Es war bereits später Nachmittag, als wir uns voneinander lösten und ich beschloss, mich schnell unter die Dusche zu begeben. Unnötig anzuführen, dass ich nicht allein duschte.
„Hast du Hunger? Wir könnten ins Restaurant gehen, bevor die anderen kommen.“
Als Antwort knurrte mein Magen.
„Ich schätze, das war ein 'Ja'!“ er grinste und hielt mir die Tür auf.
Beim Anblick des riesigen Buffets knurrte mein Magen noch heftiger, obwohl ich gehofft hatte es würde unbemerkt bleiben wurde Rob's Grinsen breiter.
Er haute richtig rein, belud sein Tablett mit allen möglichen Tellern, während ich eher sparsam war. Ein Salat musste reichen.
„Willst du verhungern?“ entgeistert schaute er auf mein Tablett.
„Na, du machst ja nicht gerade Diät.“, lachend ging ich zu einem Tisch. Er folgte mir.
„Aber mal im Ernst. Du kannst doch nicht nur Salat essen.“
„Wieso nicht?“ erwiderte ich schnippisch, „Zu Hause esse ich auch jeden Abend nur Salat. Ich bin es gewöhnt!“
„Das vielleicht schon, aber du hast heute den ganzen Tag noch nichts gegessen seit dem Frühstück.“
„Ich habe keinen großen Hunger. Ehrlich! Und jetzt leg los, sonst wird alles kalt.“
Zwar schien er nicht überzeugt, doch er wandte sich trotzdem schleunigst seinem Essen zu. Ich wartete, bis er fertig war, dann gingen wir gemeinsam wieder in unser Zimmer.
Kaum waren wir oben angekommen und hatten uns auf das Bett gesetzt, als es auch schon stürmisch an der Tür klopfte. Ich seufzte.
„Jetzt gibt es vermutlich keinen Ausweg mehr,oder?“
„Nein. Du solltest sie reinlassen. Du kennst Ashley.“
Ich erhob mich und öffnete die Tür.
„Neele!!“ schon war sie mir freudestrahlend um den Hals gefallen.
„Hi, Ash!“
„Rob, raus hier, hier ist jetzt Mädelszone!“
Er gab mir einen Kuss, dann trollte er sich.
„Es wird wunderbar, glaub mir!“ ich schaute wohl nicht sehr überzeugt.
Doch schon klopfte es an der Tür.
Ashley hatte für jeden von uns etwas besorgt, ich wurde mit einem lila Kleid zum Umziehen geschickt, ich war begeistert, das war absolut meine Lieblingsfarbe.
"Ähm Leute? Wie findet ihrs?"
Sie drehten sich um und betrachteten mich von oben bis unten.
"Genommen!! Und jetzt du Naischel! Ach wie ich sowas liebe", das war Martha.
Dann ordnete sie mein Kleid noch ein bisschen.
"Da wird sich der böse Robert aber freuen!“, ich merkte wie ich rot wurde und schaute schnell nach unten.
"Habt ihr auch das gehört??, fragte ich leise.
"Was soll ich gehört haben?"
"Ach nichts, gar nichts!"
Plötzlich hatte sie es eilig, aus dem Zimmer zu kommen, wir alle ahnten wieso.
Als alle mit Kleidern versorgt waren und wieder zu ihren Männern gegangen waren blieben nur Ashley und ich zurück.
„Und, gibt es irgendwas, was du mir erzählen willst?“
„Ähm, nicht dass ich wüsste? Worauf willst du hinaus?“
„Na, du ... und Rob?“
„Tu doch nicht so, als ob du das nicht wüsstest. Immerhin schlafen wir in einem Zimmer, da kannst du dir wohl alles denken.“ Mist, schon wieder wurde ich rot.
„Ooch, ich will es aber von dir hören. Rob druckst immer nur rum. Also lohooos jetzt!“ quengelte sie, setzte sich aufs Bett und sah mich erwartungsvoll an. Seufzend setzte ich mich neben sie.
„Also, was willst du wissen?“
„Alles!“ war ihre einzige Antwort.
Und so erzählte ich ihr haarklein alles, was sich ereignet hatte. Nun ja, die pikanten Details ließ ich selbstverständlich aus.
„Du hast dich wegen Kristen mit ihm gestritten??“ entgeistern blickte sie mich an.
„Ähm, ja.“
„Du bist doch ein Dummerchen. Glaub nicht alles, was in den Zeitungen steht. Ich weiß, dass du Rob sehr viel bedeutest, vertrau ihm.“
„Ja, ich versuchs ja. Aber es ist so schwer.“
„Ihr schafft das schon!“
Es klopfte leise an der Tür.
„Kann ich jetzt mein Zimmer wiederhaben?“
Wir grinsten.
„Dann lass ich euch jetzt mal allein, es ist schließlich schon spät. Wir sehen uns ja morgen. Und denk dran, vertrau ihm.“
Und das tat ich in der folgenden Nacht.
Wir schliefen bis zum Mittag und ließen das Frühstück daher ausfallen, sodass wir gleich zum Mittagessen übergingen.
„Und, was machen wir heute?“
„Ich weiß nicht, was du machst. Aber ich muss dringend zum Frisör und zur Nagelpflege.“
„Tse, Frauen!“ war das einzige, was er dazu sagte.
„Ach, komm, du willst mich doch vorzeigbar haben, ich möchte dich nicht blamieren.“
„Wann begreifst du endlich, dass du das IMMER bist?“
„Themawechsel, was machst du heute?“
„Mal sehen... vielleicht mal wieder meinen Namen googeln, das ist schon so lange her.“
„Na, das klingt ja spannend. Ich wünsch dir einen schönen Tag, wir sehen uns später, mein Schatz.“ Ich gab ihm einen Kuss und wollte gehen, doch er hielt mich fest.
„Was?“
„Du hast mich gerade Schatz genannt.“
Hatte ich?? „Ähm ja, kann sein. Na und?“ hatte ich das wirklich gesagt? Das hatte ich noch nie zu jemandem gesagt. „Was ist so schlimm daran?“
„Nichts. Es ist nur... ich freue mich!“
„Na, wenn es so einfach ist, dich glücklich zu machen. Ich muss jetzt los. Bis dann, Schatz!“
Lachend ging ich in Richtung Ausgang.
Mit meiner Sonnenbrille konnte ich unerkannt durch LA gehen und kam am späten Nachmittag wieder im Hotel an.
Meine Nägel waren hübsch und mit meiner Frisur war ich auch zufrieden. Nach einem Blick auf die Uhr wusste ich, dass ich erneut spät dran war.
Ich hastete in unser Zimmer, riss mein Outfit aus dem Schrank und wollte ins Badezimmer stürmen, doch die Tür war abgeschlossen. Na gut, dann würde ich mich eben hier umziehen.
Als ich fertig war, war er immernoch im Bad, was brauchte er denn so lange?
„Schatz, mach auf, ich muss da rein. Jetzt, sofort.“
Als er mich sah musste er scheinbar sehr an sich halten.
„Wow, du siehst wirklich... sexy aus!“
„Danke!“ flüchtig gab ich ihm einen Kuss, dann huschte ich ins Badezimmer, um mich zu schminken.
Fast pünktlich kamen wir unten an, die anderen warteten bereits.
Schnell beglückwünschten wir uns allezu unseren Outfits, wir sahen wirklich zum Anbeissen aus.
Ich saß natürlich neben meinem Rob und je näher wir unserem Ziel kamen, desto nervöser wurde ich. Er schien das zu merken.
„Keine Sorge, Liebling. Alles wird gut!“ leicht drückte er meine Hand.
Der Wagen hielt und wir stiegen aus.
Tief durchatmen und dann ging es auch schon los, glücklicherweise ließen mich meine Beine nicht im Stich.
Gekonnt schritt ich neben Rob über den roten Teppich und es fühlte sich so gut an. Wir posierten für ein paar Fotos und warteten dann am Ende auf die anderen.
Ich wollte meinen Augen nicht trauen, Maj stand da, Hand in Hand mit ihrem Alex. Sie grinste, riss sich dann aber zusammen und ließ sich von ihm führen. Nach den Fotos konnte sie nicht mehr an sich halten und rannte auf uns zu.
„Neeeeeeele!“
„Maj!!!“ lachend fielen wir uns in die Arme, dann waren die anderen dran.
Rob räusperte sich neben mir.
„Warst du nicht diejenige, die so wenig Aufmerksamkeit wie möglich wollte?“ fragte er mich leise.
„Typisch Männer!“ war das einzige, was mir dazu einfiel.
Als wir uns alle einigermaßen beruhig hatten, gingen wir ins Gebäude, ich sah mich ganz genau um, es war noch unglaublicher, als ich es mir vorgestellt hätte.
„Ich glaube, wir müssen hier entlang. Du kannst dir später noch alles genau ansehen.“ sanft zog er mich mit sich.
Suchend glitt sein Blick über die Sitzreihen.
„Ah, da sitzen wir!“ ich folgte ihm und versuchte den Anschein zu erwecken, dass ich genau wüsste, was vor sich ging.
Robert Pattinson stand auf dem Schild, auf dem Stuhl link daneben Kristen Stewart, rechts von ihm würde seine Assistentin sitzen.
Mein Gesicht verhärtete sich und wo sollte ich sitzen?
„Setz dich neben mich, hier.“
Ich starrte ihn an,“Aber Kristen...“
„Die kann sich doch zu Catherine und Cam setzen, da ist noch Platz!“ Ich strahlte ihn an, setzte mich neben ihn und gab ihm schnell einen Kuss.
Nach und nach trudelten auch die anderen Gäste ein und nahmen Platz.
„Entschuldigung, könntest es sein, dass du auf dem falschen Platz sitzt? OH, Neele.“ Kristen stand neben Rob und hatte mich angetippt. Sie schien nicht begeistert, mich zu sehen. Komisch, das beruhte vollkommen auf Gegenseitigkeit.
„Ich glaube, das hat seine Richtigkeit. Sie hatten mich wohl vergessen.“
„Das ist dann dein Problem, neben Rob sitze ich, so wie es da steht.“ Sie legte Rob einen Arm um die Schulter, „Hallo erstmal, das habe ich ganz vergessen.“ Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Wut stieg in mir hoch. Was bildete sich diese dumme...
„Ich habe Neele gesagt, sie kann hier sitzen. Ich möchte sie gerne bei mir haben. Setz dich doch einfach zu Catherine.“ Sanft, aber bestimmt löste er sich aus ihrer Umarmung und legte seine Hand auf meinen Oberschenkel.
„Wenn du es so willst!“ sie wirkte schwer beleidigt, „Aber es bleibt dabei?“ Vielsagend blickte sie ihn an.
Kurz sah er mich an, dann seufzte er leise.
„Ja, es bleibt dabei.“
Kristen zog ab, nicht ohne mir einen bitterbösen Blick zuzuwerfen. Mich störte das nicht, Rob hatte sich für mich eingesetzt und das war mehr, als ich erwartet hatte.
„Wobei bleibt es?“
„Nicht so wichtig.“ dabei beließ er es.
Naischel Pov
Gekonnt posierten wir alle mit unseren Männern auf dem roten Teppich.
Kellan hatte die ganze Zeit seinen Arm um mich gelegt und drückte mir hin und wieder einen Kuß auf die Wange, um der Welt zu sagen „Ja wir gehören zusammen“. Ab und zu blieb er stehen, gab ein Interview, in dem er natürlich auf mich angesprochen wurde. Ich grinste dann immer verlegen, während er mich an sich drückte und den Reporterin immer wieder bestätigte, dass ich seine Freundin sei.
Aus dem Augenwinkel sah ich Neele das letzte Stück in die Halle rannte. Ich drehte meinen Kopf herum und staunte nicht schlecht. Kellan folgte meinem Blick.
„Hey da sind ja Maj und Alex, das ja klasse.“, Kellan nahm meine Hand und zog mich grinsend Richtung Halleneingang.
Neele löste sich gerade von Maj und ging mit ihr hinein.
Kellan unterhielt sich kurz mit Alex, während ich nach Martha und Taylor Ausschau hielt.
Ich musste grinsen, als ich sie dort posieren sah, Martha war voll und ganz in ihrem Element. Alles änderte sich jedoch als der nächste Wagen vorfuhr und ein uns sehr bekanntes Gesicht ausstieg. Selena Gomez – liebevoll Selma von uns genannt.
Martha schreckte hoch, schnappte sich „ihren“ Taylor und zog ihn hinter sich her. Ein Bild für die Götter.
„Martha, jetzt bleib doch mal stehn?“, bat Tay und hielt sie am Arm fest, kam kurz vor mir zum stehen.
„Ich hab keine Lust auf diese Schlampe zu treffen Schatz, ach wo wirs grade von Schlampe haben. Guck mal Naischel, da steht Anna!“
Mein Kopf schnellte zum roten Teppich, wo gerade AnnaLynne, Kellans Exfreundin, mit Selena posierte.
„Oh Gott ich kriegs Kotzen“, murmelte ich leise.
„Willkommen im Club“, gab Martha sauer zurück. „Also Tay entweder du kommst jetzt oder ich such mir nen anderen Sitznachbarn“
Taylor schaute entschuldigend auf den Boden, Martha nahm ihn bei der Hand und zog ihn weiter mit sich.
Ich blieb wie angewurzelt stehn, meine Augen lagen auf Anna. Kellan hauchte mir einen Kuss an den Hals und holte mich somit zurück aus meinen Rache bzw. Mordplänen.
„Ich liebe nur dich, es ist unvermeidlich, dass wir Kollegen auf solchen Veranstaltungen treffen“
„Ich weiß“, flüsterte ich ihm leise zu und hakte mich wieder bei ihm ein.
Gemeinsam suchten wir unsere Plätze. Wir saßen genau neben Martha und Taylor. Neele und Rob ein paar Reihen weiter vor uns. Kristen war gerade dabei sich über irgendetwas zu beschweren, was Neele ziemlich erbost schauen lies.
Selena und Anna kamen an uns vorbei, lächelten uns freundlich zu, Martha und ich, ganz Ladylike, erwiderten es, obwohl wir anderes dachten.
Das Licht ging aus und die Veranstaltung begann. Andy Samberg führte durch den Abend. Martha und ich bekamen einen Lachanfall nach dem anderen, es war aber alles vorbei als Sacha Baron Cohen alias Brüno, über uns hinweg flog und direkt in Eminems Gesicht landete. Wir lachten so laut, dass Taylor und auch Kellan, nicht anders konnten als mit ein zu stimmen.
Nachdem Rob bereits als Breakthrough Performance Gewinner ausgezeichnet wurde, sollte der Award für den besten Kuss vergeben werden. Mein Blick richtete sich einige Reihen weiter nach vorne, als gerade die Nominierten genannt wurden. Ich sah wie Neele den Atem anhielt.
„And the Winner is….. Twilight… Kristen Stewart und Rob Pattinson“, hörte ich eine Stimme schreien.
Kellan jubelte neben mir auf, genauso wie Taylor. Martha beugte sich zu mir herüber und unser beider Blick lag nun auf Neele.
Rob und Kristen standen auf und gingen auf die Bühne. Rob machte einen Scherz und steckte seinen Kaugummi in ein Stück Papier.
Jeder wusste was jetzt kommen würde, der Kuss, auf den alle warteten.
Ich sah Neele, die mit offenen Mund auf die Bühne starrte, während Kirsten Rob gefährlich näher kam und dann kam was kommen musste. Sie küssten sich, langsam trafen sich ihre Lippen, Kristen stöhnte (!!!) auf. Sie lieferten eine filmreife Szene, während das Puplikum am toben war.
Mein Blick glitt wieder zu Neele, ihr Platz war leer.
Maj Pov
Alex und ich stiegen aus dem Flugzeug und wurden mit Sonnenschein begrüßt.
Wir liefen schnell zum Taxi, dass schon vor der Tür wartete, um nicht entdeckt zu werden.
Und tatsächlich entdeckte uns kein Papparazzi.
Also fuhren wir gemütlich in die City von New York, denn wir müssten erst in 2 Tagen in LA sein.
Das Taxi hielt in Mitten einer Straße mit Edelboutiquen.
„So mein Schatz, da wären wir. Jetzt gehen wir erstmal shoppen!“
Ich war überrascht. Er wollte in solche Läden shoppen gehen.
Mir blieb der Mund offen stehen und ich nickte stumm.
Wir stiegen aus dem Taxi, bezahlten noch schnell und verschwanden dann gleich im ersten Laden.
Dolce & Gabanna. Na dann !
Alex war hier wohl schon öfters Kunde, denn er wurde von einer vielleicht 30-Jährigen, blonden und sehr hübschen Frau empfangen.
„Ah, Hallo Alex!
Was treibt dich denn hier her ?“, fragte sie ihn gleich.
Ich hielt mich gezielt im Hintergrund und schaute mich im Laden um.
„Und wer ist denn das Mädchen an deiner Seite ?“, fragte sie interessiert und begutachtete mich.
„Das ist Maj, meine Freundin.
Ich bräuchte für sie ein hinreißendes Kleid, für die Movie Awards.
Hättest du da was ?“
Ein Kleid ?! Für mich ?!
Ich jubelte innerlich und wurde von der Frau gleich mitgezogen.
Ihrem Namensschild konnte ich noch entnehmen, dass sie Sarah hieß, doch dann wurde ich schon gleich in die Kabine geschoben und ich bekam ein Kleid nach dem anderen herein gereicht.
Nach 6 wirklich tollen, doch mir nicht passenden Kleidern, gab ich die Hoffnung auf, doch dann kam Alex mit einem wunderschönen Kleid an.
„Sarah, könnte sie das mal probieren ?“
„Mhh... ich weiß nicht.
Aber wir können es ja mal probieren.“
Also wurde ich wieder in die Kabine geschoben und probierte das Kleid an.
Und … es passte, wie angegossen.
Mit einem Grinsen trat ich aus der Kabine und präsentierte mich den anderen beiden.
Auch Sarahs misstrauischer Blick wechselte zu einem zufriedenem Gesichtsausdruck.
„Ich glaube wir haben es“, war ihr Antwort und schon war sie verschwunden und kam mit tausenden von Accessoires, Taschen und Schuhen wieder.
Ich probierte alle möglichen Kombinationen durch und 30 Minuten später hatte ich dann mein komplettes Outfit
Items in this set:
Fashionright.com dress, 65 GBP
Christian Louboutin shoes, $565
Lalique ring
Monikapolitan.com jewelry, $6
Miss Selfridge bracelet, 5 GBP
Fashionright.com dress, 65 GBP
Christian Louboutin shoes, $565
Lalique ring
Monikapolitan.com jewelry, $6
Miss Selfridge bracelet, 5 GBP
und ich war vollkommen fertig.
Ich hatte nicht gedacht, dass Shoppen so anstrengend sein kann.
Als wir zur Kasse gingen war ich ziemlich unsicher, denn das Outfit würde ein Vermögen kosten.
Und ich hatte Recht. Alex bezahlte 600 € nur für ein Kleid, ein paar Schuhe und Accessoires.
Wir beide gingen dann noch Essen und fuhren dann mit einem Taxi weiter nach LA.
Alex und ich unterhielten uns über Gott und die Welt, doch ich musste dann wohl eingeschlafen sein.
„Aufwachen Schatz. Wir sind Zuhause.“, er küsste mich sanft auf den Mund und streichelte mir über die Haare.
Ich öffnete langsam meine Augen und schaute direkt in seine Augen.
Dann stieg ich aus und blickte auf ein kleines Häuschen am Strand.
Und dahinter das Meer.
„Wow und hier wohnst du ?“, fragte ich ihn begeistert.
„Ja“, sagte er verlegen, „Gefällt es dir ?“
Ich konnte nichts sagen, mal gerade stumm nicken.
„Komm ich zeig es dir von innen“, und schon schnappte er sich meine Hand und zog mich ins Haus.
Es war wunderschön, einfach perfekt.
„Wow und hier wohne ich jetzt ",ich redete so halbwegs zu mir selbst.
Er kam zu mir und legte seine Lippen sanft auf meine.
Es war ein schöner Kuss, doch leider viel zu kurz.
„Wollen wir eine Runde schwimmen ?“, fragte er und war schon auf dem Weg zum Meer hinter unserem Haus.
Am nächsten Morgen mussten Alex und ich früh raus, denn heute Abend fanden die Movie Awards statt und Alex hatte für mich noch einen Makeup- und Frisörtermin organisiert.
Um Punkt neun Uhr stand ein Taxi vor unserer Tür und fuhr uns in die City.
Dort wurden schon erwartet und gleich in Anschlag genommen.
Zuerst wurden meine Haar geschnitten.
Mir machte es nichts aus, solange es nicht Scheiße aussehen würde, doch es wurden nur ein paar Zentimeter abgeschnitten und durchgestuft.
Ich bekam ein paar bronzene Strähnen verpasst und dann ging es weiter an die Hände und dann an das Makeup.
Natürlich hatte Alex mein Kleid mitgebracht, damit die Visagistin sich daran orientieren konnte.
Ich bekam lila Lidschatten mit schwarzen Akzenten verpasst, noch ein wenig Puder, Rouge und Mascara.
Dann war ich fertig und bewunderte mich im Spiegel.
Da wir erst am Nachmittag bei den Awards sein mussten, war die nur ein Probemakeup und ich müsste nachher nochmal wieder kommen.
Alex und ich verbrachten die Zeit in der City und sie verging auch ziemlich schnell und dann musste ich auch schon wieder zum Salon.
Ich wurde fertig gemacht und zog mein Kleid an, dann wurden Alex und ich von einer schwarzen Limosine abgeholt.
Wir waren, obwohl wir ziemlich früh waren, nicht die ersten.
Aus dem Fenster sah ich, dass gerade Paris Hilton vor uns auf dem Teppich war.
Mir blieb mal wieder der Mund offen stehen.
Ich hatte sie noch nie aus so einer Nähe gesehen.
Dann ging allerdings die Tür auf und Alex schob mich aus dem wagen.
Und das Blitzlichtgewitter ging los.
Ich wusste gar nicht, wohin ich schauen sollte, denn die Fotografen waren überall.
Doch Alex führte mich und dann wurden wir auch schon von der Seite angequatscht.
„Wie lange läuft da schon was ?“, „Plant ihr etwas für die Zukunft ?“, „Wer ist überhaupt die Lady an ihrer Seite ?“.
Was waren denn alle so neugierig ?
Alex beantwortete allerdings alle Fragen brav und knapp und dann waren wir auch schon im Gebäude.
Doch die Papparazzischlacht ging weite.
Alex und ich stellten uns vor sie Wand und possten, was das Zeug hielt.
Ich sah aufeinmal Martha, Taylor, Neele, Rob, Kellan und Naischel.
Ich fing an zu kreischen, doch bevor ich noch mehr rausbekam lagen Alex Lippen auf meine und erstickten mein kreischen.
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, lief ich auf Neele zu, denn sie war die einzige, die mich bisher entdeckt hatte.
„Was machst du denn hier ?“fragten sie.Ich erzählte ihr, was passiert war und sie freuten sich riesig und auch sie erzählten mir, was alles noch so passiert war, vorallem im Flugzeug.
„Ach ja du siehst echt klasse aus.
Lasst mich raten... Ashley war am Werk ?!“
Sie nickte und wir fingen an zu lachen.
Dann gingen wir beide rein und wurden dann
gebeten den Saal zu betreten und ich wartete noch auf Alex und wir gingen dann brav zu unseren Plätzen.
Alex und ich saßen leider ziemlich weit entfernt von den anderen, doch wir würden und auch so die zeit vertreiben.
Es verging noch eine halbe Stunde, bis die Show anfing.
Die ganze Show zog sich ziemlich in die Länge, dich ich versuchte so gut es ging aufmerksam das Treiben auf der Bühne zu verfolgen.
Meine volle Aufmerksamkeit bekam die Bühne erst, als die beste Kussszene angekünigt wurde.
Rob und Kristen gewannen diese. Ich freute mcih rießig, doch als ich die beiden dann wild knutschend auf der Bühen sah, verging mir das Lachen schnell wieder.
Ich schaute runter zu Neele, sie würde bestimmt tierisch eifersüchitg sein.
Doch ich sah niemanden auf ihrem Platz sitzen.
Die Arme, ihr war das wohl zu viel.
Als Martha und später auch Naischel richtung Ausgang verschwanden, wusste ich, das meine Vermutung stimmte.
„Maj ?!“, Alex wedelte mit seiner Hand vor meinem Gesicht herum.
„Oh ähm schuldige, ich war wohl zu sehr in Gedanken.
Was ist denn ?“
„Es ist Pause.
Willst du etwas Trinken oder Essen ?“
Ich nickte und folgte ihm nach draußen.
Hier war in der Zwischenzeit ein großes Buffet entstanden und mein Magen fing gleich an zu knurren.
Neele Pov
„Aber es bleibt dabei?“
Ihre Worte klangen immer wieder in meinem Kopf nach. Was konnte sie nur damit gemeint haben?
Und, was mich noch viel mehr beschäftigte, warum sagte mir Rob nicht, was sie gemeint hatte?
Ich kam nicht dazu, weiter nachzudenken, denn schon begann die Verleihung.
Rob saß neben mir und wirkte so ruhig, als ob ihn das alles nicht aufregen könnte, während ich nicht in der Lage war, still zu sitzen, als die Nominierten in der Kategorie „Best Fight“ vorgestellt wurden.
Beruhigend nahm er meine Hand, „Entspann dich mal!“, sagte er in genau dem Moment, als sein Name fiel, gemeinsam mit dem von Cam. Schnell gab er mir einen Kuss und stand dann auf, um auf die Bühne zu gehen. Hinter mir bewegten sich die Reihen als Cam an mir vorbei kam, er berührte mich kurz an der Schulter und ich bildete mir ein, dass er mir „Glückwunsch“ zuflüsterte, vollkommen unverständlich. Wieso gratulierte er mir? Ich wäre diejenige gewesen, die das hätte tun sollen, schließlich hatte er soeben einen MTV Movie Award gewonnen.
Ich bekam geradezu Schnappatmung, als Rob mit seiner unwiderstehlichen Stimme ein „Hello“ ins Mikrofon raunte. Nicht auszudenken, wie ich ausgerastet wäre, hätte ich zu Hause vor dem Fernseher gesessen.
Nach einer kurzen Rede saß mein Rob schon wieder neben mir, doch viel Zeit zu verschnaufen hatte er nicht.
Schon musste er wieder auf die Bühne um den Preis für die „Best Breakthrough Performance - Male“ .
Wie süß er war, als er erstmal seinen Zettel herausholen musste, weil er vergessen hatte, wem er danken wollte. Gleich zu Anfang dankte er den Fans und sah mich dabei ziemlich, ziemlich lange mit einem sehr, nun ja, ich nenne es mal intensiven Blick an. Ich vergaß zu atmen, konnte aber nicht von ihm wegsehen.
Endlich saß er wieder neben mir, seine Assistentin flüsterte ihm zu,
„Schau sie nicht so lange an, sonst brauchen wir hier noch einen Krankenwagen!“ verdutzt schaute er uns beide an.
„Nicht so wichtig!“, ich wurde rot.
Dann kam der Teil des Abends, der diesem unglaublichen Erlebnis auf einer Awardverleihung zu sein, ein jähes Ende setzen sollte.
Sandra Bullock und Ryan Reynolds präsentierten die Nominierten für die Kategorie „Best Kiss“. Je näher die Verkündung des Siegerpaars rückte, desto unruhiger wurde Robert neben mir. Ich warf ihm einen verwunderten Blick zu, doch er hatte keine Zeit mir Antworten zu geben, da ertönten schon ihre Namen, „Robert Pattinson and Kristen Stewart“ .
Ich freute mich ungemein für Robert, dass Kristen dabei war, nahm ich als lästiges Übel in Kauf. Er sahnte ja richtig ab heute, und doch hielt ich den Atem an.
Gemeinsam gingen sie auf die Bühne, Rob murmelte etwas ins Mikro, ich konnte es nicht verstehen, zu entsetzt war ich von seiner Bewegung. Er nahm sein Kaugummi aus dem Mund und drehte sich dann langsam zu Kristen.
Nein.
Das durfte nicht sein.
Immer näher kamen sich ihre Gesichter.
'STOP' wollte ich schreien, doch kein Ton kam aus meiner Kehle.
Dann trafen sich ihre Lippen, nicht kurz und nicht sachte, sondern zu einem leidenschaftlichen Kuss.
Aus Sekunden wurden Stunden.
Warum?
Warum tat er mir das an?
Kristen stöhnte, durch das Mikrofon vertärkt, hallte dieser Laut wieder und wieder in meinem Kopf nach.
Rob machte keinerlei Anstalten es zu beenden, er schien es zu genießen.
Warum hörte er nicht auf.
Ich merkte nicht, dass ich aufgestanden war, merkte nicht wie Tränen meine Haut benetzten.
Dann lief ich.
Lief, so schnell mich meine Beine trugen, stolperte über das ein oder andere Paar Beine, dachte nicht daran, mich zu entschuldigen.
Ich wollte weg. Fort.
Nur am Rande nahm ich war, dass die Tür geöffnet wurde, ohne darüber nachzudenken nahm ich diese Fluchtmöglichkeit dankend an.
Immer weiter rannte ich, dann hielt ich inne. Ich wusste, dass ich nicht ewig so weitermachen konnte. Sicherlich würden sie mir hinterherkommen.
„Wwww... Wwoo....“ mehr brachte ich nicht heraus, doch der Herr schien mich zu verstehen.
„Die nächste Tür rechts, dann sind sie auf der Damentoilette!“ ich sah ihn mit meinem verheulten Gesicht dankbar an und rannte wieder los.
Kaum angekommen schloss ich mich in der hintersten Kabine ein und setzte mich auf den geschlossenen Toilettensitz.
Ich ließ meinen Tränen freien Lauf, was blieb mir auch anderes übrig.
Das hatte Kristen gemeint.
„Aber es bleibt dabei?“
Ich dachte an den Blick, den er mir zugeworfen hatte und doch, er hatte genickt. Er hatte zugestimmt, hatte es mit ihr gemeinsam geplant.
Es war ihm gleich, wie sehr er mich damit verletzen würde, wie es mich demütigen würde.
Ich wurde geschüttelt von einem Heulkrampf.
Warum hatte er mir das angetan?
Warum?
Ich hörte, wie eine Tür aufging, ich versuchte so leise wie möglich zu sein und doch, ich könnte mein Schluchzen nicht unterdrücken.
„Neele? Neele, bist du da drin?“ Marthas Stimme. “Darf ich reinkommen?“ sie drückte die Türklinke herunter, ich war froh, dass ich abgeschlossen hatte.
„Neele, mach auf! Sofort!“ ich rührte mich nicht.
„Wenn du nicht sofort die Tür aufmachst, finde ich andere Mittel und Wege um da rein zu kommen!!“ drohte sie mir.
Doch ich hatte keine Angst, ich fühlte überhaupt nichts.
Ich wollte ihn hassen, doch ich konnte es nicht.
Ich fühlte mich leer.
Alles war egal.
Er war mir egal.
Und die nächste Erkenntnis sorgte dafür, dass ich doch wieder fühlte. Ich fühlte einen Schmerz im Herz.
Ich war ihm egal.

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