Naischel Pov
Neele startete den Wagen und ein paar Minuten waren wir schon auf den Straßen Vancouvers unterwegs.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte ich neugierig.
„Ähm, keine Ahnung, wozu hast du denn Lust?“
„Boxen, aber die Person die ich verdreschen möchte, scheidet schlichtweg aus…“
„Ja leider“, Neele musste lachen, „Sie ist unantastbar für uns“
„Nicht ganz, wir müssen nur was finden, was ihr zeigt auf welcher Seite sie steht“, erwiderte ich grübelnd, während wir an einer Kreuzung hielten und warteten dass die Ampel auf Grün schaltete.
„Und wie wollen wir das machen? Du willst mich doch nicht schon wieder in einen Schmuckladen schleppen, dass die Leute denken, wir würden heiraten“
Verdammt, sie kannte mich einfach zu gut, aber sie musste zu geben, die Idee zu Tiffanys zu gehen, war das witzigste, was wir bis dahin gemacht hatten.
Ja mittlerweile hatten wir das Spielchen mit der Presse raus und wussten wie wir sie auf die falsche Fährte locken konnten.
„Das war aber echt ne geile Idee gewesen, dir hat´s doch auch gefallen…aber nein diesmal brauchen wir was anderes“
„Was könnte stärker sein, als die Ehe?“, fragte Neele verwundert und fuhr weiter.
Plötzlich hatte ich eine Eingebung.
„Halt an, sofort!“, schrie ich aufgebracht.
„Ich kann hier nicht halten, was ist denn?“
„Da, Parklücke, halt an!“, kommandierte ich herum. Ich wusste Neele hasste diesen Bestimmerton, aber das musste jetzt sein.
Sie fuhr in die Parklücke und sah mich entgeistert an. „Ich hoffe dein Gekreische hatte einen guten Grund…“
„Oh ja… oh ja… schau mal nach rechts…“
Immer noch wenig begeistert sah sie an mir vorbei aus dem Fenster. „Geschäfte, und?“
Ich seufzte. „Ja aber was für ein Geschäft ist das kleine da hinten“, breit grinsend deutete ich auf einen kleiden Laden.
Mit offenen Mund und großen Augen sah mich Neele an. „Vergiss es, niemals“
„Ach komm schon, das ist perfekt“
„Nein ist es nicht und das weißt du“
„Doch, das ist es“
„Naischel, ich werde doch nicht schwanger nur damit ich dieser Kuh eins auswischen kann, bei aller Liebe – nein“
„Niemand hat davon gesprochen dass du wirklich schwanger werden sollst….“, flötete ich aufgeregt.
„Was dann?“, fragte sie trotzig.
„Wir gehen einfach in diesen Babyladen und lassen uns dabei fotografieren, der Rest ergibt sich von selbst… Lass die vielen Paparazzi doch einmal ihre Arbeit machen, die müssen doch auch ihr Geld verdienen“
„Ich hasse dich, Rob wir durchdrehen“
„Es ist nichts dabei in einem Babyladen einkaufen zu gehen. Ich kenne viele, die momentan schwanger sind“
„Nenn mir nur eine!“
„Nicole Richie“, kam es wie aus der Pistole geschossen.
„Toll zur Babyparty, warst du auch nur eingeladen, weil Trace die Maddens kennt“
„Und? Ich kenne immerhin eine schon mal persönlich und sie hat doch vor wenigen Tagen, den Kleinen gekriegt, wir müssen ihr noch was kaufen“
Schmunzelnd hob sie eine Augenbraue.
„Denk an Kristens Gesicht, wenn sie die Schlagzeile liest, dass es bald kleine Robs gibt“
„Ich hasse dich, das ist so unfair“
„Ich würde das auch für dich tun und es ist mehr als perfekt, das musst du zu geben“
„Ja leider, dass ist es ja gerade. Also hast du einen Plan, warum frage ich überhaupt?“
Natürlich hatte ich einen Plan, ein diabolisches Grinsen machte sich auf meinen Gesicht breit.
„Wir fahren jetzt erstmal zurück zum Hotel und suchen einen Gynäkologen hier, zu dem wir dann hinfahren, danach wenn uns schon ein paar Paparazzi am Arsch hängen, machen wir uns auf zum Babyladen“
„Mal wieder alles durchdacht, aber ich muss mich nicht wirklich untersuchen lassen?“
„Quatsch, wir stolzieren da einfach rein, warten da und dann stolzieren wir einfach wieder raus, vorher müssen wir es aber schaffen, dass die Fotografen, die bei uns vorm Hotel rumlungern, folgen“
„Du bist echt verrückt“
„Aber du magst mich trotzdem“, zwinkerte ich ihr zu, als sie aus der Parklücke hinausfuhr.
Kindisch wie wir nun mal beide waren, streckte Neele mir die Zunge heraus und fuhr uns zurück ins Hotel.
Nachdem wir eine gynäkolische Praxis ausfindig gemacht hatten, verließen wir wieder unser Hotel, stiegen demonstrativ in den Wagen, vergewisserten uns vorher noch das wir für genügend Aufmerksamkeit gesorgt hatten und machten uns auf den Weg zurück in die Stadtmitte.
Nach ein paar Minuten des Schweigens durchbrach Neele es endlich.
Böse funkelte sie mich an. „Musste das sein dass du ´Rob´und ´Baby´so laut brüllst?“
„Natürlich, sonst wären sie ja jetzt nicht hinter uns her oder seit wann können diese Affen Deutsch?“
Neele verdrehte die Augen, sie wusste, ich hatte Recht. Kaum einer der Paparazzi konnte Deutsch, das war eher die Ausnahme.
„Also was sieht dein genialer Plan als nächstes vor?“
Freudestrahlend rieb ich mir die Hände. „Du parkst am besten gleich dort drüben mal, wir steigen aus und laufen das restliche Stück zur Fuß. Wir gehen in die Praxis, warten dort im Gebäude ein paar Minuten und gehen wieder raus, danach gehen wir was Essen und dann gehen wir in den Babyladen“
„Okay“, seufzte Neele und parkte den Wagen.
„Sonnenbrillen auf“, sagte ich mit einem breiten Grinsen, bevor ich ausstieg.
„Zum Glück ist das ja gar nicht auffällig in einer Stadt in der es fast nur regnet“, grummelte Neele, befolgte meinen Ratschlag aber dennoch und stieg aus.
Gemeinsam schlenderten wir die Straße entlang, bemerkten wie uns ein paar Fotografen in ihren Wagen folgten, bis wir letztendlich die Klinik erreichten und eintraten.
Die milchglasigen Fenster versperrten den Fotografen jegliche Sicht in das Gebäude. Soweit so gut, dachte ich.
Wir setzten uns auf zwei Stühle in den Wartebereich und nahmen unsere Sonnenbrillen ab, eine junge blondhaarige Frau, die sich als Sprechstundenhilfe entpuppte, kam auf uns zu und blieb direkt vor uns stehen.
„Kann ich Ihnen vielleicht helfen, haben Sie denn einen Termin?“
Ich stand auf und flüsterte ihr leise zu „Nunja wir werden von ein paar Fotografen verfolgt und brauchen einfach einen Unterschlupf für ein paar Minuten, wenn das okay wäre“
Sie ging zum Fenster, sah die kleine Menge an Leuten, die vor dem Klinikgebäude standen und nickte uns freundlich zu. „Komme Sie …“ bat sie uns und führte uns in einen kleinen Raum im hinteren Teil des länglichen Gebäudes. „Hier können Sie in Ruhe warten, keine Sorge wir halten uns hier an die Schweigepflicht“, sagte sie und zwinkerte uns zu. „Wenn Sie etwas zu trinken möchten, scheuen Sie sich nicht und bedienen Sie sich einfach“, verabschiedete sie sich und deutete auf den Getränkeautomaten, der an der gegenüberliegenden Wand stand, bevor sie den Raum verließ.
„Na das klappt doch alles prima“, stellte ich freudestrahlend fest und ließ mich auf einen Stuhl sinken.
„Ja super und wie lange willst du jetzt hier bleiben?“
„Halbe Stunde langt für nen Arztbesuch, oder?“
Neele nickte und ließ sich ebenfalls neben mich auf einen Stuhl plumpsen, nahm sich eine Zeitschrift und blätterte darin.
„Unterhalt dich bloß nicht mit mir oder so“, nörgelte ich herum, stand auf und lief zum Getränkeautomaten, um uns zwei Kaffee zu holen.
Natürlich schmollte sie, aber was brachte es mir, wenn ich der Presse weiß machte, dass ich schwanger sei, wenn Kristen es viel mehr traf, wenn Neele angeblich ein Kind von Rob erwartete.
Nach ungefähr einer halben Stunde machten wir beide uns wieder auf dem Weg nach draußen, bedankten uns noch bei der netten Sprechstundenhilfe und verließen freudestrahlend und händchenhaltend die Klinik.
Von Fotografen und Reportern umlagert bahnten wir uns unseren Weg in Richtung Restaurant, wo wir zu Mittag Essen wollten.
Wir schnappten Fragen wie „Miss Neele, sind sie schwanger“ oder „Erwarten sie ein Kind von Mr. Pattinson“, auf und grinsten in uns hinein.
Als wir unseren mittlerweile Stammtisch im „Monas“, dem besten italienischen Restaurant der Stadt, eingenommen hatten, grinste Neele mich freudig an.
„Du hattest so Recht, Gott sind die dämlich“
„Hab ich dir doch gesagt, also auf zum zweiten Teil des Plans, dem Todesstoß“, wieder entwich mir diese böse Lache, aber Neele stimmte sofort mit ein und wir stießen mit unseren beiden Cola Light Gläsern drauf an.
Kurz nachdem wir beide unsren Cäsar Salad verspeist hatten, machten wir uns auf den Weg zum Babyladen, dicht gefolgt von den Paparazzi, die uns immer noch auf den Versen waren.
Langsam betraten wir ihn und schauten uns um. Die Verkäuferin war der Fotografenaufmarsch vorm Laden nicht entgangen und kam grinsend auf uns zu. „Kann ich Ihnen vielleicht helfen?“
„Nein, danke wir sehen uns nur um“, winkte Neele ab aber ich hatte etwas anderes im Sinn.
„Um ehrlich zu sein“, begann ich und Neele funkelte mich böse an, „Würde meine Freundin gerne ein Babyliste erstellen lassen, mit Dingen, die man so braucht, wenn man in anderen Umständen ist“
Das Gesicht der Verkäuferin begann zu strahlen. „Ja aber sicher, ist die Liste denn für Sie Ma´am?“, hakte sie nach.
Neele seufzte und schmunzelte. „Ähm…also man möchte ja schon vorbereitet sein, wenn es denn mal soweit ist“
Ich hob anerkennend die Augenbrauen und schürzte die Lippen. Sie konnte eben doch Lügen, wenn es sein musste und das ohne Rot zu werden.
Die Verkäuferin führte uns ihren Laden herum und zeigte uns allerlei Dinge, die nützlich waren und werden konnten, wenn man denn ein Baby erwartete oder eines zu versorgen hatte.
Wir verbrachten über zwei Stunden in dem kleinen Laden, ab und zu stahl sich ein Paparazzi hinein, der aber sofort von einer weiteren Verkäuferin des Ladens verwiesen wurden. Wir ließen es uns letztendlich nicht nehmen und kauften sogar noch ein paar Spielsachen und ein Babyerinnerungsalbum für Nicole Richie, die kleine Harlow und den jüngsten Spross Sparrow, ließen die Verkäuferin aber in dem Glauben alles sei für Neele bestimmt.
Ganz wie erhofft, setzte das Blitzlichtgewitter ein sobald wir den Laden verließen und uns den Weg zu unserem Wagen bahnten.
Wieder vernahmen wir das Gemurmel und die Fragen der Reporter, ignorierten sie aber vollkommen.
Neele startete gerade den Wagen als ihr Handy klingelte, da sie am Fahren war, sah sie mich bittend an und ich kramte sofort in ihrer Tasche herum, als ich es endlich gefunden hatte, sah ich kurz auf den Display und nahm ab.
„Hi Schatz“, tönte es von der anderen Seite.
„Ja im Prinzip ja gerne Rob, aber ich glaube nicht dass du auf flotte Dreier stehst, außerdem hatten wir dieses Thema letztens erst“
Am anderen Ende der Leitung vernahm ich ein Lachen. „Hätte ich gewusst dass du ans Telefon gehst, meine geliebte Naischel, hätte ich dich natürlich standesgemäß begrüßt“
„Na das hoffe ich doch. Deine Liebste fährt übrigens, also wirst du mit mir Vorlieb nehmen müssen“
„Wo seid ihr? Wir sind für heute fertig“
„Wir waren einkaufen… wir sind aber in spätestens zehn Minuten am Hotel“
„Okay dann warten wir auf Euch mit dem Essen, Kellan ist schon wieder am verhungern“
„Ja kann ich mir vorstellen, also bis gleich“, sagte ich und legte auf. „Sie sind im Hotel, wollen zusammen mit uns zu Abendessen“
„Ach hat Slade sie diesmal früher gehen lassen, welch ein Wunder“
„Ja anscheinend“, gab ich grinsend zurück…
Kellan und ich verbrachten also den Abend zusammen mit Neele und Rob, aßen gemütlich auf deren Zimmer, bis wir uns schließlich in unser Zimmer verabschiedeten, immerhin wollten wir noch die Sache mit Kola, Kellans Hund klären und auch die heutige Sache mit dem Rausschmiss am Set, war noch nicht durch diskutiert.
„Also was habt ihr heute so gemacht?“, fragte Kellan schließlich, als wir unser Zimmer betraten.
„Nichts anderes als das was wir dir vor der Stunde schon erzählt haben, wir waren shoppen“, gab ich leicht gereizt zurück und verschwand im Bad. Was sollten wir schon anderes in dieser verdammten Stadt machen als Shoppen und spazieren gehen?
„Begleitest du mich morgen ans Set?“, rief er mir nach.
„Darf ich denn mitkommen? Dachte die Königin hat etwas dagegen?“, wetterte ich zurück und ein Grinsen huschte mir übers Gesicht.
Kellan folgte mir ins Badezimmer, trat hinter mich und legte seine Arme sanft um meine Hüfte.
„Du bist immer noch meine Freundin und wenn ich dich dabei haben möchte, geht das schon klar“
„Kellan, sie hasst mich und Neele, sie wird keine Ruhe geben“
„Dann werde ich wohl mal ein ernstes Wörtchen mit der Königin des Bienenstocks sprechen müssen“, erwiderte er amüsiert.
Ich drehte mich in seinen Armen herum, stellte mich auf die Zehenspitzen um ihn besser in die Augen sehen zu können.
„Ich möchte dass du auch glücklich bist, ich weiß es kann langweilig sein, wenn ich arbeiten muss, aber irgendwie dachten Rob und ich, dass Neele und du euch schon die Zeit vertreiben würdet“
„Ja das schon, aber irgendwann hat man auch alles gesehen Kell. Wenigstens sind wir zusammen, dass ist es, was zählen sollte, meinst du nicht auch?“
„Und ob, das ist das wichtigste überhaupt“, antwortete er liebevoll und überbrückte die letzten Zentimeter die uns noch von einander trennten, legte eine Hand an meine Wange und zog mich noch dichter an ihn heran. Unsere Lippen trafen federleicht aufeinander. Ich erwiderte seinen Kuss, ließ meine Zunge über seine Unterlippe fahren und er öffnete mir sofort bereitwillig den Mund. Unsere Zungen liebkosten sich und ich drückte mich noch näher an ihn heran.
Kellan ließ seine Hände wieder zu meiner Taille wandern und hob mich hoch. Wie von selbst legten sich meine Beine um seine Hüfte.
Ohne weitere Worte trug er mich zu unserem Bett, ließ uns sanft darauf nieder. Unser Kuß vertiefte sich immer weiter, was nicht nur mich aufstöhnen ließ. Kellans Mund wanderte meinen Hals entlang und in einer schnellen Bewegung hatte er mir mein Shirt über den Kopf ausgezogen, öffnete meinen BH und fing an meine Brustwarzen mit seiner Zunge zu verwöhnen. Seine Zunge wanderte weiter zu meinem Bauchnabel und umkreiste diesen. Er nestelte an meinem Hosenbund herum und sah mich mit feurigen Augen an. Mein Atem beschleunigte sich und ich sah ihn ebenfalls lüstern an. Binnen weniger Sekunden entkleideten wir uns gegenseitig unserer Kleidung, warfen diese einfach in eine Ecke unseres Zimmers.
Kellan schmiegte sich an mich und begann mich wieder fordernd zu küssen, ich erwiderte willig seinen Kuss und presste mich an ihm, legte meine Beine um seine Hüfte und er drang in mich ein. Langsam bewegte er sich in mir und ich genoss das Gefühl ihn endlich wieder in mir zu spüren. Es war das erste Mal seit ein paar Tagen, dass wir miteinander schliefen, das wusste wir beide und wir genossen es, dass diesmal die Zärtlichkeit im Vordergrund stand und nicht wie sonst, die schnelle Erlösung.
Die ganze Zeit über sahen wir uns erregt in die Augen und verwöhnten uns mit zarten Küssen.
Wir kosteten jeden Moment voll und ganz aus, bis wir es beide nicht mehr aushielten. Immer schneller wurden seine Bewegungen und ich merkte wie ich immer mehr auf meinen Orgasmus zu steuerte. Ich krallte mich fest in seinen Rücken und keuchte auf, als sich meine Muskeln um seinen Penis zusammen zogen, in dem Moment ergoss er sich in mir und stöhnte ebenfalls auf.
Außer Atem sank er auf mir zusammen und sah mich liebevoll an.
„Du weißt gar nicht wie sehr ich dich liebe“, hauchte er leise.
„Ich denke, ich hab da schon ne genaue Vorstellung von Schatz“
Und wieder prallten unsere Lippen voller Leidenschaft aufeinander. Er zog sich zurück und musterte mich eindringlich.
„Was ist?“, fragend hob ich eine Augenbraue.
„Ich muss dir noch was sagen und es wird dir nicht gefallen“
„Und das wäre? Denkst du während du noch immer in mir steckst, wäre es ein guter Zeitpunkt?“
„Nein sicherlich nicht“, erwiderte er, glitt von mir und stand auf.
„Also was ist so schlimm, dass du es mir nicht sagen kannst?“
„Ich kann nicht nach Deutschland auf die Convention“
Ich seufzte und wandte meinen Blick enttäuscht von ihm ab. In zwei Wochen fand die Ring Con in Deutschland statt auf der er mit Edi und Ashley sein sollte. Ich hatte mich so sehr darauf gefreut, endlich mal wieder nach Hause, nach Deutschland fahren zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ihn alleine zu lassen.
„Siehst du, ich wusste dass es dir nicht gefällt… mir gefällt es genauso wenig, aber ich kann hier nicht weg“
„Das ist doch scheiße, man“, brachte ich leise hervor.
Kellan setzte sich wieder zu mir ins Bett und strich mir sachte über meine Wange, hob mein Kinn an damit ich ihn anblicken musste.
„Es tut mir leid“
„Ja ich weiß, trotzdem ist es schade“
„Du kannst trotzdem fliegen, wenn du willst. Daniel und Alex werden als Ersatz für Ash und mich hinfliegen. Du könntest sie begleiten“
„Ohne dich, ist das doch auch scheiße“
„Du bist immer voller Enthusiasmus, Süße“
„Haha, ich weiß noch nicht… Ich würde schon gerne nach Deutschland, aber ohne dich…“
„Ich würde es verstehn, wenn Du fliegen möchtest, nimm doch Neele mit, macht euch ne schöne Zeit“
„Mal sehen. Ich frag sie morgen mal“
Kellan nickte, gab mir noch einen Kuss und verschwand dann im Bad.
Ich kuschelte mich in meine Decke und bemerkte nicht einmal wie Kellan zurück ins Bett kam….
Als wir am nächsten Morgen das Set erreichten, begrüßte mich schon eine breit grinsende Neele auf dem Parkplatz.
Ich verabschiedete mich von Kellan, der in die Maske musste, wie jeden Morgen und musterte Neele eindringlich.
„Willst du´s mir sagen oder muss ich raten?“, fragte ich schmunzelnd.
„Offenbar hat sie die Schlagzeilen bereits gelesen, du wie es scheint offenbar nicht, komm“ und schon zog sie mich zu Robs Wagen und wir setzen uns hinein.
Sie packte aus einer Stofftasche mehrere Zeitungen heraus und hielt sie mir vor die Nase.
Seufzend ließ ich meinen Blick darüber schweifen. Oh mein Gott, es hatte geklappt, wir waren auf der Titelseite, jeglicher Klatschzeitungen.
Bilder von Neele und mir als wir die gynäkolische Praxis betraten und auch Bilder, wo wir im Babyladen verschwanden und mit der Verkäuferin sprachen, waren abgedruckt. Darüber immer wieder dieselbe Schlagzeile.
´Happy End in Vancouver – Wird Rob Pratz Daddy?´oder ´Rob Pattinsons Freundin schwanger, folgt jetzt die Traumhochzeit?´
Ich konnte mir nur schwer ein Lachen verkneifen, auf die ganzen Paparazzi war wirklich Verlass.
„Ist das nicht geil, du hattest Recht, es hat geklappt“, jubelte Neele völlig außer sich.
„Hat Rob die gesehen?“
„Wo denkst du hin, natürlich nicht, aber sie hat sie gesehen. Sie ging heute Morgen an mir vorbei und wenn Blicke töten könnten, wäre ich tot. Glaub mir ich hab mir auch noch freudestrahlend über den nicht vorhandenen Bauch gestrichen und ihr dabei ins Gesicht gegrinst, da hat sie sich empört weggedreht und ist zu Nikki gerannt“
„Hahahaha, wie geil ist das denn, das hätte ich dir gar nicht zu getraut. Respekt“, sagte ich anerkennend. „Lass sie uns noch ein bisschen mehr ärgern, gehen wir ans Set“
„Na klar“, antwortete Neele immer noch breit grinsend und wir machten uns auf den Weg.
David besprach gerade mit der Crew den heutigen Tagesablauf. Kristen stand zusammen mit Nikki und Elizabeth, während wir uns zu Taylor, Peter, Kellan und Rob stellten.
Neele drängte sich an Rob und sah ihn verliebt an, ich wusste genau aus dem Augenwinkel heraus, beobachtete sie Kristen.
Als Robert dann auch noch eine Hand an Neeles Bauch drückte, sah man wie Kristen schmerzhaft das Gesicht verzog und wild schnaubte.
„So dann lasst uns anfangen, alle auf Position“, sagte Slade schließlich und der Dreh begann.
Neele und ich hielten uns im Hintergrund, wollten schließlich nicht schon wieder vom Set fliegen, weil wir die Bienenkönigin störten.
Gegen Mittag machten sie dann eine Pause und wir gingen alle zusammen zum Essen.
Der Catering Service leistete gute Arbeit und es gab immer etwas Leckeres zu essen.
Neele und ich aßen wie an fast jedem Tag einen Salat und tranken unsere obligatorische Cola dazu.
Kristen kam an unsren Tisch, würdigte Neele und mich wie immer keines Blickes und setzte ihr falsches Grinsen auf.
„Kann ich mich zu euch setzen?“, fragte sie Rob freundlich.
„Sicher“, sagte dieser und fing sich einen bösen Blick von Neele ein.
Kristen setzte sich genau gegenüber von Rob und grinste diesen an.
„Was ist Kris, hab ich irgendwas im Gesicht?“, fragte er nach einer Weile.
„Nein, ganz und gar nicht…du siehst nur so glücklich aus, das ist alles“
„Na das liegt vielleicht daran dass ich glücklich bin“, antwortete er und warf Neele einen verliebten Blick zu.
„Ach ja, richtig… Herzlichen Glückwunsch, dabei dachte ich immer du willst so schnell keine Kinder“, zischte sie betont freundlich.
Kellan ließ seine Gabel auf den Teller fallen und sah erst mich, dann Rob schockiert an.
Neele sah mich ebenfalls mit großen Augen an, ganz so war das ganze dann doch nicht geplant gewesen. Daran hatten wir wohl nicht gedacht, dass diese Hexe Robert direkt auf die angebliche Schwangerschaft ansprechen würde, verdammt.
Rob sah Kristen erstaunt an und was dann geschah, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet…..
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