Naischel Pov
Immer wieder huschte mir ein Grinsen über mein Gesicht, während ich an die vergangene Nacht dachte.
Wir hatten kaum geschlafen, hatten uns nach unserem Badeerlebnis fertig gemacht um in den Club zu gehen, in dem Metro Station spielen sollten.
Ich war Kellan wirklich sehr dankbar gewesen, dass er sich das antat. Zwischen lauter kreischenden Mädchen zu stehen, die nicht ihm zu schrieen, sondern den Jungs auf der Bühne.
Er schien es auch ein bisschen zu genießen, dass die Aufmerksamkeit diesmal nicht auf ihm lag, ich bekam auch kaum mit, dass Kellan mich plötzlich mit sich in eine unbeobachtete dunkle Ecke des Clubs zog und mich begierig küsste. Ich war so im Rausch, dass ich alles um mich herum vergaß. Dank unseres Vip-Paßes, den uns Trace vor der Show ausgehändigt hatte, konnten wir ohne Probleme in den Backstage gelangen. Schnell verschwanden wir auf einer der Toiletten und fielen über einander her. Kellan war wie ein Tier, so wild, hatte ich ihn in letzter Zeit nicht erlebt. Er war immer darauf bedacht gewesen, keinen Fehler in der Öffentlichkeit zu machen, aber gestern Abend schien es ihm egal gewesen zu sein, wo wir waren und ob uns jemand beobachtete. Kaum dass wir den Club verlassen hatten und ins Hotel gefahren waren, rissen wir uns die Kleider regelrecht vom Leib und liebten uns die ganze Nacht, bis wir irgendwann erschöpft eingeschlafen waren.
Ich hatte mir extra meinen Wecker im Handy gestellt, damit wir das Frühstück mit Neele und Rob nicht verpassten. Wir waren zwar auch über eine Stunde zu spät im Saal erschienen, aber von den beiden war keine Spur, also setzen wir uns an einen abgelegenen Tisch und warteten.
Ein weiteres Grinsen kam über mein Gesicht und ich schüttelte gedankenverloren den Kopf.
„Woran denkst du?“, flüsterte Kellan mir zu.
Ich schmunzelte und sah ihn grinsend an.
„Oh… ich verstehe“, sagte er breit lächelnd. „Es war ein wundervoller Abend, tut mir leid, dass du so wenig von deinem Konzert hattest“
Ich rückte näher an ihn heran, „Das macht nichts, dafür hatte ich dich und das die ganze Nacht“, hauchte ich verführerisch und bemerkte wie er eine Gänsehaut bekam.
„Du bringst mich noch mal um Schatz“, erwiderte er mit einem weiteren Lächeln, überbrückte die letzten Zentimeter, die uns von einander trennten und gab mir einen unbeschreiblich zarten aber dennoch intensiven Kuss, als sich sein Magen mit einem lauten Knurren zu Wort meldete.
„Wo bleiben die beiden denn?“, fragte er seufzend. „Ich stürme gleich den Rest vom Schützenfest, ehrlich. Die sind bestimmt abgehauen“
„Sie werden gleich kommen, vielleicht hatten sie ebenfalls eine anstrengende Nacht“, wieder musste ich schmunzeln.
„Ah, da…“, murmelte Kellan, als auch ich Rob und Neele auf uns zu kommen sah.
„Na endlich. Wir hatten schon gedacht...“ Kellan wechselte einen Blick mit mir, „Na gut, ich hatte schon gedacht, ihr seid diesmal zusammen abgehauen. Obwohl...“ er dachte einen Augenblick nach, „Wollt ihr nicht wieder gehen? Dann habe ich den kümmerlichen Rest des Buffets für mich. Denn falls ihr es nicht gemerkt habt, ihr seit zwei Stunden zu spät, die besten Sachen sind schon weg. Und nebenbei: Ich bin am verhungern!“
Seufzend verdrehte ich die Augen.
„Wir freuen uns auch, dich zu sehen, Kellan“ grinste Neele und setzte sich.
„Komm Kellan, lass uns von den kümmerlichen Resten noch was abstauben“, erwiderte Rob grinsend, während Kellan sich ebenfalls erhob.
Als die beiden verschwunden waren, sah ich Neele musternd an.
„Was?“, fragte sie und versuchte sich ein Grinsen zu verkneifen.
„Und? Hattet ihr eine schöne Nacht?“
Verlegen wich Neele meinen Blick aus, nickte dann aber schließlich.
„Was habt ihr gestern noch gemacht?“, versuchte sie vom Thema abzulenken.
„Glaub mir das möchtest du lieber nicht wissen…“, lachte ich verschmitzt und Neele hob fragend eine Augenbraue, bis sie verstand worauf ich hinauswollte.
„Ooooooh… oooooooooooh... okay du hast Recht, das möchte ich dann wohl wirklich nicht wissen“
„Aber wir waren gestern Abend noch auf einem Konzert, na ja zur Hälfte jedenfalls“, gab ich schmunzelnd zurück. Verdammt ich hatte mich von Trace gar nicht verabschiedet gehabt, hoffentlich war er nicht böse, aber wie ich ihn kannte, sah er das bestimmt nicht so eng.
„Ehrlich wo wart ihr?“, riss mich Neele aus den Gedanken.
„Zufällig waren Metro Station in der Stadt und Trace hat uns eingeladen“
„Und war´s gut?“
„Oh fantastisch, jedenfalls den Teil den ich mitbekommen habe“
„Ich will noch frühstücken, also bitte keine Einzelheiten“, warnte sie mich grinsend.
„Und was hast du gestern noch gemacht bevor Rob kam?“, bei der Zweideutigkeit des letzten Wortes musste ich grinsen. Neele schien es ebenfalls aufzufallen und sah mich kopfschüttelnd an.
„Ich hab mich gestern im New York Dschungel verlaufen und bin zufällig Tom Felton in die Arme gelaufen, mal wieder“
„Er scheint ein Netter zu sein“, sagte ich feststellend, was Neele schmunzeln ließ.
„Ja das ist er, wir waren zusammen einkaufen. Tom ist echt toll. Also was habt ihr noch gemacht, ihr wolltet euch doch New York ansehen?“
„Ja haben wir auch. Aber stell dir vor Kellan meinte doch gestern allen ernstes mich in so nem Sushi Tempel auszuführen“
„Hast du da was gegessen, du magst doch keinen Fisch?“
„Ja du weißt das, aber er anscheinend nicht. Fisch ist sehr gesund, iß das bla bla“
„Du hast da aber keinen Aufstand gemacht?“
„Naja wie man´s nimmt“
„Oh Naischel….!“
„Was? Ich eß´ doch nicht so ne Scheiße, nur weil er meint, ich soll jetzt auf meine Ernährung achten“
Fragend hob Neele eine Augenbraue „Das hat er gesagt?“ Sie begann zu lachen.
„Was gibt’s denn hier zu lachen?“, fragte Rob und setzte sich mit Kellan wieder zu uns an den Tisch.
„Wolltet ihr nicht Frühstück besorgen?“, hakte Neele nach, denn die beiden kamen jeweils nur mit Kaffee für uns alle zurück.
„Äh ja… Kellan hatte leider Recht, es war nicht wirklich mehr was da, wir haben also Frühstück für uns bestellt“
„Aha okay…“, antworteten Neele und ich fast gleichzeitig.
„Also was war so lustig?“, fragte Rob erneut.
„Ach Kellan meinte Naischel zu Sushi zu überreden?“
„Was ist so falsch an Sushi?“
Angewidert sah Neele Rob an. „Nur fürs Protokoll, du kannst vergessen mich von Sushi überzeugen zu wollen“
„Trotzdem schadet es nicht, wenn man auf seine Ernährung achtet“, warf nun Kellan an und funkelte mich warnend an.
„Jaja, Mister Ernährungsberater. Ich erinnere dich dran, wenn du das nächste Mal Pizza isst“, Neele und ich finden beide an zu lachen und schlugen mit den Händen ein.
„Weiber“, murmelte Kellan leise, aber dennoch so leise, dass wir es hören könnten.
Unser Frühstück wurde serviert und neben Orangensaft, Croissants, Marmelade, Käse, Wurst und Butter, gab es auch noch Rührei.
„Hier, kannst du essen mein Proteinbolzen“, sagte ich und schob mein Rührei zu Kellan hinüber.
„Was stimmt nicht mit dem Rührei?“, fragte dieser.
„Sie isst es nicht“, warf Neele ein und grinste mich an, sie kannte mich einfach schon so gut.
„Warum isst du das nicht? Du bist ziemlich kompliziert wenn’s ums Essen geht oder?“
„Was heißt schwierig, ich esse halt nicht alles“, verteidigte ich mich.
„Du bist komisch“, neckte mich Kellan.
„Bin ich gar nicht“
„Bist du wohl“
„Neele bin ich komisch?“, fragte ich nun an meine Freundin gewandt, die mir zulächelte.
„Nein bist du nicht“
„Siehst du, ich bin nicht komisch“, antwortete ich Kellan und streckte ihm die Zunge raus.
„Gott, wie sehr habe ich diesen Kindergarten vermisst“, gab Rob lachend von sich. Neele sah ihn verträumt an, worauf er sie liebevoll küsste.
Es war schön sie wieder zusammen zu wissen, doch wie sollte es weitergehen? Kellan und ich würden am Nachmittag abreisen, hatten wir beschlossen.
Unsere Arbeit hier war getan und Kellan hatte mehrere Termine in LA wahrzunehmen, aber was würde aus Neele werden, ich musste sie fragen.
„Apropos, wir fliegen heute Nachmittag wieder nach Hause…“
„Was schon?“, erwiderte Neele erstaunt.
„Ja leider, ich hab einige Termine in LA, aber Rob hat heute frei und wir können den Tag noch mit einander verbringen, bevor wir zurück fliegen“
„Aber…aber… das geht doch nicht… wo…“, stotterte Neele herum.
„Mach dir keinen Kopf Neele, dein Platz ist hier“, antwortete ich und zwang mir ein Lächeln auf.
Natürlich würde es mir schwer fallen, sie hier zu lassen, aber ihr Platz war nun mal bei Rob. Sie gehörten zusammen, so wie ich und Kellan.
Wir verbrachten noch den Tag zusammen, sahen uns ein wenig in New York um. Fuhren noch einmal nach Liberty Island und diesmal zwang ich Neele und Rob auch zu einem dieser Touri Fotos, was Kellan nur genervt aufstöhnen ließ.
Wir hatten viel Spass und dachten nicht daran dass wir uns schon so bald verabschieden mussten.
Wir hatten es gut geschafft, ohne nur von Paparazzis belagert zu werden, durch den Tag zu kommen.
Gegen 15 Uhr fuhren wir zurück ins Hotel, um unser Gepäck zu holen. Wir mussten los, der Flug wartete nicht auf uns.
„Du kannst mich doch hier nicht alleine lassen“, murmelte sie leise.
„Du bist doch nicht alleine, du hast Rob und während er dreht, kannst du in New York shoppen und guck mal nächste Woche sehen wir uns doch schon wieder bei der Convention in San Diego“, versuchte ich uns beiden Mut zu zusprechen.
„Ähm was…?“
„Möchtest du mich nicht nach San Diego begleiten auf die Comic Con?“, fragte Rob mit einem Schmollmund.
„Ähm, natürlich aber… Naischel warum hast du so was im Kopf?“
„Business Hase“, erklärte ich und umarmte sie fest. „Pass auf dich auf und mach keinen Blödsinn“
Ein trauriges Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ich versuch´s“
„Wir telefonieren und nächstes Wochenende sehen wir uns doch schon wieder“ Ich versuchte wirklich stark zu sein und drückte sie noch mal fest an mich.
Wir ließen uns los und ich verabschiedete mich ebenfalls von Rob und Neele von Kellan.
„Wehe ich höre Klagen, vertragt euch“, flüsterte er ihr zu und lachte.
Ich drückte auch Rob fest an mich. „Pass auf sie auf“
„Sie ist mein Leben, natürlich“ und aus dem Augenwinkel sah ich wie ein Lächeln über Neeles Gesicht huschte.
„Also dann Leute, bis nächste Woche, ihr tut ja gerade so als würden wir uns nie wieder sehen“, seufzte Kellan und stieg ins Taxi.
Noch einmal umarmte ich Neele bevor ich ihm ins Taxi folgte.
Wir würden uns wieder sehen, schon bald und dann würde unser Leben richtig beginnen, an der Seite eines der aufstrebenden Filmstars dieses Jahres…
Millionen von Mädchen wünschten sich an unserer Stelle zu sein, doch wir waren es, denen das Herz dieser Prachtkerle gehörte…
Glücksgefühle sind kein Zufall,
sondern eine Folge der richtigen Gedanken und Handlungen.
Glück lauert an jeder Ecke dieser Welt und wir hatten unseres in Cannes gefunden, wo alles begann!
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