Mittwoch, 4. November 2009

Das Kristen Drama

Neele Pov

Als Rob und ich uns aus unserem Kuss lösten standen wir alleine im Gate, die anderen waren alle schon gegangen.
Er sah mich an, "Ich habe noch etwas für dich!" Ich war erstaunt. Aus seiner Tasche zog er eine Sonennbrille, sie war ähnlich geformt wie seine, nur ein bisschen femininer und komplett in schwarz, ohne Metall. Er setzte sie mir auf.
"Passt!" befand er, "Dann passen wir jetzt auch zusammen!"
Ich wusste, dass er meine eigene Sonnenbrille nicht mochte. Sie war braun und hatte an den Bügeln kleine Strasssteine eingesetzt. ICH mochte meine Brille, doch ich musste zugeben, dass er bei der neuen guten Geschmack bewiesen hatte!
"Und was machen wir jetzt in unserer freien Zeit?" ich sag ihn fragend an.
"Wie wäre es, wenn wir uns in ein Cafe setzen? Das wird es hier in Deutschland bestimmt auch am Flughafen geben oder?"
Ich tat beleidigt.
"Natürlich gibt es das hier. Aber ich dachte, du wolltest mir den bösen Rob zeigen, den ich noch nicht kenne?"
Er zog mich zu sich, "Das läuft dir nicht weg, meine Liebste. Wie ich vorhin gesagt habe, es gibt hier mit Sicherheit noch mehr Toiletten. Und im Flugzeug werden wir auch noch lange genug sitzen." Ich staunte nicht schlecht über seine Worte, ich hätte nicht gedacht, dass er so dachte. Weiterhin tat ich beleidigt und ging einige Schritte vor ihm, mit einem miesepetrigen Gesichtsausdruck. In genau diesem Moment sah ich die Paparazzi, die bereits ihre ersten Fotos von uns machten. Wunderbar, ich wusste schon, wie die neuen Schlagzeilen aussehen würden "Dicke Luft bei Pattinson und seiner Freundin" und so weiter. Ich hielt an und schlang die Arme um Rob's Hüfte, er legte seinen Arm um meine Schulter, schien aber verwundert.
"Die Paparazzi, ich versuche zu retten, was noch zu retten ist!" Er seufzte und gab mir einen Kuss auf mein Haar.

Wir setzten uns in ein kleines Café direkt neben McDonalds, wo wir Tay und Martha sahen. Und zwei Mädchen, die gerade hochrot von den beiden wegstürmten. Ich musste unbedingt dran denken, sie nachher zu fragen, was passiert war.
Da es scheinbar keine Bedienung gab, stand ich auf um uns etwas zu holen. Rob wollte einen Kaffee und ein Stück Kuchen, zum Glück gab es keine Schlange, sodass ich schnell wieder bei ihm sein würde. Nachdem ich bezahlt hatte ging ich zurück zu unserem Tisch. Mein Platz war besetzt, ich blieb stehen und beobachtete die Szene. Sie war hübsch, braune Haare, relativ blass. Sie erinnerte mich ein wenig an Kristen. Mein Magen zog sich zusammen, sie erinnerte mich zu sehr an Kristen. Sie unterhielten sich, es wirkte nicht gezwungen.
Schnell setzte ich meinen Weg fort und stand schließlich am Tisch, Rob schien mich nicht bemerkt zu haben. Angesäuert stellte ich das Tablett ein wenig zu geräuschvoll ab, mein Cappuchino schwappte ein wenig über.
Erstaunt sah er mich an, er schien sich zu wundern, weshalb ich so ein saures Gesicht machte. Die Andere machte keine Anstalten, mir meinen Platz wieder zu geben.

"Ja also es war wirklich sehr nett, dich kennen zu lernen!" Rob lächelte sie an. Verstand sie diesen verbalen Rausschmiss denn nicht? Das war doch der Wink mit dem Zaunpfahl... nein, mit dem ganzen Lattenzaun!
"Soll ich es dir übersetzen oder was? Das hieß soviel wie 'Goodbye!'!"
"Ganz ruhig, ich habe ihm nur gesagt, dass wir in Deutschland Rauchverbot haben, als er sich eine Zigarette anstecken wollte."
"Ach und dafür musst du dich hier hinsetzen? Und dann gleich mal schön meinen Freund anmachen?"
"Er saß hier ganz alleine und ich weiß wer er ist, da liegt das doch nahe, oder? Außerdem hättest du ihn ja nicht alleine hier sitzen lassen müssen, so ein Schnuckelchen!" Sie klimperte Rob mit ihren falschen Wimpern gekünstelt zu. Der blickte nur völlig verständnislos zwischen uns hin und her.
"Boah jetzt reichts!! Was bildest du dir eigentlich ein? Zieh Leine, du siehst ihr nicht nur ähnlich, du bist genau so eine Bi*** wie Kristen !!! Ich schubste sie vom Stuhl und setzte mich. Wutschnaubend dampfte sie ab. Endlich.

Ich trank ein paar Schlucke meines Cappuchinos und verbrannte mir natürlich sofort den Gaumen. Ich musste mich erstmal beruhigen, was hatte sich diese Person denn eingebildet? Klar, Rob war berühmt und so ziemlich jede Frau, meine beste Freundin vielleicht mal ausgeschlossen, war verrückt nach ihm. Aber trotzdem, sowas macht man einfach nicht!! Das war zumindest meine Überzeugung.

Mein Blick ging zu Rob, doch er schaute micht nicht an. Ich fragte mich, was er hatte, warum er nicht dankbar oder so schien. Immerhin hatte ich ihn gerade vor einem Fan gerettet und ihm meine Liebe quasi bewiesen, was wollte er denn mehr?
Jetzt sah er mich an, sein Blick schien wütend zu sein, was ich nicht verstehen konnte.
"Was ist denn mit dir jetzt los?" fragte ich ihn.
"Was hast du zu ihr gesagt?"
"Dass sie die Fliege machen soll. Hat etwas gedauert aber sie hat es ja schlussendlich doch noch kapiert!"
"Das meine ich nicht. Ich kann kein Deutsch, aber Kristen und Bi*** habe ich verstanden. Und du hast sie in einem Atemzug genannt. Was sollte das?"
"Ich habe nur meine Meinung gesagt, ich dachte du freust dich, dass du sie los bist!"
"Soll ich dir jetzt dankbar sein? Dafür, dass du meine sehr gute Freundin eine Schlampe nennst?"

Jetzt wurde ich erneut wütend, seine "sehr gute Freundin"? Was sollte das denn jetzt heißen? Die Eifersucht kochte wieder in mir hoch.
"Ach, deine "sehr gute Freundin" ich verstehe, sie ist natürlich toll. Soll ich mich jetzt entschuldigen, weil ich meine Meinung über sie gesagt habe??"
"Das wäre auf jeden Fall angebracht! Kristen ist eine wunderbare Frau! Du hast nicht das Recht so über sie zu reden! Das hat sie nicht verdient!"
"Na, wenn du das so siehst brauchen wir da ja gar nicht weiter drüber zu reden!!" Ich stand auf und ließ ihn einfach sitzen, schnell zog ich meine alte Sonnenbrille aus der Tasche um die Tränen, die zu fließen begannen zu verstecken. Schnell blickte ich auf die Uhr, ich hatte noch etwas Zeit, doch ich wollte nur weg von dem Café also beschloss ich, schonmal ins Gate zu gehen.
Auf meinem Weg kam ich an einem Zeitschriftenladen vorbei und sah die Schlagzeile der Bravo:
<>
Noch mehr Tränen flossen.
Am richtigen Gate angekommen setzte ich mich auf einen Sitz am Fenster und ließ meinen Tränen freien Lauf.

Naischel und Kellan kamen etwas später Händchen haltend sie lachten und machten Witze. Sie bemerkten mich nicht und ich war froh darüber, ich wollte jetzt nicht reden.
Sobald der Flieger bereit war um uns aufzunehmen ging ich zu der Stewardess und zeigte ihr meine Karte.
"Ist es möglich, dass ich einen anderen Platz bekomme? Oder ist der Flug ausgebucht?"
Ich bekam einen anderen Platz und setzte mich ans Fenster. Ich hörte, wie auch Naischel und Kellan den Flieger betraten. Kurz nach ihnen kam Rob. Ich hörte, wie Naischel sich nach mir erkundigte, hörte aber nicht, was er antwortete.

"Werte Fluggäste, in wenigen Augenblicken werden wir starten..." begann die Stewardess ihre Ansage. Naischel wurde hektisch und ging zu ihr. Martha und Tay kamen soeben reingestürmt, ich ahnte weshalb sie zu spät waren.
"Es fehlt noch jemand! Wir können noch nicht los! Es fehlt noch jemand, Neele ist noch nicht an Bord!"
"Doch doch, die ist schon hier!"
Naischel schien der Stewardess nicht zu glauben, ging aber den Gang entlang. Ich versuchte mich möglichst klein zu machen, ich wollte nicht, dass ich entdeckt wurde. Keine Chance.

"Neele! Hier bist du ja! Warum sitzt du nicht bei uns?" sie klang erstaunt.
Ich war froh, noch immer meine Brille aufzuhaben, so wurde das Ausmaß meiner Tränen vielleicht nicht so deutlich. Doch offensichtlich blieben nicht alle Tränen verborgen.
"Oh!" entfuhr es ihr. Ich schluchze laut auf, konnte mich nicht mehr zurückhalten. Sie setzte sich neben mich und legte den Arm um mich.
"Was ist passiert??", doch ich konnte nicht antworten, brachte nur "Kristen" heraus.


Naischel Pov

Ich schleppte Kellan durch den ganzen Dutyfreeshopbereich und letztendlich landeten wir im Body Shop, bei meiner alten Klassenkameradin Cosi. Sie rastete völlig aus, als ich den Laden betrat.
„NAAAIIIIIIIISCHEL!“ schrie sie völlig außer sich und rannte mir in die Arme. „Mensch, wie lange ist das her?“
Ich erwiderte ihre Umarmung. „Oh Cosi zu lange, wie geht’s dir?“
„Prima Süße, aber erzähl mal wers denn das Schnuckelchen da an deiner Seite?“
Ich musste grinsen, während Kellan nur fragend eine Augenbraue hob.
„Ja also das ist Cosi, Kellan – Cosi“, erklärte ich schmunzelnd, während sich beide die Hand reichten.
Cosi war sofort in ihrem Element und fing an Kellan zuzutexten.
„Sie ist sehr gesprächig“, flüsterte Kellan mir grinsend zu.
Wir unterhielten uns kurz und Cosi machte noch ein paar Fotos mit Kellan, dann mussten wir uns auch schon wieder verabschieden.
Gemeinsam gingen wir zurück zum Gate. Unser Flieger war zum Einsteigen bereit, wir setzten uns immer noch lachend auf unsere Plätze in der First Class.
„LA wird dir gefallen, aber ….“
„Aber was?“, fragte ich neugierig und sah ihn mit großen Augen an.
„Ich hab völlig vergessen, dass ich dann nach Chicago muss. Ich soll doch in diesem Elm Street Remake mitspielen und sie wollen anfangen zu drehn“, erklärte Kellan traurig.
„Hm… das ist ja doof und ich hatte mich so sehr auf Los Angeles gefreut…aber Chicago wird bestimmt auch ganz nett sein oder?“, gab ich grinsend zurück. Kellans Augen wurden immer grösser und es machte sich ein großes Grinsen auf ihm breit. Sein Gesicht kam dem meinem immer näher und er sah mir tief in die Augen.
„Heißt das du kommst mit?“
„Komisch ich dachte dass sei dein Plan, dass wir zusammen….“ weiter kam ich nicht, denn da lagen seine Lippen schon auf meinen.
„Baby natürlich will ich dich dabei haben. Chicago wird dir gefallen, aber wenn ich drehe werde ich nicht viel Zeit haben“
„Ach ich werde mir die Zeit schon vertreiben…“,grinste ich zurück.

Rob betrat den Flieger und ich wunderte mich wo Neele war, also stand ich auf und lief zu Rob, der sich gerade auf seinen Platz setzte.
„Hey wo hast du Neele gelassen?“, fragte ich erstaunt und lies mich neben ihn in den Sitz fallen.
„Ich? Die ist doch einfach abgehauen?“, antwortete er gereizt. Er war völlig aufgebracht, so hatte ich ihn der Woche nie erlebt.
„Ähm alles klar bei euch? Was denn los?“
„Nichts!“
„Klar deswegen bist du auch so…ich würd mal sagen SAUER?“, hackte ich nach. Ich merkte doch dass da was nicht stimmte.
„Bitte Naischel, lass gut sein… Die kleine macht mal wieder aus einer Mücke nen Elefanten und ich will…es ist nichts verstanden!“
„Oh ja sicher“, antwortete ich ebenfalls gereitzt und wollte mich wieder auf meinen Platz setzen, als die Stewardess gerade verkündete, dass wir starten wollten.
Ich wollte gerade zu ihr gehen und sie um eine Startverzögerung bitten, als endlich Martha und Tay zu uns kamen. Gut, die zwei waren immerhin da, aber wo steckte Neele.
Ich fragte die Stewardess freundlich, aber sie sagte mir dass Neele bereits an Bord sei und deutete mir die Richtung. Das konnte doch nicht sein, Neele sass doch gar nicht neben Rob. Ich ging den Gang entlang und sah plötzlich am Fenster in der letzten Reihe der First Class Neele zusammengekauert auf ihrem Sitz sitzen.
"Neele! Hier bist du ja! Warum sitzt du nicht bei uns?" fragte ich erstaunt.

Sie hatte ihre Sonnenbrille auf, ab er dennoch sah ich dass sie weinte.

"Oh!" Ich setzte mich zu ihr und nahm sie in den Arm. "Was ist passiert?“
Doch sie antworte nicht, brachte nur „Kristen“ heraus, dann begann sie bitterlich zu weinen.
Sie lies ihrem Kummer freien Lauf, ich wiegte sie nur sanft hin und her in meinen Armen.
In der Zwischenzeit waren wir gestartet, in der First Class nahm man das wohl nicht so genau mit dem Anschnallen. Kellan stand auf um nach mir zu sehen, ich winkte kopfschüttelnd ab, als er mich entdeckte. Er nickte mir zu und formte „Was ist passiert?“ auf seinen Lippen. Ich zuckte mit den Schultern, da ich es ja selbst noch nicht wusste. Kellan seufzte und ich sah wie er sich zu Rob setzte.
Neele hatte sich mittlerweile einigermaßen beruhigt und nahm jetzt ihre Sonnenbrille ab. Ich reichte ihr ein Taschentuch. Ihre Augen waren ein wenig verquollen, sie sah total mitgenommen aus.
„Willst du mir sagen was passiert ist?“
„Eigentlich nicht….aber….Weißt du da war so ein kleines Flittchen dass sich an ihn rangemacht hat, angeblich wollte sie ihn nur auf das Rauchverbot aufmerksam machen, ist klar…und als ich zu ihr gesagt habe, dass sie genauso eine B**** wie Kristen ist, ist Rob total ausgerastet und hat Kris verteidigt, dass sie ein toller Mensch wäre bla bla und eine enge Freundin“
Ich schnaupte verächtlich. „Was ein Typ ey…was sollte das denn? Ich meine ok, wenn du Kris für eine Schlampe hälst, ist das doch deine Sache, aber warum führt er sich dann so auf und ist total sauer?“
„Ich hab doch keine Ahnung, es zeigt mir nur mal wieder wie er zu mir steht“
„Oh Süße, es tut mir so leid. Aber vielleicht sieht er ja noch ein, dass er Mist gebaut hat, sieh nicht alles gleich so schwarz“
„Ich bin sauer Naischel, ich muss alles schwarz sehen und jetzt sitze ich auch noch in diesem Flieger und wir fliegen zu den Awards, wo Kris natürlich auch da sein wird und was ein Zufall, natürlich sind sie auch nominiert für Best Kiss“
„Neele jetzt beruhig dich doch mal“
„Ich will mich aber nicht beruhigen, ich fang grade erst an klar zu sehen. Natürlich…er hat wahrscheinlich schon die ganze Zeit was am Laufen mit dieser B****, wie konnte ich nur so dumm sein und dann schlafe ich auch noch mit ihm, während er’s wahrscheinlich schon während der gesammten Dreharbeiten mit seiner guten Freundin Kristen treibt, nur damits realistischer wird“, schrie Neele jetzt fast. Es war auf jeden Fall, kaum noch zu überhören. Martha drehte sich ruckartig zu uns um, ebenso wie Kellan und Tay. Vielleicht war es ganz praktisch dass wir die First Class für uns hatten, aber dadurch war es plötzlich mucksmäuschenstill.
In dem Moment sprang Rob mit erzürnten Gesicht auf „Neele, wage es ja nicht Kristen weiterhin als eine B**** zu beschimpfen!“
„Wieso sollen es doch alle wissen, dass du mit ihr rumf*ckst Robert“
Ich versuchte Neele eine Hand vor den Mund zu halten und sie zügeln, aber es gelang mir nicht.
„Wie schön dass wir uns noch soviel zu sagen haben, ich bin fertig mit dir Robert Pattinson“, schrie sie ihm entgegen, stand auf und rannte Richtung Toilette.
Ich sah Rob mit schüttelnden Kopf an, er sprudelte immer noch vor Wut. Martha rannte bereits an mir vorbei, Richtung Toilette, nachdem ich den Blick von Rob abgewandt hatte, folgte ich ihr, um für meine Freundin da zu sein.


Martha Pov

Schnell lief ich Neele hinterher.
Robert was ist der bitte für ein Arsch.
"Neele mach mir die Tür auf, ich und Naischel wollen mit rein"
Kurz öffnete sich die Türe und wir quetschten uns herein und standen zu dritt in der engen Toilette.
"Also ich hab ja so halb mit bekommen was passiert ist und ich muss sagen er ist wirklich ein Idiot"
Vorsichtig nahm ich sie in den Arm, denn Neele war total aufgelöst.
"Soll ich mal mit ihm reden?", sagte Naischel und umarmte sie mit mir.
"NEELE MACH DIE TÜR AUF! WAS FÄLLT DIR EIN SO EIN MIST ZU REDEN?", brüllte Robert von außen.
"ICH UND MIST REDEN, GENAU WAS HAB ICH GELESEN? OHH KNISTERT ES JETZT AM SET! HA DAS ICH NICHT LACHE!", gab sie ihm als antwort und fing wieder das weinen an.
Beruhigend strich ich ihr über den Rücken und Naischel reichte ihr Papiertaschentücher.
"Mach bitte die Türe auf, wir müssen reden, das ist mein Ernst! Was fällt dir ein einfach so es zu beenden, so läuft das nicht!"
"Sollen wir nicht vielleicht raus das ihr es besprechen könnt? Wäre vielleicht besser?", sagte Naischel und Neele nickte schnell schlüpften wir durch den Spalt der Türe und funkelten Rob böse an.
"Wehe du verletzt sie noch mehr, dann glaub mir!", fügte ich noch hinzu und lief zu Taylor, er blickte böse aus dem Fenster.
"Hey mein Schatz, da bin ich wieder"
Gerade als ich mich auf seinen Schoss setzen wollte, deutete er auf den freien Platz neben ihm.
"Du bist der selben Meinung wie Neele oder? Wahrscheinlich denks du das sie auch noch was mit mir hatte"
Kurz überlegte ich nickte dann aber kurz.
"Ohhh jaa und wie ich das denke! Es war mir von Anfang an klar, ich mochte sie ja noch nie! Aber das hab ich dir auch gesagt!"
"Es geht darum das ihr sie als B**** bezeichnet habt und sowas find ich mal total scheiße! Genauso wie deine bescheuerte Aktion mit Selena!"
"Jetzt wohl wieder die alte Leier, ich hab außerdem nicht gesagt das Kristen eine B**** ist aber ich kann es gerne nach holen! Und deine Selena, mit der kannst du auf die MTV Awards gehen! Viel Spaß!", sagte ich trotzig und sag gerade noch Naischel die aufstand und will gestikulierte.
"Oh ja es war ein großer Fehler dich mit zu nehmen!"
Geschockt sah ich zu Taylor, das hatte gesessen.
"Dann auf nimmer wiedersehen", antwortete ich und setzte mich zu Naischel die sich inzwischen weggesetzt hatte von Kellan.
Neele kam auch auf uns zu und setzte sich in unsere Mitte, die Sitze sind zum Glück riesig.
"Ist alles okay?"
"Nein gar nichts ist okay, es ist noch mehr ausgeartet und ihr habt anscheinend auch streit mit ihren Männern", sagte sie geknickt.
"Ach was, der ist unten durch bei mir!", antwortete ich.
"Bei mir genauso", meinte Naischel.
Wir nickten uns an und mussten Lachen über diese Situation die gar nicht zum Lachen war.

Nach ungefähr 10 Minuten kamen 3 Stewardessen rein. Eine drehte sich zu uns und wir erkannten Babsi.
Sie hatte ein dreckiges Grinsen auf den Lippen und schubste ihre Kollegin mit voller Absicht auf Taylor. Mit ihrem Hintern landete sie genau auf seinem Schoss.
"Hey, tut mir Leid!", sagte sie und zwinkerte ihm zu.
Taylor erwiderte die Situation mit einem Grinsen und legte eine Hand um sie.
"Macht doch nichts schöne Lady"
Wütend schnaufte ich auf, so leicht lass ich mich nicht provozieren. Gerade als er zu mir schauen wollte fing ich das Lachen an und erzählte den Mädels auf Deutsch eine lustige Story mit nem Typen.
Sofort spielten sie mit und lachten auch.
"Was das habt ihr echt alles im stehen gemacht", sagte Naischel etwas lauter und wieder auf Englisch.
Sein Gesichtsausdruck war göttlich.
Lange konnten wir aber nicht von unserem Glück reden, den wir hörten ein lautes UPS von Kellans Platz.
Die Stewardess hatte es doch tatsächlich geschafft ihm den Saft über den Schritt zu schütten und wischte die Stelle mit ihrem Tuch sauber.
"Oh, das ist gut", sagte er und grinste sie an. Es war natürlich Babsi.
Naischel war das zu viel, doch wir hielten sie zurück.
Da kam auch schon ein Kichern von Roberts Seite.
Die Stewardess hatte sich extra nach vorne glehnt, sodass man in ihren Ausschnitt sehen konnte.
"Nette Aussicht"
War nur noch zu hören als wir drei aufstanden.
"Ach Taylor, es war ne nette Zeit viel Spaß mit deiner Sch****. Es ist vorbei, falls du es noch nicht kapiert hast! Tschüssi"
Und schon ging ich zum Vorhang und in die Touristenklasse.
Ich stolzierte zu einem gutaussehendem Typen, neben dem noch ein Platz war.
"Darf ich mich setzen", fragte ich ihn und biss mir sexy auf die Unterlippe.
Er grinste und nickte mir zu.
"Danke, na wie gehts dir?", fing ich an zu flirten.
"Gut und dir? Was macht so eine hübsche Lady den in LA oder geht es von dort aus weiter?"
HA er war darauf eingestiegen.
Mein Blick ging zur Türe als Naischel und Neele mir zuzwinkerten und sich auf gleicher höhe neben andere Typen saßen.
"Ach ich und meine Freundinnen besuchen dort die Strippschule, die zwei da"
Ich deutete auf sie und sie winkten mir zu.
"Trifft sich gut das sind nämlich auch meine Kumpels"
"Wir sind übrigends Naischel"
Mit meinem Finger deutete ich auf sie, woraufhin sie zwinkerte.
"Das hier ist Neele"
Sie war einen Luftkuss zu.
"Und ich bin Martha!"
Affig grinsten sie uns an.
"Wollt ihr nicht eine kleine Vorstellung?", fragte Naischel und stand schon wieder auf.
"Sehr gerne sogar"
Gerade wollte ich mein Oberteil ausziehen als eine Durchsage zu hören war.
"Martha, ich wollte dir nur sagen das ich dich liebe, komm bitte wieder in den First Class Bereich!"
Es war Taylor oh mein Gott, wie peinlich.
Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah mich mein Typ an und wollte gerade was sagen als ich ihm ein "warte kurz" zuhauchte.
Wütend lief ich Richtung First Class.
"Was fällt dir ein? Ich war gerade dabei einen anzumachen und du kommst mit sowas von wegen du liebst mich?"
Scheiße hatte ich das laut gesagt?
"Bitte was? Wo ist der Typ!"
"Sag mir bloß nicht das Naischel das auch macht...", fügte Kellan hinzu.
"Geschweige den Neele!"
Ups, wenn die Mädels nur von meinem Ausrutscher wüssten.
Schnell drehte ich mich um und sah schon Naischel obzön auf ihrem Kerl tanzen.
Neele dagegen machte eher sachte bewegungen, doch beiden schien es zu gefallen.
"Mädels schnell die Jungs!!", sagte ich halb laut und lief zu meinem Typ, setze mich zu ihm und versteckte mich an seiner Schulter.
Als auch schon Taylor vor mir stand.
"Ach das ist er also, wenn ich mich vorstellen darf. Ich bin Taylor Lautner"
Freundlich grinste er den Kerl an und reichte ihm die Hand.
Mein Sitznachbar wollte ihm gerade die Hand geben als Tay ihn mitten ins Gesicht schlug.
"Und das ist meine Faust und meine Freundin, nimm deine dreckigen Finger weg"
Wütend nahm er meinen Arm und zog mich in die First Class.
Kurz nach uns trafen Naischel mit Kellan und Neele mit Robert ein.
Das würde ärger geben...


Neele Pov

Martha und Naischel standen vor der Tür und baten um Einlass, wir quetschten uns zu dritt in die Kabine der Toilette. Martha war voll auf meiner Seite und Naischel fragte, ob sie mal mit Rob reden sollte, da fing Rob vor der Tür an zu brüllen
„"NEELE MACH DIE TÜR AUF! WAS FÄLLT DIR EIN SO EIN MIST ZU REDEN?"
"ICH UND MIST REDEN, GENAU WAS HAB ICH GELESEN? OHH KNISTERT ES JETZT AM SET! HA DAS ICH NICHT LACHE!", wieder begann ich zu weinen. Warum musste das so sein? Musste es wirklich so enden? Ich wollte nicht, dass es so endete.
"Mach bitte die Türe auf, wir müssen reden, das ist mein Ernst! Was fällt dir ein einfach so es zu beenden, so läuft das nicht!" Richtig, ich hatte es beendet, aber er war doch Schuld!
Naischel und Martha meinten, es wäre besser, wenn wir beide das alleine besprechen würden und öffnetet die Tür.
Er stand vor mir, Martha zischte ihm im Vorbeigehen irgendetwas zu, doch ich verstand nicht was sie sagte. Ich schaute ihn nicht an, bedeutete ihm nur mit einer Handbewegung reinzukommen und die Tür hinter sich abzuschließen. Ich ließ mich auf den (geschlossenen) Toilettendeckel sinken.
Keiner von uns sagte ein Wort.

„Wolltest du nicht reden? Dann wäre es wohl sinnvoll, wenn du mal anfangen würdest!“ sagte ich trotzig.
„Wieso soll ich anfangen? DU hast doch gesagt, du seist fertig mit mir. Und du warst es, die Kri...“
„Wage es ja nicht, jetzt den Namen dieser Person auszusprechen, sonst kannst du gleich wieder rausgehen!“
„Ich verstehe nicht, wieso dich das so aufregt? Sie ist eine gute Freundin für mich und mehr nicht!“
„Ja, nee, ist klar! Ihr seid für alle das Traumpaar schlechthin, nicht nur im Film, verdammt!! Und du, du setzt alles daran, dass das so bleibt!! Gehst mir ihr essen, kommst am nächsten Morgen mit ihr zusammen aus dem Hotel!“
„Gehst du nicht mit deinem besten Freund aus? Schläfst du nicht mal eine Nacht bei ihm?“
„Das ist doch überhaupt nicht das gleiche!!“
„Natürlich ist das das gleiche! Nur weil du es nicht wahrhaben willst. Und du würdest auch sauer auf mich sein, wenn ich deinen besten Freund, was weiß ich, einen Ar*** nennen würde.“
„Ich würde aber nicht gleich so ausrasten! Außerdem gibt es bei mir überhaupt keinen Grund, dass man sowas denken würde!“
„Bei mir doch auch nicht!“
„Sag mal willst du mich verarschen?? Wie viele Fotos und Videos es von euch beiden gibt??“
„Ich gucke mir keine Videos und Fotos von mir an!“
„Tja, das solltest du dann vielleicht mal nachholen!!!! Dann wüsstest du nämlich, dass es gar nicht so geheim ist, was ihr beiden miteinander habt!!!!“
„Du bist doch schizophren!“
Ich explodierte.
„Hast du mich gerade SCHIZOPHREN genannt????“
„Ja ich würde sagen, das hast du gut erkannt!“
„Ich glaub ja wohl es hackt!!! DU solltest dir vielleicht mal überlegen, ob du an Wahrnehmungsstörungen leidest!! Das kann man untersuchen lasse, weißt du? Wenn du selber nicht verstehst, was für ein Spiel du hier spielst wäre das angebracht!!!! Du kannst mich mal!! Wieso habe ich mich überhaupt darauf eingelassen? Ich hätte gleich wissen müssen, dass du mich nur als Alibi benutzt! Du bist genau wie alle anderen Männer!!!“
Ich riss die Tür auf und stürmte zu den anderen.

Naischel und Martha saßen nun ebenfalls alleine, hatte ich es also wieder geschafft, dass die beiden auch Streit mit ihren Kerlen hatten.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, jetzt ging es mir nicht nur meinentwegen schlecht, sondern auf wegen ihnen.
Ich ließ mich zwischen den beiden nieder.
"Ist alles okay?"
"Nein gar nichts ist okay, es ist noch mehr ausgeartet und ihr habt anscheinend auch Streit mit ihren Männern".
"Ach was, der ist unten durch bei mir!", antwortete Martha.
"Bei mir genauso", meinte Naischel.
Wie wir alle so nickten, mussten wir anfangen zu lachen. So schlimm die Situation auch war, es tat gut, mit seinen Freundinnen gemeinsam lachen zu können.

Nach einigen Minuten kamen drei, zugegebenermaßen sehr hübsche Stewardessen rein. Wieder mal typisch, First Class und nur die Männer werden umsorgt.
Sie umsorgten unsere Männer, nein, Rob war ja nicht mehr mein Kerl, die Männer auf eine Art und Weise, dir einen Brechreiz in mir auslösten. Die eine landete auf Tay's Schoß, doch dem schien das sogar zugefallen, legte sogar einen Arm um sie.
Martha schaltete schnell und erzählte uns von einem Typen, mit dem sie etwas gehabt hatte. Natürlich spielten wir das Spiel mit.
"Was das habt ihr echt alles im stehen gemacht", sagte Naischel etwas lauter und wieder auf Englisch. Ich schaffte es nicht, Tay's Blick zu erhaschen, denn in dem Moment hörte ich ein „Ups“ aus Kellans Richtung. Naischels Kopf schnellte herum. Eine Stewardess hatte ihm den Orangensaft genau in den Schritt geschüttet, wie es aussah. Nun versuchte sie, das Malheur aufzuwischen.
„Oh das ist gut!“ kam es von ihm, während er sie angrinste.

Plötzlich ein Kichern. Dieser Laut, da war ich mir sicher, kam von Rob. Ich wusste nicht, ob ich das wirklich sehen wollte, und doch konnte ich nicht anders, als zu ihm zu schauen. Was ich da sah, ließ wieder Wut in mir aufsteigen. Die eine hatte sich so über ihn gebeugt, dass er in ihren, zugegebenermaßen sehr einladenen, Ausschnitt gucken konnte.
„Nette Aussicht!“, das war seine Stimme. Ich wandte meinen Blick ab, die anderen waren aufgestanden und wir gingen geradewegs durch den Vorhang in die Touristenklasse.

Martha warf sich sofort einem sehr gutaussehenden Typen an den Hals. Naischel und ich blickten uns an, dann setzten wir uns ebenfalls in ihrer Nähe zu zwei Männern.
Hätte ich nicht Rob kennengelernt, neben mir saß ein Mann, der sonst sicherlich in mein Beuteschema gepasst hätte. Blonde Haare, durchdringende grüne Augen, braun gebrannt und unter seinem gelben Shirt sah ich jede Muskel seines Körpers. Ich überlegte kurz, hatte sich das mit Rob nicht soeben erledigt? Ein bisschen Spaß konnte ich mir wohl erlauben. Ich wandte mich ihm zu.
„Hi, ich bin Neele, wie du ja gerade schon erfahren hast.“
„Angenehm Dave!“ er streckte mir die Hand entgegen, meine Güte, wie förmlich. Trotzdem ergriff ich sie.

Von Martha's Gespräch bekam ich nur ein einziges Wort mit „Strippschule“. War sie jetzt von allen guten Geistern verlassen?
„Mädels, die Jungs wollen eine Kostprobe!“ hörte ich sie nur.
Ich grinste Dave an „Na dann!“.
Gerade wollte ich mich auf seinen Schoß setzen, da ertönte eine Durchsage,
"Martha, ich wollte dir nur sagen das ich dich liebe, komm bitte wieder in den First Class Bereich!", das war Taylor. Wutentbrannt sprang sie auf, Naischel und ich hingegen machten einfach weiter.
Ich war gerade dabei, ihn mir beim entledigen meines Oberteils helfen zu lassen, als mich eine Hand am Arm packte und von ihm runterzerrte.

„Sag mal bist du jetzt völlig übergeschnappt?“ Das war Rob. Ich konnte es nicht glauben.
„Wärst du so nett mich loszulassen? Und was fällt dir ein, dich einfach einzumischen, ich bin in einem Gespräch!“
„Ach so, ein Gespräch, schon klar.“
Dave schaltete sich ein. „Hast du nicht gehört? Sie will, dass du sie loslässt!“ Er versuchte, mich an sich zu ziehen. Das war zu viel für Rob.
Mit einer fließenden Bewegung seiner freien Hand boxte Rob Daves Gesicht. Mitten aufs Auge. Mir stockte der Atem.
„Wag es ja nicht, meine Freundin noch ein einziges Mal anzufassen!!!!“
„Deine FREUNDIN?“ ich blickte ihn kleinlaut an. So war das nicht geplant gewesen.
Rob schleifte mich hinter sich her, ich versuchte mich loszureißen, doch sein Griff war zu fest. Ich warf Dave einen entschuldigenden Blick zu.

Als wir wieder in der First Class waren warf er mich geradezu auf meinen Sitz.
„Und, was sollte das?“ fragte er mich zornig.
„Ich weiß nicht was du meinst!“ antwortete ich unschuldig. „Und überhaupt, sollte ich dich nicht fragen, was du da eben abgezogen hast? Er hat Kristen nicht beleidigt, sondern ich. Vielleicht hättest du lieber mich schlagen sollen??“ Das schien ihm zu denken zu geben.
„Denk mal drüber nach!!!“ mit diesen Worten stand ich auf und ging zu meinem Einzelplatz.

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