Naischel Pov
Nachdem wir uns endlich alle vor Marthas Zimmer zusammengefunden hatten, wollten wir zum Essen gehen ins hoteleigene Restaurant. Neele, Martha und ich liefen schon vor. Wo wohl die Männer blieben?
Egal, Martha und ich waren natürlich sehr gespannt auf das, was Neele uns über ihr erstes Mal zu berichten hatte. Das war ein Grund zum feiern und so bestellte ich für uns drei Flaschen Sekt.
Wir waren gerade dabei die dritte Flasche zu leeren, als Rob, Taylor und Kellan endlich zu uns an den Tisch kamen. Wir unterhielten mittlerweile das komplette Restaurant mit unser Lautstärke und der Restaurantchef war mehr als froh, als wir es verließen.
Ich lies mich brav, wie ich war, von Kellan bis auf unser Zimmer bringen. Martha hörte ich noch von weiter hinten mit Tay diskutieren, dass sie alleine laufen könne. Schnellen schrittes hörte ich Tay näher kommen, er hatte Martha über die Schulter geworfen und sie sah mich jetzt von oben herab grinsend an. „Sääähn wia uns morgäääääään?“ lallte sie mir entgegen.
„Sichääää, Fischstück Baby“, antwortete ich lallend zurück.
Kellan lachte laut los.
„Nah komm mein Fischstück, ab ins Bettchen, gute Nacht ihr zwei!“
Kellan zog mich mit sich und schloss hinter uns unsere Zimmertüre.
„Und was machen wir hetzt noch mein Liebstä?“
Ich versuchte verführerisch zu wirken, begann meine Shorts und mein Top auszuziehen, wobei ich fast den Boden unter den Füßen verlor, weil ich stolperte. Kellan fing mich sofort lachend auf.
„Schatz wir gehen jetzt ins Bett und du schläfst deinen Rausch aus“
Er hob mich hoch und legte mich sanft ins Bett.
Kellan entkleidete sich bis auf seine Boxershorts und legte sich neben mich. Sofort kuschelte ich mich an seine nackte Brust.
Sanft streichelte Kellan über meinen Rücken, ich seufzte.
„Isch lübbe düsch Kellan!“, nuschelte ich an seine Brust und schlief ein.
Am nächsten morgen wurde ich von einem leichten Windhauch geweckt. Irgendetwas fuhr sanft über meinen Rücken. Mit meinen Händen versuchte ich diese, nach meiner Ansicht, Fliege zu verscheuen. Ich vernahm ein leises Kichern neben mir und erschrak ruckartig und zwar so dass ich kurz um mich trat und hörte nur noch ein ersticktes Keuchen.
Sofort fuhr ich herum und setzte mich auf. Erstaunt sah ich in Kellans schmerzverzerrtes Gesicht.
„Oh mein Gott was ist passiert?“, fragte ich völlig perplex.
Kellan sah mich immer noch schmerzverzerrt an und hielt seine Hand in seinen Schritt. Ich sah an ihm herunten und mir stockte der Atem.
„Grosser Gott war ich das?“
Er atmete tief ein und nickte dann.
„Scheisse… wie… oh mein Gott..das tut mir so leid“
Ich sah ihn traurig an und rückte näher an ihn. „Es tut mir so leid…“
Kellan räusperte sich und zog mich in einer schnellen Bewegung zu sich, um mich zu küssen.
„Das sollte es aus, das hat wirklich weh getan“, murmelte er leise, zwischen unseren Küssen.
„Was kann ich tun, um es wieder gut zu machen?“, fragte ich und löste mich von ihm, aber nur um seinen Hals herunter zu seiner Brust zu küssen.
Er seuftze.
„Mir würde da schon was einfallen…aber vorher muss ich noch eine andere Sache mit dir besprechen“, erwiderte Kellan und schob mich sanft von sich, damit ich ihn ansehen konnte.
Gespannt sah ich in an, seine Augen strahlten und ich wusste nicht was das zu bedeuten hatte.
Fragend hob ich eine Augenbraue und schürzte die Lippen. Musste er mich denn immer so sehr auf die Folter spannen?
„Also heute ist unser letzter Tag in Italien, Rob und Kris müssen zu den Mtv Movie Awards nach LA. Naja und Taylor und ich wohnen ja in LA und….also…“
„Jetzt machs doch nicht so spannend Kellan“
Innerlich hoffte ich bereits, dass er mich fragen würde, ob ich ihn begleiten wolle.
„Ja also wir haben das ja so noch nicht besprochen, eigentlich wollte ich ja mit dir zusammen zurück nach Deutschland, aber jetzt trifft es sich, dass offenbar Martha und Neele, Rob und Tay begleiten und ich dachte du wolltest vielleicht auch…Es sei denn du hast was anderes vor…also..“
Irgendwie beschämt sah er zu Boden, war er etwa nervös?
Ich schmunzelte, seufzte und wartete bis er mich wieder ansah. Erwartungsvoll sah er mich an.
„Ich würde dich sehr gerne begleiten… aber ich werde nicht ewig in LA bei dir bleiben können. Das macht mein Chef nicht mit Kellan, aber ein paar Tage kann ich bestimmt noch rausschlagen“
Freudig nahm er mich in die Arme und küsste mich auf mein Haar.
„Das wird toll…. LA wird dir gefallen…Aber … was ist mit deinen Job? Wann musst du wieder anfangen? Ich dachte du arbeitest fürs Radio?“
„Ähm ja..“ Es war das erste mal dass wir über meinen Job sprachen, überhaupt über mein Privatleben. „Ich hab meine eigene Sendung bei unserem lokalen Radiosender, also in Frankfurt. Es ist toll, ich hab quasi Narrenfreiheit, es macht mir ungeheueren Spass und…“
Kellan sah mich eindringlich an, ihm schien mein Strahlen in den Augen nicht entgangen zu sein.
„Du vermisst es“
Ich nickte und biss mir dabei auf meine Unterlippe. Ja ich vermisste meinen Job, dass war bisher eines der wenigen Dinge, die mir Spass machten. Ich hatte zwar auch einen ganz normalen Beruf erlernt, aber er erfüllte mich einfach nicht und so war ich zum Radio gekommen.
„In LA gibt’s auch Radiosender…“, warf Kellan ein.
„Du weißt genau dass es darum nicht geht. Ich kann nicht für ewig herumreisen, ich hab Pflichten..ich…“
Sanft legte mir Kellan einen Finger auf meinen Mund.
„Komm erstmal mit, wir gehen zu den Awards und dann sehen wir weiter. Ich verlange nicht dass du von heute auf morgen dein ganzes Leben änderst, aber ich möchte dich einfach gerne bei mir haben. Du gehörst jetzt zu mir und wenn wir erst anfangen wieder zu drehen und die Promo für New Moon anfängt, werde ich kaum da sein, solltest du vorhaben in Deutschland zu bleiben“
Ich seufzte geknickt, ich wusste dass Kellan Recht hatte. Unsere Situation war mehr als frustrierend auf eine gewisse Art und Weise.
„Wir kriegen das hin , ich weiß es Schatz…weil wir uns lieben…weil du jetzt mein Leben bist, auch wenn es verrückt klingt, nach so wenigen Tagen, aber es ist so wie bei Edward und Bella..wenns erst Klick gemacht hat..dann…“
„…dann passt es einfach“, unterbrach ich ihn lächelnd.
„Genau… Ich möchte keinen Tag mehr ohne Dich sein“, erwiderte er, nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich stürmisch.
Außer Atem lösten wir uns voneinander. Wahnsinn jeder seiner Küsse, bracht mich immer noch total um den Verstand.
Unser Zimmertelefon klingelte. Kellan nahm grinsend ab.
„Hey Tay, aber sicher kommt mein Baby mit…Frühstück, spitzen Idee. Ja bis gleich“.
Nachdem er aufgelegt hatte, zog mich mit sich aus dem Bett. „Komm wir gehen Früstücken“
Martha Pov
Lachend kamen wir auf dem Zimmer an.
Taylor hatte mich gegen meinen Willen einfach mitgenommen. Heimlich versuchte ich zu fliehen, doch er kam mir zu vor und schleppte mich nun ins Schlafzimmer.
Stürmisch schmiss er mich aufs Bett und legte sich über mich. Grinsend sah er mich an.
"Du bist so süß wenn du betrunken bist, anstrengend aber süß"
"Ich liebe dich...", flüsterte Tay und zog mich zu sich.
Er legte sich neben mich und hielt mich einfach nur im Arm fest, so schlief ich auch ein.
Am nächsten Morgen streckte ich mich und drehte mich zu meinem Schatz.
Lächelnd sah er mich an und streichelte mir über die Wange.
"Hast du dich erholt meine Schönheit?"
"Ja hab ich, hoff du hast auch gut geschlafen"
Vorsichtig gab ich ihm einen Kuss auf den Mund und kuschelte mich an ihn.
"Darf ich dich fragen was du Arbeitest? Also in Deutschland, oder gehst du noch zur Schule?", fing er an mich zu löchern.
"Nein ich arbeite bei Plus und such ne Ausbildung. Aber wieso frägst du das?"
"Was ist bitte Plus?"
Ich fing an zu lachen, natürlich wusste er das nicht, immerhin ist das ein Deutscher Supermarkt
"Ach das is ein Supermarkt in Deutschland, ich räum da so Regale ein und sitz an der Kasse, nichts welt bewegendes"
"Aha, interessant, kannst du den Job einfach so aufgeben und vielleicht in LA nen neuen beginnen?"
Mit aufgerissenen Augen blickte ich ihn an.
"Ist das jetzt dein Ernst?", fragte ich ungläubig.
"Eigentlich müsstest du gar nicht Arbeiten, aber sonst ist dir so langweilig wenn ich am Set bin"
Lachend blickte ich ihn an.
"Du wieder, darum geht es mir nicht. Ich meine ob es dir wirklich ernst ist das du mich mit nehmen willst"
"Natürlich was denkst du den? Am besten wäre es du ziehst gleich nach LA!"
"Aber wieso das alles? Ich kann das nicht glauben"
Er seuftze, nahm mein Gesicht in seine Hände und blickte mir in die Augen.
"Weil ich dich verdammt nocht mal liebe, versteh es endlich und jetzt sag ja oder ja!"
Ohne zu Antworten küsste ich ihn stürmisch.
"Das ist wohl ein ja, lass uns essen gehen. Also hob unter die Dusche mit dir"
"Nur wenn du mit kommst", verführerisch lächelte ich ihn an und schleppte ihn mit unter die Dusche.
Nachdem wir uns ausgiebig vergnügt hatten, rief Taylor bei Kellan an.
10 Minuten später standen wir vor unseren Türen.
Naischel grinste mich mit einem übermenschlichem Lächeln an, bestimmt sollte sie auch mit Kellan mit.
"Wie gehts? Weißt du schon das neueste ich flieg mit Kellan nach LA"
Sie versuchte cool zu wirken aber hatte es nicht geschafft, den nachdem sie ihren Satz zu ende gesprochen hatte, fielen wir uns in die Arme und sprangen im Kreis.
"Ich weiß, mich Tay auch gefragt!"
"Und ich geh auch mit auf die MTV Awards!"
Ich stoppte und sah sie verdutzt an.
"Mich hat man noch nicht gefragt", sagte ich gespielt beleidigt und blickte zu ihm.
"Das ist doch klar das du kommst oder? Was du dir wieder denkst, mein Agent hat schon rum telefoniert und dir ein perfektes Outfit zusammen gestellt"
"Ein Outfit? Wie soll ich das zahlen?"
Verdammt hätte ich doch nur mein Geld gesparrt.
Taylor kam einen Schritt auf mich zu und nahm mich in den Arm.
"Darum musst du dir keine Sorgen machen, ab zum Essen"
Heute war mein Glückstag, na ja war es über eine Glückswoche, seit ich mit Taylor zusammen bin.
Grinsend sah ich ihn an und gab ihm einen Kuss, welchen er mit einem Lächeln annahm.
Neele Pov
Es war bereits Mittag, ich musste lange geschlafen haben. Von den Anderen war weit und keine Spur zu sehen, also ging ich alleine zum Buffet. Ich entschied mich für leichte Kost, zwar war mir nicht übel, aber ich wollte meinen Magen auch nicht überstrapazieren.
Nach dem Essen, ich hatte immernoch keinen meiner Freunde gesehen, entweder schliefen sie noch oder ich war mal wieder zu spät dran gewesen, vermutlich letzteres, ging ich hoch in mein Zimmer. Ich stutzte beim Eintreten, ein Kleid lag auf dem Bett, in einem dunklen grün, schlicht aber elegant. Knielang, die Träger liefen im Nacken zusammen. Was hatte er vor? Ich wusste, dass ich es vermutlich erst heute Abend erfahren würde. Ich beschloss, das Kleid nicht weiter zu beachten und begann meine Kleider, welche ich in alter Gewohnheit im ganzen Zimmer verstreut hatte einzusammeln, zusammenzulegen und in diverse Koffer zu verfrachten. Ich brauchte fast drei Stunden, bis ich fertig war.
Erneut blieb mein Blick an dem grünen Kleid hängen, doch eine Idee hatte ich immernoch nicht. Seufzend begab ich mich in unser gemeinsames Zimmer und begann, dort aufzuräumen. In Robs Anwesenheit hatte ich mich zusammengerissen, sodass ich nicht lange zu suchen brauchte.
Inzwischen war es später Nachmittag und ich beschloss, noch einmal in den Fitnessraum zu gehen, ich wollte meine Freizeit wenigstens sinnvoll nutzen. Als ich dort fast fertig war vibrierte mein Handy, eine SMS von Rob: "Ich bin in etwa 2 Stunden bei dir!" Nun, jede Frau würde mir zustimmen, dass 2 Stunden sehr knapp waren, um sich so fertig zu machen, dass man zu einem eleganten Kleid passte. Hektisch beendete ich mein Training.
In unserem Zimmer angekommen sprang ich unter die Dusche, ich war so in Eile, dass ich mir beim Rasieren meiner Beine natürlich ins Bein schnitt, glücklicherweise nicht tief, man würde hoffentlich nichts sehen. Meine Haare fönte ich, bevor ich sie mit dem Glätteisen bearbeitete. Ich trug ein wenig Make Up auf, sowie grünen Lidschatten und Wimperntusche, zufrieden schaute ich mich im Spiegel an. Nur mit einem Handtuch bekleidet und in der Hoffnung, dass mich niemand sehen würde wechselte ich die Zimmer. Ich schlüpfte in das Kleid und betrachtete mich in der großen Spiegeltür des Kleiderschrankes. Ashley hatte wieder einmal goldrichtig gelegen, das grün des Kleides passte zu meinen Augen, ich legte mir silbernen Schmuck an und war gerade in meine silbernen Sandalen geschlüpft, als es auch schon an der Tür klopfte. Mein Herz überschlug sich fast vor Aufregung, ich öffnete die Tür und staunte nicht schlecht. Rob trug einen schwarzen Anzug, darunter ein weißes Hemd und eine, ich musste zweimal hinschauen, dunkelgrüne Krawatte.
"Du siehst umwerfend aus!" bewundernd sah er mich an.
"Danke!" ich merkte, wie ich errötete, "Das kann ich nur zurückgeben!"
"Wollen dir dann?" er bot mir seinen Arm an, den ich nur zu gerne annahm.
"Wo gehen wir denn hin?"
"Überraschung!", er tat geheimnisvoll. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl ein Stockwerk nach unten, bevor die Tür aufging fragte er mich "Vertraust du mir?"
Erstaund blickte ich ihn an. "Natürlich vertraue ich dir!"
"Gut. Dann schließe jetzt bitte die Augen. Ich führe dich!" versprach er. Zwar war ich mir nicht sicher, ob es so eine gute Idee war, dass ich mit geschlossenen Augen auf hohen Schuhen durch das Hotel ging, doch ich sagte nichts und schloss die Augen. Er nahm meine Hand und legte den Arm um mich, dann führte er mich aus dem Fahrstuhl und einen Gang entlang. Dann hörte ich einen Tür aufgehen, bevor wir weitergingen. Plötzlich spürte ich einen Luftzug. "Augen auf!" flüsterte er leise.
Ich wollte meinen Augen nicht trauen. Wir standen auf einem kleinen Balkon mit Meerblick. In der Mitte stand ein kleiner Runder Tisch, überall waren Kerzen und Rosen verteilt. Ich drehte mich um, das Balkon gehörte zu einem Hotelzimmer, welches über und über mit Rosen und weiteren Kerzen bedeckt war.
"Gefällt es dir?"
"Gefallen? Es ist... unglaublich! Wunderschön! Kaum zu beschreiben!" ich holte Luft. "Und das alles nur für mich?" Er lächelte sein schiefes Lächeln.
"Wollen wir uns setzen und erstmal etwas essen?" ich stimmte zu und er schob den Stuhl unter mich, als ich mich setzte. Was für ein Gentleman.
"Wieso machst du das alles?" ich konnte es kaum glauben.
"Warst du nicht diejenige, die es einmal romantisch haben wollte? Here we are!"
Als wir zuende gegessen hatte, ich war konsequent geblieben und hatte nur Wasser getrunken stand er auf. Ich tat es ihm gleich.
Er legte seine Arme um mich und sah mich durchdringend an. Unsere Lippen trafen sich, erst sanft, dann wurde der Kuss leidenschaftlicher. Mit einer fließenden Bewegung hob er mich hoch und trug mich auf das Bett.
Es war, wie würde der Engländer sagen "totally different" vom ersten Mal. Nun, da ich wusste, was mich erwartete, konnte ich es noch mehr genießen.
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