Verdammt, offensichtlich war heute Nacht irgendetwas passiert, was ich mir nicht erklären konnte. Neele war so außer sich und dann hatte ich ihr auch noch mehr oder weniger meine Gefühle gestanden.So hätte das nicht ablaufen dürfen. Ich sprang in Windeseile unter die Dusche und bereitete mich auf die bevorstehende Convention vor. Ich brauchte einen klaren Kopf. Fotosessions mit den Fans, eine Autogrammstunde sowie ein Panel standen für heute an, die große Opening Zeremonie nicht zu vergessen.
Es würde ein anstrengender Tag werden und ich konnte mich auf kaum etwas konzentrieren, immer wieder drehten sich meine Gedanken um Neele.
Überraschend stand während der Fotosession auf einmal Naischel neben mir und wir grinsten vergnügt in die Kamera.
„Hast du sie gefunden?“, fragte ich flüsternd als der Fotograf bereits abgedrückt hatte.
„Ja sie ist in ihrem Zimmer, lässt mich aber nicht hinein“
„Ich schau gleich nach ihr, wenn ich mit meinem Panel durch bin“, versicherte ich ihr, Naischel nickte mir dankbar zu und verließ den Raum.
Das Panel verlief im Großen und Ganzen reibungslos, die Fans bemühten sich wirklich mir nicht nullachtfünfzehn- Fragen zu stellen. Es war wirklich interessant.
Ich verabschiedete mich und freute mich schon sehr auf mein nächstes Panel mit Matthew morgen zusammen.
Gerade als ich auf den Weg war mir etwas zu Essen zu besorgen, vibrierte mein Handy. Sofort zog ich es aus meiner Hosentasche hervor und las die Sms, sie war von Neele. Sie wollte mich sehen, sofort.
Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, obwohl ich mir nicht sicher war, ob das nun gute oder schlechte Nachrichten für mich waren.
Ich rannte mehr oder weniger in Richtung der Aufzüge, wollte so schnell wie möglich bei ihr sein.
Der Aufzug öffnete sich, ich hatte Glück und konnte alleine nach oben in den sechsten Stock fahren. Kaum dass sich die Tür geöffnet hatte, sprang ich förmlich heraus und hetzte zu Neeles Zimmertür. Kurz davor verharrte ich und überlegte einen Augenblick, was ich ihr denn jetzt sagen sollte…
Die Wahrheit, natürlich, was hatte ich noch groß zu verlieren?!
Ich atmete noch einmal tief durch und klopfte an ihre Zimmertür. Nach ein paar Sekunden wurde diese geöffnet und ich wurde an meinem Hemd in den schwach beleuchteten Raum gezogen.
Nachdem sich meine Augen an das mäßige Licht gewöhnt hatten, sah ich Neele vor mir stehen. Ihre Augen waren rot und angeschwollen, sie hatte offenbar geweint. Doch hoffentlich nicht wegen mir, verdammt ich hatte nie die Absicht gehabt ihr weh zu tun.
„Neele, es …“
„Tsch…“ flüsterte sie und trat einen Schritt auf mich zu. Dann geschah etwas, was ich mir nie zu träumen gewagt hatte. Sie presste sich in einer schnellen Bewegung an mich und drückte mich gegen die Wand. Sofort legte sie ihre Arme in meinen Nacken und zog mich somit ein Stückchen zu sich herunter. Verlangend sah sie mich an, ehe sie plötzlich und ganz ohne Vorwarnung ihre Lippen auf meine legte. Ich war so überrascht, dass ich mich kaum rühren konnte. Sie drängte sich an mich und fuhr mit ihrer warmen Zunge an meiner Unterlippe entlang. Zaghaft öffnete ich meinen Mund und ließ unsere Zungen miteinander verschmelzen. Wie lange hatte ich von diesem Moment geträumt? Ich seufzte und erwiderte den zärtlichen Kuss.
Neele nestelte an meinem Hemd herum und zog mich in ihr Schlafzimmer, in Richtung ihres Hotelbettes. Ohne zu Überlegen folgte ich ihr und wir ließen uns auf ihrem Bett nieder. Wir tauschten leidenschaftliche Küsse aus und ich dachte ich wäre im Himmel. Sie schmeckte wunderbar süß, genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Woher kam nur ihr plötzlicher Sinneswandel?
Als sie anfing mein Hemd aufzuknöpfen und meinen Oberkörper zu liebkosen, dämmerte es mir. Etwas musste passiert sein? Das war nicht die Neele, die ich kannte. So etwas würde sie niemals zu lassen.
Ich löste mich von ihr und sah sie fragend an. Sie bemerkte meinen plötzlichen Stimmungswechsel und rückte noch näher an mich, sah mir tief in die Augen, während sie eine Hand in meiner Hose verschwinden ließ.
Ich konnte mir ein Stöhnen nicht mehr verkneifen als sie in meine Boxershorts griff und meine bereits pochende Erregung zu massieren begann.
„Schlaf mit mir“, hauchte sie verführerisch und küsste meinen Hals entlang. „Schlaf mit mir Tom“
„Neele… ich glaube wir machen einen Fehler…. Du willst das doch gar nicht…“
Den Druck, den sie plötzlich auf meine Mitte ausübte, verstärkte sich und ich stöhnte laut auf.
„Du willst es doch auch Tom, du begehrst mich doch oder willst du das etwa leugnen?“, fragte sie trotzig.
Sie öffnete meine Hose und wollte sie mir herunter ziehen als ich ihre Hände packte und sie davon abhielt. Irgendetwas war vorgefallen, ich wusste zwar nicht was, aber ich wusste dass Neele sich das was sie hier tat oder im Begriff war zu tun, niemals verzeihen würde. Ich würde mir das ganze niemals verzeihen.
„Was ist?“, fragte sie verwirrt.
„Wir dürfen das nicht“, keuchte ich.
„Du hast doch gesagt du würdest mich lieben oder war das etwa nur gelogen, um mich herum zu bekommen?“
„Neele, gerade weil ich dich so sehr liebe, dürfen wir das nicht tun“ Ich ließ ihre Hände los, stand ruckartig auf und begann mich wieder an zu ziehen. „Wir dürfen das nicht, so sehr ich es mir wünsche, es ist falsch“
„Was zum Teufel stimmt denn mit mir nicht, dass ich immer der Arsch bin, scheiß egal, was ich auch mache“, brüllte sie auf einmal wütend, dass ich im ersten Moment zusammen zuckte.
Neele sah mich mit großen Augen an und schüttelte lachend den Kopf. „Schon witzig dass ich immer nur höre, wie sehr man mich liebt, aber niemand beweißt es mir“ Sie wandte sich von mir ab und begann laut aufzuschluchzen.
Ich setzte mich betreten zu ihr und wusste im ersten Moment nicht, was ich zu ihr sagen sollte. Ich wusste ja nicht einmal was los war.
Sanft legte ich einen Arm um sie und Neele drehte sich sofort zu mir um und umklammerte mich wie eine ertrinkende.
„Süße, was ist nur passiert…?“, fragte ich leise und augenblicklich begann sie zu zittern und begann bitterlich zu weinen.
Sie ließ an meiner Schulter, wie schon so oft zuvor, ihren Tränen freien Lauf und ich strich ihr dabei beruhigend über den Rücken, versuchte stark für sie zu sein und belästigte sie nicht mit nervigen Fragen. Neele würde es mir schon erzählen, wenn sie soweit war. Sie sah so zerbrechlich aus in diesem Moment und ich war froh, dass ich für sie in diesem Moment da sein konnte.
Nach einer Weile entspannte sie sich und sah zu mir auf. Ich beschloss es noch einmal auf einen Versuch ankommen zu lassen. „Was ist passiert?“, fragte ich abermals und in den Moment wünschte ich mir, ich hätte lieber nicht gefragt. Sofort versteifte sie und verkrampfte sich so sehr dass sie nach Luft schnappte, sie krümmte sich vor Schmerz zusammen und schrie verzweifelt auf.
Ich sah sie entsetzt an und zog sie sofort näher an mich und versuchte sie zu beruhigen. Diesmal schien es aber nicht so einfach, ich war am Rande meiner Kräfte. Ich wusste nicht was ich tun konnte, tun sollte. Ich griff nach meinem Handy und rief Naischel an.
„Ich bin bei ihr, in ihrem Zimmer, kannst du sofort kommen. Es geht ihr nicht gut“, dann legte ich auf.
Ein paar Minuten später trat eine aufgelöste Naischel ein und setzte sich zu Neele aufs Bett.
„Hase, es tut mir so leid“, wimmerte sie und hatte ebenfalls Tränen in den Augen. Neele löste sich von mir und schmiss sich ihr in die Arme. „Woher …?“, war das einzige was Neele herausbrachte.
„Kellan hat mich eben angerufen“
Fragend sah ich Naischel an, ich wollte endlich wissen, was hier los war, aber sie winkte kopfschüttelnd ab. Ich musste mich also gedulden.
Nach weiteren zwei Stunden war Neele vor Erschöpfung eingeschlafen. Naischel löste sich langsam von ihr und deckte sie zu.
Seufzend trat sie auf mich zu uns sah mich traurig an.
„Ich glaube wir sollten uns mal unterhalten…“ Ich nickte betreten, während sie Neeles Zimmer verließ und sich aufs Sofa setze. Ich schloss Neeles Schlafzimmertür und setzte mich zu ihr.
„Ich nehme an Neele hat dir nicht erzählt was los ist?“, flüsterte sie.
„Nein… Konntest du mir bitte sagen was passiert ist, was hat dieses Arschloch ihr angetan?“ flehte ich fluchend.
„Er hat sie verlassen“
„Waaaaaaaaas?“ schrie ich und hielt mir im selben Augenblick die Hand vor meinen Mund.
„Kristen hat ihn wohl aufgehetzt, er hätte sich fast mit Kellan geprügelt, offenbar hat er ihr dann eine Sms geschrieben“ Naischel zog Neeles Handy aus ihrer Tasche.
„Wieso…hast du ihr Handy?“
Seufzend sah sie mich an. „Ich bin nicht stolz drauf okay… Ich will nur wissen was… Oh mein Gott…“ rief sie geschockt… und hielt mir das Handy hin, so dass ich die Sms selbst lesen konnte.
"Wird's dir mit mir zu langweilig oder warum betrügst du mich jetzt mit dem nächst besten Typen, der dir über den Weg läuft? Meinst du wirklich ich wäre so dumm und wüsste nicht dass du gerade jetzt mit Tom im Bett liegts? Es ist vorbei, ich will dich nie wieder sehen“
Wie konnte dieser Idiot ihr nur so etwas antun? Hatte er denn gar kein bisschen Hirn mehr?
Während ich immer und immer wieder die Worte las, hörte ich Naischel bereits schon wieder telefonieren.
Ich bekam nur Bruchstücke ihres Gespräches mit, vernahm allerdings soviel dass sie noch einmal mit Kellan telefonierte und dass es um ihren Rückflug ging.
„Wann?“, ich brauchte die Frage nicht zu ende zu stellen, sie wusste genau was ich meinte.
„Morgen früh, von Frankfurt aus bekommen wir einen Direktflug“
„Soll ich euch begleiten?“
„Danke Tom, aber du wirst du hier gebraucht, die Leute von der Con bauen auf dich, deine Fans sind hier… Wir fliegen zurück und fangen an das Haus aus zu räumen“
„Denkst du nicht, das ist vielleicht etwas übereilt?“, so sehr ich diesen Kerl auch hasste aber vielleicht sollten die beiden die Möglichkeit bekommen, sich noch einmal aus zu sprechen.
„Ich denke nicht dass es ein zurück gibt Tom, er hat sich bereits mit Kristen öffentlich zusammen fotografieren lassen, die Zeitungen werden morgen voll damit sein“
„Das ist doch sonst nicht sein Stil…warum tut er das?“
„Um ihr weh zu tun, er sieht sich im Recht und so wie es aussieht hat Kristen endlich erreicht, was sie wollte“
Traurig sah ich Naischel an, das hatte ich nun wirklich nicht gewollt und wirklich unbeteiligt an der Situation war ich auch nicht. Ich hatte schreckliche Schuldgefühle, hätte ich Neele die Ring Con doch nur ausgeredet.
Ein Geräusch ließ uns beide Hochschrecken und Neele stand in der Tür. Naischel und ich sahen uns beide mit großen Augen an, wie lange stand sie schon da?
„Was machen wir jetzt?“, brachte sie schluchzend hervor und hielt sich am Türrahmen fest, um nicht um zu kippen.
„Wir fliegen morgen früh zurück nach Los Angeles. Ich organisiere bereits deinen Umzug. Du kommst erstmal zu Kellan und mir und dann sehen wir weiter…“
„Okay“, antworte sie und ihre Stimme war nur mehr ein Flüstern.
Neele nickte uns dankbar zu, drehte sich um und ging wieder in Schlafzimmer. Es tat so weh sie leiden zu sehen, es brach mir das Herz.
Naischel Pov
Planlos sah ich mir die Panels verschiedenster Künstler an, schlich durch die Gänge des Maritim Hotels. Neele wollte mich nicht mehr sehen, ich hatte es definitiv verbockt. Ich ging nach oben und klopfte an ihre Zimmertür nach etlichen Minuten hörte ich sie von innen sagen, dass ich verschwinden solle. Immerhin hatte ich sie gefunden. Also ging ich während Toms Fotossession zu ihm, um ihn zu beten nach ihr zu sehen. Vielleicht wollte sie ja mit ihm reden.
Ich wollte mir gerade etwas zu essen holen als mein Handy klingelte, ohne auf den Anrufer zu achten nahm ich ab. Kellans wunderschöne Stimme erhellte sofort mein trauriges Gemüt.
„Hey Baby, wie geht’s dir? Wie ist die Con?“
„Um ehrlich zu sein, Schatz, sie ist super, aber Neele… wir haben uns gestritten, sie ist total sauer auf mich und will mich nicht sehen“, erklärte ich seufzend.
„Sie braucht dich jetzt, mehr denn je“
„Warum, was ist passiert?“, fragte ich verwirrt.
„Ich hab mich heute Morgen mit Rob fast geprügelt“
„Oh mein Gott, Kellan….“
„Das ist unwichtig… Wichtig ist, dass du dich jetzt um Neele kümmerst… Er hat sie verlassen“
Stille…
Ich konnte das Gesagte nicht fassen, meinte Kellan das wirklich ernst?
„Schatz?“
„Stimmt das? Du verarschst mich nicht?“
„Ich wünschte es wäre so… Kristen hat ihn heute Morgen darauf gebracht dass Tom da ist, warum hast du mir nicht gesagt dass Neele ihn in nem anderen Glauben gelassen hat?“
„Ich wusste selbst nichts davon, sie hat es mir im Flugzeug erst erzählt“
„Jedenfalls haben die beiden wohl nachgesehen auf der Homepage und dann ist er auf mich los… Offenbar hat er ihr danach eine Sms geschrieben, dass jedenfalls hat Ash gehört“
„Dann hat Kristen ja jetzt was sie wollte“
„Ich hasse es dir Recht geben zu müssen, aber so ist es“
„Wo ist er?“
„Das willst du nicht wissen“, gab er tonlos zurück.
„Ach, vergnügt er sich schon mit seiner neuen… gut zu wissen“, antwortete ich gereitzt.
„Neele braucht dich jetzt, geh zu ihr…“
„Ich werd gleich am Flughafen anrufen, vielleicht bekommen wir noch einen Flieger nach LA heute oder morgen früh, ist das okay, wenn Neele erstmal zu uns kommt?“
„Sicher, soll ich kommen und euch helfen?“
„Kell, du wirst am Set gebraucht, wir schaffen das schon… Ich bekomm grad noch nen anderen Anruf, ich meld mich okay“, erwiderte ich und legte auf.
Der andere Anrufer war Tom gewesen, der mich bat zu ihm zu kommen. Ich beeilte mich und stand binnen weniger Minuten bei Neele im Zimmer.
Sie sah total fertig aus, also musste es wohl stimmen. Rob und sie waren Geschichte.
Tom blickte mich fragend an, aber ich winkte ab, jetzt war nicht der passende Moment ihm alles zu erklären. Neele schluchzte laut auf und ich versicherte ihr, dass alles gut werden würde. Sie sah mich fragend an und begriff dass ich bescheid wusste, ich gab ihr die Bestätigung in dem ich nickte und Kellans Namen sagte.
Nach zwei Stunden war Neele endlich erschöpft eingeschlafen, es tat weh sie so zu sehen. Aber ganz unschuldig an der jetzigen Situation war sie schließlich nicht gewesen. Warum hatte es nur so ausarten müssen.
Ich entwand mich aus ihrer Umarmung und deckte sie zu, stand auf und ging mit Tom ins Nebenzimmer um mich mit ihm zu unterhalten.
Er war natürlich genauso schockiert wie ich über das Ausmaß der Situation. Ich zog Neeles Handy aus meiner Tasche, ich hatte es mir bevor ich ihr Schlafzimmer verlassen hatte, eingesteckt und las nun zum ersten Mal diese widerliche Sms die er Neele geschickt hatte. Ich beschloss noch einmal mit Kellan zu telefonieren um ihm zu sagen wie es Neele ging und um ihren Umzug zu planen. Kellan war in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen und hatte bereits einen Flug für uns beide morgen früh organisieren können.
Tom sah mich verwundert an und ich erklärte ihm, wie wir uns Neeles Umzug gedacht hatten. Er verstand immer noch nicht wie dumm Robert sein konnte. Ich erzählte ihm alles was ich von Kellan wusste.
Plötzlich stand Neele in der Tür, wir beide hatten sie nicht kommen hören. Ihr Blick war leer und sie fragte mich einfach nur was wir nun tun sollten. Ich erklärte ihr dass wir morgen zurück flogen und dass sie erstmal bei Kellan und mir wohnen könnte.
Sie nickte dankbar und schlich wieder in ihr Schlafzimmer.
Es war schrecklich, man konnte ihren Schmerz spüren, sobald man sie nur ansah. Ich konnte mir nur ansatzweise vorstellen, was Neele gerade durchmachte, aber ich würde für sie da sein, so wie wir alle. Wir würden sie schon ablenken und ihr beistehen.
Tom fragte ob man es nicht wieder kitten könnte, aber daran musste ich stark zweifeln. Rob hatte sich daneben benommen, seine Eifersucht war tödlich und offenbar hatte er sich mit seinem Schicksal abgefunden. Rob hatte sich entschieden und es gab kein Zurück mehr, für niemanden von uns.
Die Nacht verbrachten Tom und ich in Neeles Zimmer, während Tom auf der Couch eingeschlafen war, packte ich unsere restlichen Sachen zusammen, um alles für den morgigen Flug vorzubreiten. Wir würden mit dem Leihwagen nach Frankfurt fahren und ihn dort an die ansässige Zweigstelle übergeben. Alles war geplant, sobald wir in LA landeten, würde uns Trace in Empfang nehmen, er hatte ein paar Tage frei und zwischenzeitlich hatte ich ebenfalls mit ihm telefoniert.
Anthony und Mason würden Neele ein wenig von ihrem Kummer ablenken, während Trace und ich zu ihrem Haus fahren wollten, um ihre Habseeligkeiten zusammen zu packen.
Sie würde das durchstehen, das wusste ich. Sie war stark, aber ihr Herz war gebrochen und ob es heilen konnte, würde sich zeigen.
Ich hatte das Gefühl gerade erst eingeschlafen zu sein, als mein Wecker klingelte und den neuen Tag ankündigte.
Schnell weckte ich Neele und wir machten uns fertig. Traurig verabschiedete sie sich von Tom, der ihr viel Glück wünschte und sie bat sich bei ihm zu melden.
Sie zwang sich ein Lächeln auf und umarmte ihn zärtlich.
„Bist du bereit?“, fragte ich und es klang irgendwie zweideutig. War sie bereit für ihr neues Leben?
„Ja das bin ich“, antwortete sie und stieg seufzend in den Wagen ein…
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