Sonntag, 15. November 2009

Only You Know Me...

Rob Pov


Ich hatte sie geliebt verdammt...

Ich liebte sie immer noch.

Es schmerzte

Es tat so unglaublich weh, überhaupt an sie zu denken…

Warum nur glitten immer wieder meine Gedanken zu ihr?

Sie hatte mich belogen, betrogen…

Ich musste mich schützen, ich musste es beenden, es gab einfach keine andere Möglichkeit. Niemals hätte ich gedacht, diesen Weg gehen zu müssen, ich hatte sie verlassen, einfach so – per Sms, wie armselig das war. Aber sie hatte nie darauf geantwortet, ich meine, wenn meine Vorwürfe nicht wahr gewesen wären, hätte sie sich doch gemeldet, oder nicht?

Also musste es einfach stimmen, sie hatte mich mit diesem Scheißer von Tom Felton betrogen.

Wieder sah ich ihr Bild vor meinen Augen, ihr Lächeln, das mich immer verzauberte, ihren schüchternden Blick, ihre leicht roten Wangen, wenn ihr etwas unsagbar peinlich war.

Rob verdammt, du musst aufhören an sie zu denken, schalt ich mich selbst.

Ich musste sie endlich vergessen, nach vorne blicken, mich auf meine Arbeit konzentrieren.

Für die Promotion-Tour brauchte ich einen klaren Kopf.


„Kommst du Rob?“, fragte Kristen liebevoll und streichelte über meine eiskalte Hand.

Ich seufzte und nickte kurz. „Gib mir noch einen Moment, Kris“

„Hör auf so viel zu grübeln, es ist alles gut, versuch sie zu vergessen. Ich bin jetzt die Frau an deiner Seite, wir sind für einander bestimmt“, hauchte sie leise, legte eine Hand an mein Gesicht und küsste mich zärtlich.

Ich erwiderte Kristens Kuss, als sich jemand hinter uns räusperte.

„Die warten nicht ewig… kommt ihr?“, hörten wir Taylor gereizt sagen.

Kristen biss sich auf die Unterlippe und sah mich durchdringend an.

„Ich liebe dich Rob, du hast das richtige getan“, sagte sie und stand auf.

Ich blieb noch einen Augenblick auf meinen Stuhl sitzen, ehe ich ihr zur Pressekonferenz nach draußen folgte.

Ja Kristen stand zu mir, sie liebte mich… jedenfalls sagte sie das. Sie hatte mich nicht dazu gedrängt, mich von Neele zu trennen, auch wenn viele das in meinem Umfeld dachten. Es war allein meine Entscheidung gewesen.

Neele, schon wieder hatte ich sie vor Augen. Schnell schüttelte ich diesen Gedanken ab, ich konnte mir das einfach nicht mehr leisten, auch nur einen Gedanken an sie zu verschwenden, denn das war er, verschwendet.

Ich schüttelte verwegen meinen Kopf und stand auf. Jeden Tag war es mein Ziel, glücklich auf zu wachen, nicht mehr an sie denken zu müssen. Kristen bemerkte immer sofort, wenn ich abdriftete, wenn Traurigkeit mein Gesicht durchzog. Sie hatte ihre Methoden um mich abzulenken. Ich musste lächeln, ja das schaffte dieses kleine Biest ganz gut.

Die Presse hatte ziemlich schnell Wind davon bekommen, dass Kristen und ich jetzt offiziell ein Paar waren. Ich wollte es geheim halten, wenigstens eine Zeit lang. Aber Kristen war dagegen gewesen. „Es ist zugleich gute Promo für den neuen Film, lass uns unsere Liebe in die Welt hinausschreien. Alle sollen es sehen“, ja und mit alle hatte Kris auch sie gemeint – Neele.

Ich wusste nicht wie es ihr, es sollte mir eigentlich auch egal sein, verdammt warum war es das nicht? Warum dachte ich schon wieder über sie nach, obwohl ich mir eben gerade noch geschworen hatte, es nicht zu tun.

Ich trat mit Kristen Händchen haltend vor die Presse und nahm Platz. Die Reporter bombardierten uns mit nervigen Fragen, die natürlich in erster Hinsicht unserer Beziehung galten.

Taylor nervte das alles ziemlich und er übernahm irgendwann das Wort „Leute, wir freuen uns ja alle ganz doll für Kristen und Robert, aber wir sind hier um über New Moon zu sprechen, also wie wäre es, wenn wir jetzt über den Film reden?“

Dank Taylors Einwurf, konnten wir uns dann wirklich auf einer sachlichen Ebene treffen und beantworteten gerne Fragen, Edward und Bella betreffend bezüglich New Moons.

Eine harte Promozeit stand uns allen bevor, Peter, Ashley, Kellan und Nikki sowie der Rest tourte durch die USA, während ich mit Kristen, Taylor und Chris durch die Welt zog. Letzte Woche waren Chris und ich in Tokio gewesen, um kräftig die Werbetrommel für den zweiten Teil der Twilight Saga zu drehen. Momentan waren wir in Paris, der Stadt der Liebe. Am Wochenende sollten wir in München zu Gast sein, ob sie auch da sein würde?

Ein kalter Schauer überzog mich, allein der Gedanke daran drohte, mich umzubringen. Ich konnte sie nicht wiedersehen, noch nicht. Ich war dazu noch nicht bereit. Aber würde ich jemals bereit dazu sein?

Ashley und Kellan redeten zwar normal mit mir, aber wir redeten nie über sie. Aus der Presse wusste ich, dass sie mit Kellan, Ashley und Naischel in Las Vegas gewesen waren. Naischel und sie hatten vor dem TAO in Vegas in ihren Kostümen posiert. Sie hatte ein wahnsinniges scharfes schwarzes Elfenkostüm an. Sie sah so gut aus. Sie hatte sich ein Lächeln aufgezwungen, auf alle Außenstehenden wirkte sie glücklich, aber ich sah denselben Schmerz in ihren Augen, wie den, der mich jeden Morgen mit voller Wucht traf.

Ich konnte es nicht fassen, schon wieder waren meine Gedanken bei ihr…


Kellan sprach mit mir nur noch über die Arbeit, wir waren Kollegen, keine Freunde mehr, auch das schmerzte, aber da hatte ich es mir ebenso verbaut wie mit ihr.

Ashley hatte mir über Nikki ausrichten lassen, dass sie bei der Premiere in LA dabei sein würde. Es wäre unser erstes Aufeinandertreffen seit… seit dem Tag an dem sie Vancouver Richtung Bonn verlassen hatte – seit dem Tag meiner Sms. Fünf Wochen Funkstille, fünf Wochen Einsamkeit und Trauer. Mein Herz war zerbrochen, sie hatte einen Teil mit sich genommen, als sie ging. Jedenfalls fühlte es sich so an.

Kristen fragte mich immer wieder nach meinen Gefühlen für sie, sie wollte Bestätigung, aber die konnte ich ihr einfach nicht geben. Irgendwann begnügte sie sich mit dem, was ich ihr bereit zu geben war.

Ich war bereits am ersten Abend nach meiner Sms in Kristens Bett geflüchtet, ich konnte nicht alleine sein und sie empfing mich mit offenen Armen, an dem Tag änderte sich alles. Ich wollte versuchen sie zu vergessen, doch während ich mit Kristen schlief, wenn ich sie berührte, sie küsste, schlich sich immer wieder ihr Bild vor meine Augen.

Am Anfang nahm ich Kristen hart, ich wollte das Bild von ihr in meinen Kopf verdrängen. Ich bat Kristen mit mir Dinge zu tun, die sie niemals getan hätte. Eine Zeit lang klappte es, aber nachts in meinen Träumen sah ich sie immer wieder vor mir und meine Vergangenheit holte mich ein – sie holte mich ein. Meine ganzen verdrängten Gefühle brachen auf mich ein und so kam es öfter vor, dass ich aus meinem Bett schlich, um meiner Sehnsucht nach ihr, meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich im Wohnzimmer mit einer Flasche Whisky morgens von Kristen aufgefunden wurde. Sie sagte dazu nichts und doch wusste sie, was in mir vorging.

Kristen liebte mich bedingungslos, sie schien mir hörig. Sie tat alles, worum ich sie bat und versuchte ihren Platz einzunehmen, was ihr jedoch niemals gelingen würde.



Auf den roten Teppichen dieser Welt, strahlten wir um die Wette, bei Fotoshootings spielte ich meine Rolle, nach außen hin schien alles so perfekt.

An meiner Seite die einzige Frau, die von den weiblichen Fans wie es schien, geduldet wurde – Sicher, alle wollten Edward und Bella auch im wahren Leben zusammen wissen. Aber ob ich wirklich glücklich war, das kann ich nicht sagen. Wenn ich genauer darüber nachdenke, muss ich zu geben, dass ich es nicht war.

Sie fehlte mir, ihr Duft, ihre Zickigkeit, ihre Stimme, ihre Berührungen, ihr Lächeln – einfach alles.

Mit Sicherheit hatte sie erfahren, dass ich nun mit Kristen zusammen war. Ob sie jemand neuen gefunden hatte?

War sie mit diesem jemanden bereits intim gewesen?

Schon wieder versetzte ich mir selbst voller Absicht einen Stich? War ich wirklich so masochistisch veranlagt, dass ich mir gerade vorstellte wie sie einen anderen Kerl küsste oder sogar mit ihm schlief?

Ein Gefühl der Übelkeit überkam mich… und nicht nur das, ein weiteres Gefühl machte sich in mir breit…

- Eifersucht.

Was wäre, wenn sie zur Premiere nicht allein kommen würde? Könnte ich es verkraften, sie in den Händen eines anderen zu wissen?

Ich schaltete den Fernseher an und blieb auf einem der Musikkanäle hängen.

„Wie passend“, murmelte ich mehr zu mir selbst als ich das Lied und die Interpreten erkannte.

Robbie Williams neuer Superhit – You know me

If a man could beat his own fancy
Then to only breed in captivity
is pointless
I’ve been doing what I like when I like how I like it’s joyless
Only you know me

What a waste of all this peace,
baby steps and two more sleeps
Till I get to say sorry
I get hysterical, historical; of love is just chemical
Give us something to stop me
Only you know me

Since you went away, my heart breaks everyday

You don’t know cos you’re not there
You simply found the words to make a lot of feelings fade away

Only you know me

I’m doin’ fine
And the sun often shines
What are you thinking?
At the worst of my mind
With this thunderbird wine
Baby, I’m drinking
Only you know me

Since you went away, my heart breaks everyday
You don’t know cos you’re not there
You simply found the words to make a lot of feelings fade away

Only you know me

Only you know me

....



Scheiße, sie kannte mich wirklich, wie keine andere. Mein Herz zerbrach jeden Tag aufs Neue, wenn ich nur an sie dachte.

Sie war nicht da…

Sie kannte mich…

Und in dieser Geschichte war ich der Idiot, der mit einem

Satz alles zerstörte… Einer winzigen Sms, die doch so bedeutsam war, weil ich keinerlei Vertrauen zu ihr gehabt hatte.

Ich bemerkte nicht wie Kristen sich neben mir ins Bett gleiten ließ, erst als ich ihre Zunge an meinen Hals spürte, schreckte ich verwirrt auf.

„Hey, ich wollte dich nicht erschrecken Liebling“, flüsterte sie leise.

„Das hast du nicht…“

Traurig sah sie mich an, sie wusste natürlich, dass ich wieder an sie gedacht hatte.

Sie seufzte und kroch auf meinen Schoß, legte ihre Hand in meinen Nacken und presste stürmisch ihre Lippen auf die meinen, mit der anderen Hand griff sie in meinen Schritt, umfasste meine Männlichkeit, die sofort darauf reagierte.

Ich wirbelte sie in einer schnellen Bewegung herum, so

dass ich über ihr lag, schob Kristens Shirt hoch und zerriss ihren Slip.

Der Gedanke an sie, dass sie es gerade jetzt in diesem Augenblick mit jemand anderem trieb, machte mich rasend.

Schnell zog ich mir meine Hose, samt Boxershorts herunter und drang ohne viel Tam Tam in Kristen ein. Sie schrie vor Verlangen auf und wand sich unter mir, während ich bestimmend in sie stieß und mich dabei nach einer anderen verzehrte…


Das war keine Liebe zwischen Kristen und mir, sie tröstete mich über meinen Verlust hinweg, sie verloren zu haben.


Tom hatte in den letzten Wochen immer wieder versucht, mit mir Kontakt auf zu nehmen. Seine Anrufe wies ich ab, auf seine Sms und Emails reagierte ich nicht.

Es war immer derselbe Text.

„Rob, wir müssen reden.

Ich möchte dir dass alles erklären, es ist nicht so wie die denkst“


Wenn es nicht so gewesen war, warum hatte sie dann nicht versucht es richtig zu stellen? Lag ihr denn gar nichts an mir? Liebte sie mich etwa nicht mehr? Hatte sie mich denn dann jemals geliebt? Fragen, die mich wieder und wieder beschäftigten.


Mein ganzer Körper, meine Seele schrie nach ihr, war ihr das denn völlig egal?


Since you went away, my heart breaks everyday
You don’t know cos you’re not there

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