeit genauer darüber nachzudenken, denn meine Mutter forderte meine ganze Konzentration.
„Ach so ist das. Seit wann bist du denn nur aus Spaß aus? Nutzt du ihn ein bisschen aus, damit du nach Amerika kannst?“
„Nein, verdammt. Ich nutze ihn nicht aus. Ich bin hier in LA, seinentwegen. Ich liebe ihn.“ und ich sagte es voller Überzeugung. In meinem Augenwinkel nahm ich eine Regung wahr. Im nächsten Moment legten sich zwei kräftige Arme um meine Taille und zogen mich an ihn ran. Seine Lippen berührten meinen Nacken.
„Ähm Ma, behalte die Karte, ich weiß jetzt, wer mitkommen wird. Ich muss jetzt Schluss machen. Ich hab euch lieb. Grüßt alle von mir, bitte! Ich melde mich!“
Dann legte ich auf, ließ das Handy fallen und drehte mich um.

„Warum warst du so sauer?“
„Ich verstehe durchaus ein bisschen Deutsch.“ erstaunt blickte ich ihn an. „Na ja, zumindest weiß ich was „verliebt“ und was „lieben“ bedeutet!“ er grinste.
„Und jetzt... zeige ich dir, wie sehr ich dich liebe. Wir haben noch ein bisschen Zeit, bis wir uns mit Ash und den Anderen treffen.“
Mit diesen Worten zog er mich zum Bett.


Naischel Pov

Wir stiegen in ein Taxi und fuhren zu Kellans Apartment, na ja es war eher ein kleines Häuschen, direkt am Strand von Los Angeles.

Er bezahlte dass Taxi und wir stiegen aus. Kellan ging voran und öffnete die Wohnungstür, hielt sie mir auf, damit ich hineintreten konnte. Ich staunte nicht schlecht und begann mich umzusehen.
Ich trat in das große Wohnzimmer. Es war sehr hell eingerichtet, alles war auf einander abgestimmt. Die weißen Möbel auf dem nussbaumfarbenen Parkett, passten perfekt zu einander und boten einen tollen Kontrast. Der riesige LCD- Fernseher, sowie die neuesten Spielkonsolen und noch andere elektronische Neuheiten, überraschten mich nicht wirklich.
Es war ein offenes Zimmer und durch einen Rundbogen ein wenig zur Küche abgetrennt. Ich ging weiter und sah mir die wunderschöne große Wohnküche an. Natürlich waren auch hier die neuesten elektronischen Highlights zu finden. Vor dem Gasherd blieb ich ehrfürchtig stehen. Ich hatte noch nie mit so einem Ding gekocht, das würde ich wohl jetzt lernen müssen.
Kellan folgte mir leise und beobachte mich schweigend dabei, wie ich durch sein Heiligtum schritt.
Ich ging aus der Küche und flitzte die Treppe hinauf ins Obergeschoß. Oben fand ich ein großes Badezimmer mit Dusche und Badewanne, sowie noch zwei sehr hell eingerichtete Schlafzimmer vor.
Die Betten waren Kingsize, natürlich, aber sie waren mit weißer Bettwäsche bezogen. Natürlich passten sie perfekt zu Optik des Hauses, aber hier fehlte ganz eindeutig Farbe.
Seufzend lies ich mich aufs Bett fallen und betrachtete Kellan, der im Türrahmen stand.
„Du hast gar nichts gesagt? Was denkst du?“, fragte er vorsichtig.
„Es gefällt mir, aber Schatz, hier fehlt ganz eindeutig Farbe“, gab ich grinsend zurück, während er grinsend auf mich zu schritt.
„Ich weiß nicht warum, aber irgendwie dachte ich mir, dass du gerade das bemängeln würdest…aber dass kannst du gerne ändern, ich war bisher nur leider zu selten hier um es wohnlicher zu gestalten, bisher hat hier niemand auf mich gewartet…“
„Ach und jetzt wartet jemand auf dich, wow, stellst du mir deine Putze vor“, gab ich lachend zurück, obwohl ich wusste worauf er hinaus wollte. Da er mittlerweile direkt vor mir stand, zog ich ihn zu mir herunter, sodass er direkt über mir lag.
„Du kannst alles ändern, wenn du nur bei mir bleibst“, hauchte er an mein Ohr bevor er begann meinen Hals abwärts zu küssen.
Sanft versuchte ich ihn von mir zu drücken.
„Kellan, das Thema hatten wir doch schon mal… Nichts überstürzen… ich kann nicht ewig…“, wollte ich erklären, wurde dann aber durch seinen warmen Lippen, die plötzlich auf meinen Lagen, zum schweigen gebracht. Somit war unsere „Unterhaltung“ vorerst beendet.

Obwohl ich weiße Bettwäsche hasste, lies ich mich von ihm hierauf verführen. Wir liebten uns den ganzen Nachmittag, Kellan hatte wirklich Ausdauer und auch ich schien fast verhungert. Laut keuchend ließen wir uns in die Kissen fallen, als Kellans Handy zum wiederholten Male klingelte.
„Ich muss jetzt wirklich drangehen“, entschuldigte er sich und schnappte sich sein Handy.
„Ash…aber sicher….nein ich habe ihr gerade das Haus gezeigt….naja wir waren… nein Ash, sie hat genau dasselbe gesagt wie du…genau es braucht Farbe, vielleicht könnt ihr euch darum kümmern, wenn ich in Chicago bin… Was meinst du …Anprobe… du warst einkaufen… wann sollen wir da sein? Was nur Naischel, das doch nicht dein ernst, Ash!!!... Gut, aber ich werde sie hinbringen. Bis gleich dann“, sagte Kellan und klappte sein Handy zu. Grinsend sah er mich an.
„Wir müssen los, Ash war für euch Mädels shoppen und veranstaltet da ein Fitting im Hotel“, erklärte Kellan, während er sich anzog.
„Für die Awards, können wir da nicht irgendwas anziehn?“, fragte ich und konnte mir eigentlich schon die Antwort denken.
„Nein, du kennst Ash leider noch nicht gut genug. Unser Taxi kommt in Fünf Minuten, also beeil dich lieber“
Seufzend ergab ich mich, stand auf und schnappte mir meine Klamotten.

Wie vorausgesagt, wartete bereits vor der Tür unser Taxi, dass uns in Windeseile zum Hotel zurückfuhr.
Die Paparazzi hatten wohl Wind von der Sache bekommen und wir posierten noch für ein paar Fotos, bevor wir hineingingen.

Wir fuhren mit dem Aufzug in den fünften Stock, indem Robs Zimmer lag. Ich klopfte zaghaft an die Tür, als diese auch schon aufgerissen wurde.
„Naiiiischel, oh wie schön dich Wieder zu sehen, komm rein“ und schon wurde ich von einer hyperaktiven Ashley in Robs Zimmer gezogen. Entschuldigend zuckte ich mit den Schultern in Kellans Richtung, während Ashley ihm die Türe vor der Nase zu knallte.
Ich sah mich im Zimmer um, überall hingen Kleiderstangen mit Abendkleidern. Neele saß grinsend auf dem Fußboden und durchstöberte einige Modemagazine.
„Wo ist Martha?“, fragte ich neugierig.
„Hiiiiiiiiiier bin ich“, rief diese laut aus dem Badezimmer und trat in einem atemberaubenden Outfit heraus.


Martha Pov

Ich hatte unendlich viele Kleider probiert, doch das was ich gerade anhatte war atemberaubend.




Es war ein schwarzes Kleid, welches Träger um den Hals hatte. Natürlich war es Mini und schwarz, aber duch die beschen Akzente wirkte es nicht langweilig.
Die Eingangstüre wurde geöffnet und Naischel kam herein, freudig wurden alle begrüßt als sie nach mir fragte.
Da ich sowieso gerade war mit anziehen, rief ich: "Hiiiiiiiiiiier bin ich", und trat aus dem Badezimmer.
"So die Frage ist nur welche Schuhe?", grinsend blickte ich zu allen Mädels.
Sie schauten sich auf dem wirrwarr am Boden um bis jeder ein Paar in der Hand hatte.
"Ich finde die hier toll sie passen zu dem beschen und der Netzstrumpfhose, die übrigends verdammt Sexy aussieht", meinte Ashley und ich probierte die Schuhe an.
Es waren bestimmt 14 Zentimeter hohe Absätze, aber wer schön sein will muss leiden und auf 10 Zentimeter konnte ich jedes Mal problemlos laufen.
"Die Schleife find ich total klasse, Mädels ich glaub ich hab mein komplettes Outfit"
Jubelnd sprangen wir einmal auf und ab und wandten uns gleich dem nächsten Fall zu. Diese Prozedur sollte so schnell wie möglich vorbei gehen, ich wollte unbedingt zu Taylor. Na gut es klingt Nymphisch aber wir haben den ganzen Tag nichts anderes getan als uns geküsst. (Hahaha ich hab Tay wirklich vermisst xD)
"Gut Neele hier probier das Mal, ich glaub das sieht total süß aus an dir", grinsend zeigte ich auf ein lila Kleid.




Es hatte keine Träger und war ab der Taillie weit geschnitten, natürlich war auch dieses zu kurz. Ashley wollte uns alle wohl in kurzen Röcken sehen.
"Aber dazu musst du einen Tailliengürtel anziehen, am besten den Schwarzen hier!", mischte sich die Übeltäterin ein. Naischel stand nur da und betrachtete unser Spektakel.
"Und diese Kette unbedingt"
Ich hob eine Kette vom Boden auf und legte sie ihr auf die Hand, wo auch schon der Gürtel lag.
"Diese Schuhe passen gehören zu dem Kleid, also musst du sie anziehen", meinte Ashley noch und legte ihr nun auch noch die Schuhe auf die Arme.
"Hob umziehen wir schauen derweil für Naischel"
Kichernd verzog sich Neele ins Badezimmer.
"Mir gefällt das hier!", fing ich an und nahm einige Teile vom Bett.
Nach und nach fügten Ashley und ich alle Outfits zusammen und zeigten sie ihr.




"Ich nehm das erste, es wirkt irgendwie verruchert durch den Lederrock, die Bluse ist auch nicht schlecht ausgeschnitten"
"Wunderbar, auch die Farbe passt toll zu dir", sagte Ashley und klatschte mir ein.
"Ähm Leute? Wie findet ihrs?"
Wir drehten uns alle um und blickten zu Neele, sie sah total süß aus aber auch sexy, die perfekte Mischung.
"Genommen!! Und jetzt du Naischel! Ach wie ich sowas liebe"
Voller Tatendrang schubste ich sie ins Bad und Musterte Neele, zupfte hier und da an ihrem Kleid und grinste sie an.
"Da wird sich der böse Robert aber freuen!"
Neele wurde plötzlich total rot und sah beschämt zum Boden.
"Habt ihr auch das gehört?", flüsterte sie.
"Was soll ich gehört haben?"
"Ach nichts, gar nichts!", antwortete sie schnell, denn Ashley stand schon neben Naischel und legte ihr einige Accesours um.
"Traumhaft! Können wir jetzt gehen, ich bin nämlich total müde", sagte ich und gähnte gespielt.
"Wir wissen alle warum du weg willst, dann raus aus den Klamotten und lass es krachen"
Die drei Mädels lachten, doch ich probierte nur so schnell wie möglich aus den Klamotten zu kommen.
Fertig umgezogen blickte ich noch Mal in den Spiegel und gab jedem meiner Süßen ein Bussi auf die Backe.
"Bis morgen!", sagte ich und ging schnell aus dem Zimmer, in den Aufzug und runter in die Hotelbar.
Dort saßen die drei Jungs und unterhielten sich lachend.
"Du! Komm sofort mit, es gibt einiges nachzuholen!", sagte ich bestimmend und deutete mit dem Finger auf Tay.
Dieser sah mich geschockt an, zeigte auf sich und blickte dann zu den Anderen.
"Dann mal viel Spaß. Lass ihn aber ganz", verabschiedete sich Kellan und lachte dabei.
Rob gab auch ihm einen Handcheck (wie männer halt machen) und er kam auf mich zu.
"Los gehts. Dachte schon du willst heute gar nicht mehr"
Taylor und ich lachten, gingen hinaus und einige Paparazzis und Fans standen da.
Er unterschieb fleißig Autogramme während ich Richtung Auto lief.
"Wie ist es so Taylors Freundin zu sein? Fällt es dir schwer mit den ganzen Fans?"
Ich schüttelte den Kopf.
"Nein es fällt mir nicht schwer, denn wenn er daheim ist gehört er ja ganz alleine mir. Und es gibt nichts besseres als mit der Person zusammen zu sein die Man liebt, auch wenn sie Taylor Lautner ist"
"Also bist du nicht nur an ihm interessiert weil er ein Star ist?"
Lachend blickte ich zu dem Paparazzi und in seine Kamera.
"Ganz sicher nicht, hätte ich ihn in der Disco getroffen, ohne den Rummel um ihn, wäre er sofort meiner gewesen"
Taylor stand nun bei mir und gab mir einen Kuss auf die Wange.
"Tay küsst euch, können wir ein Kussfoto haben?", fragte der nächste Paparazzi und schoss die ganze Zeit Bilder.
"Aber nur weil ihr so nett gefragt habt und ich sowieso Lust habe meine Freundin zu küssen"
Also blieben wir kurz stehen, er nahm mich in den Arm und küsste mich leidenschaftlich wie sonst nie. Oh Gott, er hatte genauso Sehnsucht wie ich.
"Wir gehn dann. Tschüss, bis zum nächsten Mal"
Schnell stieg ich auf der Fahrerseite ein und startete den Motor, die Leute machten uns Platz und ich fuhr schneller als gewohnt zu ihm.

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