Naischels Ideen waren berüchtigt, soviel hatte ich gelernt und nicht immer waren ihre Mitmenschen von ihnen angetan. So war es auch jetzt, was für eine Schwachsinnsidee, ehrlich, 'Neele wird schwanger' – gut, ich war ja nicht direkt schwanger, aber zumindest würden das dann alle denken. Nein, sie dachten es bereits. Ich hatte ja keine Chance gehabt, das alles abzubügeln und so waren wir tatsächlich, nachdem wir sichergestellt hatten, dass uns die Fotografen folgen würden, zuerst in einer gynäkologischen Praxis gewesen und hatten uns dann über zwei Stunden in einem Geschäft für Babysachen aufgehalten. Mit einer Tüte waren wir herausgekommen und natürlich fotografiert worden.
Wir aßen mit Naischel und Kellan zu Abend, David hatte den Cast ausnahmsweise früher gehen lassen, dann zogen wir uns auf unser Zimmer zurück. Während Rob duschte, zappte ich durch die Sender im TV. Wie der Zufall es wollte, wurde auf einem der Sender gerade die Wiederholung der ersten Staffel 'Hannah Montana' angekündigt. Mir war klar, dass es für eine 19-Jährige vielleicht ein wenig peinlich war, dass sie Hannah Montana guckt. Aber, hey, ich war auch in Robert Pattinson verliebt gewesen und der war ein Star. Ja, jetzt war ich mit ihm zusammen, aber es ging ums Prinzip. Ich machte es mir auf dem Bett bequem und machte mich bereit für die erste Folge.Rob kam, nur mit einem Handtuch um die Lenden, aus dem Badezimmer, sein Haar tropfte noch. Ich sah ihn beinahe lüsternd an, er sah einfach zu gut aus. Und er war mein. Nur mein. Kristen hatte nichts zu melden, schon gar nicht nach der heutigen Baby-Aktion. Innerlich feierte ich bereits. Er kam auf mich zu, setzte sich neben mich. Ich spürte seinen Atem an meinem Hals, dann.... tropfte er mich voll.
„Ihhhh, du tropfst.“ Er lachte.
„Soll ich mich etwa erstmal anziehen, bevor ich bei dir sein darf?“ Ich sah an ihm herunter.
„Ehm, nein, ich glaube, ich mag dich so gerade ganz gerne.“ Grinsend schob er seine Hände unter mein Top. Im selben Moment begann die erste Folge im TV. Langsam zog er mir mein Top über den Kopf und begann, meine Schultern zu küssen. Ich machte mich an seinem Handtuch zu schaffen, als mein Blick kurzzeitig auf den Bildschirm fiel. Gerade war die Szene, in der Miley sich die ganze Hand voll Ketchup pumpte. Als sie dann auch noch etwas von 'Feuchtigkeitscreme' faselte, konnte ich nicht mehr an mich halten. Ich prustete lauthals los. Im gleichen Moment war es mir furchtbar peinlich, was sollte er nur von mir denken? Warum passierte das immer mir? Rob hielt mit seinen Liebkosungen inne und sah mich Stirn runzelnd an.
„Könnte es sein, dass du nicht ganz bei der Sache bist?“
„Du hast mich erwischt.“
„Na, Hannah Montana ist ja auch nicht gerade der richtige Hintergrund für... na ja, das was ich eigentlich vorhatte.“ er lächelte schief, dann legte er sich ins Bett, noch immer nur mit dem Handtuch bekleidet und zog mich mit sich.
„Was wird das jetzt?“
„Na, wir beide gucken jetzt Hannah Montana und was danach folgt... schauen wir mal, was meinst du?“ Ich sah ihn fassungslos an. „Nicht?“
„Ehm doch.. aber, es ist Hannah Montana und...“
„Ich muss es doch nicht gucken, es gibt viel besseres, was ich mir stattdessen angucken kann.“ sanft strich er mir über die Schulter.
„Aber, wenn du das machst, dann kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren.“
„Hm... was machen wir denn da?“ nun begann er, meine freie Schulter abwärts zu küssen.
„Ohhh das ist total unfair jetzt.“ protestierte ich, während er sich nicht beirren ließ. Meinen ganzen Rücken bedeckte er mit Küssen, seine Hände schob er um mich herum, streichelte meinen Bauch, unbewusst zuckte ich unter ihm weg – ja, er wusste, dass ich kitzelig war – was ihn nicht davon abhielt, weiter zu machen. Nun schob er mir auch noch langsam, aber sicher, meine Jogginghose herunter. Dieser Mann verdrehte mir absolut den Kopf. Seine Lippen hatten die Position gewechselt, sie waren an meinen angelangt, berührten sie kurz, bevor er sanft anfing an meinen Lippen zu knabbern. Wenn er dies tat konnte mich nicht mehr beherrschen, und dessen war er sich selbstverständlich absolut bewusst. Ich öffnete meinen Mund und sofort fand seine Zunge ihren Weg zu meiner. Sie berührten sich immer nur kurz, doch jedes Mal durchzuckte es mich, jedes Mal wurde mir wärmer. Ich spürte, wie meine Mitte heißer und feuchter wurde. Es war wie eine angenehme Folter, als er mir unendlich langsam meinen Tanga herunterstreifte. Er zeichnete mit seinem Finger eine Linie vom Bauchnabel abwärts, in Bögen verließ er seinen Pfad zu meiner Mitte immer wieder kurz vor dem Erreichen eines Ziels. Endlich war er angekommen, vorsichtig drang er mit seinem Finger in mich ein. Und er wusste, was er tat. Wenn er sich in mir bewegte, brachte er mich nahe an meinen Orgasmus, wusste doch immer, wann er aufzuhören hatte, nein, wann er aufhören wollte. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus.
„Bitte, Rob, ich will dich ganz in mir spüren.“
„Aber Hannah Montana...“
„Ist jetzt verdammt noch mal egal. Los jetzt.“
„Ich bitte doch um die richtige Stimmung.“
„In Ordnung, noch mal auf Anfang.“ Mir vollends bewusst, dass sich sein Finger immer noch in mir befand, wiederholte ich „Ich will dich ganz in mir spüren, alles von dir an mir spüren.“
Er gab mir einen leidenschaftlichen Kuss, während er seinen Finger gegen sein bestes Stück tauschte. Erst bewegte er sich langsam in mir, doch wir beide wussten, wir standen kurz vor unseren Höhepunkten. Auch ihn hatte seine Aktion einiges an Selbstbeherrschung gekostet. Seine Bewegungen wurden schneller, härter drang er in mich ein. Wieder und wieder traf er meinen empfindlichsten Punkt, ich krallte mich in seinen Rücken, als ich meinen Höhepunkt erreichte und laut0 aufstöhnte. Er kam nur kurz nach mir, auch er stöhnte erleichtert, als er sich in mir ergoss.
Eine Weile blieben wir so liegen, ich genoss seine Nähe, genoss es, ihn so nahe zu spüren. Wir brauchten keine Worte, um zu wissen, was der andere dachte.
Die Nacht verbrachten wir eng aneinander gekuschelt, keiner von uns wusste, was uns am nächsten Tag erwarten würde.
Am nächsten Morgen duschten wir gemeinsam, Rob ging vor mir ins Restaurant, ich hatte noch etwas zu erledigen. Kaum, dass er die Tür hinter sich zugezogen hatte, schaltete ich den Laptop an. Ich gab meinen Namen bei Google ein und sofort hatte ich die Schlagzeilen gefunden. Sämtliche Internetportale und Zeitungen schienen darüber zu berichten.
Auf dem Weg ins Restaurant hielt ich an dem kleinen Laden, in unserem Hotel an und kaufte von allen Zeitungen und Zeitschriften, die über mich berichteten. Ich steckte sie in einen Stoffbeutel und eilte dann zu Rob.
Kurz darauf machten wir uns auf den Weg zum Set. Rob verabschiedete sich mit einem langen Kuss von mir, dann machte er sich auf den Weg zu David.
Als Naischel endlich kam, wartete ich bereits ungeduldig auf sie. Breit grinste ich sie an.
„Willst du´s mir sagen oder muss ich raten?“, fragte sie amüsiert.
„Offenbar hat sie die Schlagzeilen bereits gelesen, du wie es scheint offenbar nicht, komm“ Ich zog sie in Robs Auto, dort holte ich die Zeitungen aus der Tasche und hielt sie ihr vor die Nase. Sie seufzte, dann grinste sie, während sie las.
Sie sah die Bilder von ihr und mir, als wir die gynäkologische Praxis betraten, Bilder von uns im Babyladen... Und darüber die Schlagzeilen.
´Happy End in Vancouver – Wird Rob Pratz Daddy?´oder ´Rob Pattinsons Freundin schwanger, folgt jetzt die Traumhochzeit?´
Sie lachte.
„Ist das nicht geil, du hattest Recht, es hat geklappt“, jubelte ich.
„Hat Rob die gesehen?“
„Wo denkst du hin, natürlich nicht, aber sie hat sie gesehen. Sie ging heute Morgen an mir vorbei und wenn Blicke töten könnten, wäre ich tot. Glaub mir ich hab mir auch noch freudestrahlend über den nicht vorhandenen Bauch gestrichen und ihr dabei ins Gesicht gegrinst, da hat sie sich empört weggedreht und ist zu Nikki gerannt“
„Hahahaha, wie geil ist das denn, das hätte ich dir gar nicht zu getraut. Respekt. Lass sie uns noch ein bisschen mehr ärgern, gehen wir ans Set“
„Na klar“, ich lachte immer noch und wir beide gingen gemeinsam wieder in Richtung Set.
Kristen stand während der Tagesbesprechung neben Nikki und Elizabeth, Naischel und ich stellten uns demonstrativ zu Taylor, Peter, Kellan und Rob. Ich drückte mich nah an Rob, schenkte ihm einen verliebten Blick. Ich war mir sicher, dass Kristen uns beobachtete.Rob legte seine Hand um meine Hüften und strich liebevoll über meinen Bauch. Das hatte er natürlich vollkommen unbewusst gemacht, unwissend, was Kristen nun dachte. Die schnaubte wild.
„So dann lasst uns anfangen, alle auf Position“, beendete David die Besprechung und alle begaben sich auf Position.
Naischel und ich blieben im Hintergrund, wir wollten nicht noch einmal vom Set fliegen, nur weil Madame sich gestört fühlte.
In der Mittagspause trafen wir wieder auf unsere Männer und wir gingen gemeinsam Essen.
Naischel und ich aßen meist nur einen Salat und tranken dazu eine Cola. Die Stimmung war gut, bis Kristen an den Tisch kam. Sie strahlte irgendetwas aus, was mir nicht gut vorkam. Naischel und mich würdigte sie keines Blickes, sie wandte sich mit einem falschen Lächeln sofort an Rob.
„Kann ich mich zu euch setzen?“
„Sicher“, antwortete er und ich sah ihn böse an. Geht’s noch?
Kristen setzte sich ihm genau gegenüber und grinste ihn noch immer an.
„Was ist Kris, hab ich irgendwas im Gesicht?“, fragte er.
„Nein, ganz und gar nicht…du siehst nur so glücklich aus, das ist alles“
„Na das liegt vielleicht daran dass ich glücklich bin“, und er sah mich verliebt an. Mir wurde ganz warm um's Herz.
„Ach ja, richtig… Herzlichen Glückwunsch, dabei dachte ich immer du willst so schnell keine Kinder“. Diese dämliche...........
Es klirrte, als Kellans Gabel auf den Teller fiel, er sah schockiert von Naischel zu Rob. Ich blickte panisch zu Naischel, so hatten wir uns das nicht gedacht. Mein Hass auf Kristen brodelte wieder in mir auf. Was sollte ich jetzt nur tun? Angstvoll sah ich Rob an, doch nicht das, was ich erwartete, trat ein.
„Kristen, das, was zwischen mir und Neele ist, geht dich nichts an.“
Kristen schnaubte, SIE hatte das sicherlich auch nicht so geplant.
„Bitte, wie du meinst.“ sie stand auf und stieß dabei so an den Tisch, dass ihr Glas mit voller Wucht umkippte und das gesamte Getränk auf meinen Teller floss.
„Du dämliche...“ Rob unterbrach mich.
„Schatz, hast du Lust einen kleinen Spaziergang mit mir zu machen?“ er sah mich an, doch die betont freundlichen Worte passten nicht zu seinem Blick...

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