„Ehm, klar.“Er nahm mich an die Hand und zog mich hinter sich her. Kaum waren wir außer Sicht- und Hörweite der anderen, ließ er sein Lächeln fallen. Langsam drehte er sich zu mir um.
„Kannst du mir erklären, was Kristen da eben meinte?“
Ich beschloss, einen auf unwissend zu machen.
„Was meinst du?“
Er sah mich schief an.
„Neele, jetzt tu bitte nicht so, als hättest du das nicht mitbekommen.“
„Ich weiß wirklich nicht, wovon du redest.“
„Dabei dachte ich immer, du willst so schnell keine Kinder haben.'“, äffte er Kristen nach.
„Aach, das meinst du.“ erwiderte ich langgezogen. „Ja, ich habe mich auch gewundert, wie sie darauf kommt. Also ich meine...“
„Wie kommt sie darauf, dass du schwanger sein könntest?“
Gerade wollte ich antworten, ihm alles erklären, als sein Handy klingelte.
„Ja?“
…
„BITTE WAS????????“
…
„Ja, ich kläre das natürlich, sofort!“ er legte auf und sah mich wütend an. „Was hast du heute morgen gemacht, als du noch etwas 'zu erledigen' hattest?“
„Ich... habe kurz meine Mails abgerufen.“ schwindelte ich. Sein Blick wurde noch zorniger.
„Du hast dabei nicht zufällig die Schlagzeilen angeguckt? ODER HEUTE SCHONMAL EINE ZEITUNG AUFGESCHLAGEN???“ Oh verdammt, er war fürchterlich wütend.
„Ehm, doch, also...“ ich griff in meine Tasche und holte einen zerknitterten Zeitungsausschnitt hervor, den ich ihm hinhielt.
„Sag mir, dass das ein Fake ist!“
„Na ja...“
„Das stand nicht wirklich in der Zeitung, oder?“
„Doch... und nicht nur in der.“
„Dann hatte sie also recht. Und ich sitze jetzt in der Scheiße!“
„Wer hatte recht?“
„Meine Managerin, verdammt, sie war gerade am Telefon und milde ausgedrückt war sie nicht ganz begeistert.“
„Warum denn das nicht?“
Rob tobte.
„Hast du denn überhaupt nichts gelernt?? Du solltest doch inzwischen wissen, was solche Schlagzeilen bedeuten. Für uns. Für den Film. Für MICH, verdammt.“
„Sag mal, geht’s noch? Kannst du mich vielleicht mal erklären lassen und mich nicht gleich als die Dumme darstellen?“
„Was gibt es denn da noch zu erklären? Du bist schwanger, du hast nicht aufgepasst verdammt.“ er schnaubte, „Und ich erfahre das von meiner Managerin, was gibt es da falsch zu verstehen?“
„ICH habe nicht aufgepasst? Was ist denn mit dir los, merkst du, was für eine gequirlte Scheiße du hier redest?“
„Wie redest du denn mit mir?“
„Ich rede genau so, wie du mit mir redest. Lass mich doch einfach mal erklären. Nicole Ritchie...“
„Einen Scheiß lass ich, da gibt es nichts zu erklären. Und sorry, aber ich habe jetzt keinen Nerv dazu, mich mit Nicole Ritchie zu befassen.“
„Natürlich nicht, es geht ja um dich.“
„Sicher geht es das. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen soll, wenn du ein Baby bekommst.“
„Hörst du dich reden??? Wenn schon würden WIR ein Kind bekommen, dazu gehören immer zwei! Du lässt mich nichts erklären, was wäre so schlimm daran, wenn wir beide Eltern würden?“
„Es würde alles zerstören, alles, was ich bisher aufgebaut habe.“
„Und wieder nur du, wo ist das 'wir' geblieben? Gab es das nur in deinem Wortschatz, weil ich nicht da war? Weil du Angst hattest, dass ich dich verlasse? Und jetzt, wo du mich wieder hast, zählst da nur du? Bin ich dir nicht wichtig genug, liebst du mich nicht genug, um mit mir ein Kind zu bekommen?“ Es reichte jetzt wirklich. „Denk mal in einer freien Minute darüber nach, was du gerade gesagt hast!“
Damit ließ ich ihn einfach stehen. Er lief mir nicht einmal hinterher. Am Set angekommen schnappte ich mir Naischel.
„Wir müssen reden.“ zischte ich und zog sie hinter mir her zum Parkplatz, wo wir hoffentlich unbeobachtet wären.
„Hey, sagst du mir vielleicht mal, was los ist?“
„Du und deine Scheiß Idee, ich habe gleich gewusst, dass es nach hinten los geht.“
„Hallo? Ich weiß überhaupt nicht, wovon du redest?“
„War doch klar, dass Kristen es sofort Rob erzählt. Und ich hab jetzt den Salat. Das ist alles deine Schuld, hätte ich bloß nicht mitgemacht.“
„Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich, meinst du nicht?“ erwiderte sie schnippisch.
„Boah, jetzt reichts, ehrlich. DU hast mich doch überredet, verdammt. Du warst der Meinung, dass es eine gute Idee wäre.“
„Ja und, du hättest doch immer noch nein sagen können.“
„Hab ich das etwa nicht versucht? Du hast es mir eingeredet.“ Ich kochte. „Ach, weißt du, kann dir ja auch egal sein, du hast ja keine Probleme.“
Auch sie ließ ich einfach stehen. Auf dem Weg zum Parkplatz holte ich mein Handy aus der Tasche, suchte im Gehen die richtige Nummer heraus.
„Ja?“ kam es vom anderen Ende der Leitung.„Tom? Hier ist Neele.“
„Neele, stimmt das etwa, was in den Zeitungen steht???“ Er hatte es also auch bereits gelesen, wunderbar.
„Kann ich dir das erklären, wenn wir uns sehen? Können wir uns sehen?“
„Du weißt, dass ich immer Zeit für dich habe. Wann passt es dir?“ er verstummte, schien zu überlegen. „Moment mal, bist du nicht in Vancouver?“
„Ach, weißt du... ich habe einfach Geschmack am Fliegen gefunden.“ ich versuchte überzeugend zu lachen, aber ich war wohl nicht sehr glaubhaft.
„Du läufst aber nicht schon wieder vor irgendetwas weg, oder?“
„Na ja...“
„Kann ich dich davon abhalten?“
„Wenn ich nicht zu dir kann, flieg ich halt woanders hin, zu Maj oder so, irgendwer wird mich schon aufnehmen.“
„Ok, aber ich bin gerade in Las Vegas, morgen feiere ich meinen Geburtstag. Wann hattest du geplant zu kommen? Und jetzt sag bitte nicht...“
„Sofort!“ fiel ich ihm ins Wort.
„Wissen die anderen wenigstens Bescheid?“
„Noch nicht, aber sei dir sicher, ich werde es ihnen sagen.“
„Gibt es irgendeine Möglichkeit, dich umzustimmen?“
„Lass mich kurz überlegen... Nein.“
Ich hörte ihn am anderen Ende der Leitung seufzen.
„Komm, wann du willst, sag mir Bescheid, wenn du da bist, dann schicke ich jemanden, der dich abholt.“
„Du bist ein Schatz! Danke.“
„Das heißt nicht, dass ich es gut finde.“
„Ich weiß, ich erkläre es dir.“
„Bis dann.“
„Bye.“ dann legte ich auf.
Ich machte mich wieder auf den Weg zum Set, wartete bis Rob mit dem Dreh der gerade anstehenden Szene fertig war und winkte ihn dann zu mir.
„Was gibt’s?“ fragte er kurz angebunden.
„Tom hat mich zu seiner Geburtstagsparty eingeladen.“
„Ja, und?“
„Ich habe zugesagt. Ich fliege später hin. Oder hast du irgendwas mit mir geplant?“ fügte ich dann widerwillig doch noch hinzu, schließlich wollte ich ja nicht noch einen Streit anzetteln.
„Nein, flieg nur. Weißt du schon, wann du wiederkommst?“ Oh, er war also wirklich sauer, schlechtes Gewissen? Nö.
„Ich denke übermorgen.“
„Gut, dann viel Spaß.“ er umarmte mich kurz und ging dann zurück zum Set. Zufällig kam Kristen in genau dem gleichen Moment zurück und er legte einen Arm um ihre Schulter.
Ohne die beiden noch eines Wortes zu würdigen, ging ich in Richtung Parkplatz, wobei ich nach Naischel Ausschau hielt. Ich sah sie auf einer Bank sitzen, sie steckte sich gerade eine Zigarette an.
„Naischel?“
„Hm?“ sie sah auf.
„Ich wollte nur sagen... also.. ähm...“ ich brach ab, sie schaute mich erwartungsvoll an. „Na ja... ich wollte mich entschuldigen... ich hab vorhin etwas überreagiert, glaube ich. Und... ach, es tut mir halt leid.“ Ich war einfach nicht so gut im entschuldigen und sah sie bittend an.
„Schon okay. Was ist denn überhaupt passiert?“
„Kann ich dir das später erklären?“ Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich wieder, ganz so, als sei sie beleidigt. Bevor sie etwas sagen könnte fügte ich hinzu „Vielleicht auf dem Flug?“
„Flug?“ sie sah mich entgeistert an.
„Tom feiert morgen seinen Geburtstag. Und er hat mich... na ja, quasi eingeladen.“
„Quasi?“
„Gut, ich habe mich eingeladen. Kommst du mit?“
„Du kannst mich doch nicht einfach mitnehmen, es ist Tom's Party und du hast dich schon selber eingeladen.“
„Ach, komm schon, du verpasst hier doch nichts. Und ich bin sicher, dass Tom nichts dagegen hat.“
„Meinst du echt? Lust hätte ich ja schon.“
„Super!“ ich fiel ihr freudestrahlend um den Hals. Sie konnte gar nicht anders, als mit zu kommen.
„Das war kein Ja.“
„Doch, war es! Guck, da ist Kellan, dann kannst du es ihm gleich erzählen! Ich warte im Auto auf dich und versuche schonmal, einen Flug zu organisieren.“ Und schon lief ich los.
Ich hatte es tatsächlich geschafft, einen Flug zu bekommen und so kam es, dass wir zwei Stunden später gemeinsam im Flugzeug saßen. Buisness Class, natürlich, als ob es für die Freundinnen von Kellan Lutz und Robert Pattinson unzumutbar wäre, Economy Class zu fliegen.
„Also, erzählst du mir jetzt, was passiert ist?“ fragte mich Naischel, als die Stewardessen endlich mit ihren Anweisungen für den Notfall geendet hatten. Ich seufzte, sie sah mich erwartungsvoll an.
„Na ja, Rob wollte mit mir reden, wegen dem, was Kristen gesagt hat.“ begann ich.
„Ja, und? Du hast ihm doch sicherlich alles erklärt, oder, wieso habt ihr dann Streit?“
„Ich hätte es ihm furchtbar gern erklärt, aber leider bekam er in genau dem Moment einen Anruf von seiner Managerin, die im von den Schlagzeilen erzählte.“
„Oh, ich ahne schreckliches...“
„Richtig. Ich kam gar nicht dazu, dann fing er schon an, von wegen, ob ich denn gar nichts verstanden hätte, ob mir nicht klar wäre, was solche Schlagzeilen für ihn bedeuten würden. Dann kam er mir von wegen, ich hätte nicht aufgepasst und deshalb wäre ich jetzt schwanger.“
„Geht's ihm noch gut??“
„Ha, es kommt noch besser. Ich bräuchte ihm nichts zu erklären, ich würde ein Kind bekommen, er habe keine Ahnung, wie es weiter gehen soll.“
„DU bekommst ein Kind?“
„Toll, oder? Ich dachte immer, dass dazu zwei gehören. Er meinte nur, dass das alles zerstören würde... Jedenfalls wurde es mir dann zu blöd und ich hab ihn halt stehen lassen. Der hat sie doch nicht mehr alle.“
„Natürlich nicht! Soll er sich mal ein paar Gedanken machen, während wir in Vegas feiern!“
Wir grinsten uns an.
„Wie wärs, eine Flasche Sekt auf Kosten meines Herren?“
„Ähm....“
„Nicht?“
„Du magst doch gar keinen Sekt...“
„Ja, na und... es wirkt zumindest schnell...“
Sie lachte. „Dann aber für mich... Bier, bitte. Das knallt auch in dieser Höhe.“
„Bitte, wie Sie wünschen!“
Ich bestellte und wir ließen es uns während des zweistündigen Fluges ziemlich gut gehen. Als das Flugzeug gelandet war und wir auf unser Gepäck warteten, rief ich bei Tom an.
„Tooooooom.“ rief ich laut, Naischel lachte.
„Neele, geht’s dir gut?“
„Klar.“
„Ehm, du hörst dich aber nicht so an.... hast du getrunken?“
„Nein.“ log ich und konzentrierte mich. „Wir sind jetzt gelandet und du wolltest doch jemanden schicken, der uns abholt, oder?“
„Ja, klar. Ich schicke jemanden los. Ich habe allerdings einen Termin, könnte erst später zu euch stoßen.“
„Ach, kein Problem. Naischel und ich wollten eh die Casinos unsicher machen.“
„Gut. Dann treffen wir uns später im Club, wenn ich es noch schaffe, was hältst du davon?“
„Klingt super. Bis später dann.“
„Ich freue mich, bis dann.“
„Ach, Tom?“
„Ja?“
„Danke!“ ich hörte, wie er am anderen Ende lächelte.
„Immer.“ dann legte er auf.
„Soso, wir wollten also die Casinos unsicher machen?“ Naischel grinste mich breit an.
„Na klar, wusstest du das nicht? Und danach machen wir Partyyyyy!“
Es dauerte nicht lange, da wurden wir abgeholt und in unser Hotel gefahren, welches Tom netterweise für uns gebucht hatte.
Nachdem wir im Restaurant zu Abend gegessen hatten, zogen wir uns um und machten uns ausgehfertig. Tom hatte uns einige Casinos genannt und auch die Adresse des Clubs, in dem wir uns treffen würden.
Ich hatte mir ein schwarzes Kleid ausgesucht, relativ schlicht. Auch der Rest meines Outfits war nicht unbedingt auffallend, allerdings trug ich meine heiß geliebten Jimmy Choo High Heels, die Rob mir geschenkt hatte und die ich bisher noch nie angehabt hatte, da sie nie zum Outfit gepasst hatten. Heute würde also ihr erster öffentlicher Ausgang sein – heimlich hatte ich sie des Öfteren im Hotelzimmer getragen – und Rob würde nicht dabei sein. Selbst Schuld. Dazu die Sonnenbrille, die ich gemeinsam mit Ashley gekauft hatte, Rob's Geschenk ließ ich demonstrativ im Hotelzimmer.
Und so standen wir auf unser Taxi wartend vor dem Hotel. Während des Fertigmachens hatten wir noch den ein oder andern Drink zu uns genommen, schminken unter Alkoholeinfluss klappte hervorragend, sodass wir bester Laune waren.
Naischel Pov
Rob nahm Neele an der Hand und ging mit ihr nach draußen.
Kellan starrte mich immer noch mit großen Fragenzeichen über seinen Kopf an, während Kristen gehässig lachte. „Wusste ich doch, dass Rob keine Kinder will, vor allem nicht mit der da. Er wird sich schon noch dem Wunsch der Fans fügen, bald habt ihr Schlampen hier nichts mehr zu melden“
Ich wollte ihr gerade etwas an den Kopf schmeißen, als Kellan endlich aus seiner Trance gerissen wurde.
„Kristen wie zum Teufel redest du von meiner Freundin?“, schrie er sie an und haute mit beiden Händen auf dem Tisch, so dass dieser kurz erzitterte.„Ihr werdet es schon noch alle sehen…“, keifte sie zurück, sprang auf und rannte hinaus.
Alle Blicke waren auf Kellan und mich gerichtet.
„Mir ist der Appetit vergangen…. Hat sonst noch einer ein Problem??? Nein gut…“, sagte er, wurde zum Ende hin immer leiser und verließ ebenfalls das riesige Zelt, dass als Speisesaal fungierte.
Ich folgte ihn und fand ihn nachdenklich an einen Baum gelehnt.
„Eigentlich sollte ich die jenige sein, die sauer sein sollte, immerhin hat sie mich als Schlampe bezeichnet und nicht dich“, versuchte ich zu scherzen und stellte mich vor ihn.
Schnell zog er mich in seine Arme und drückte mich fest an sich.
„Es tut mir leid, dass ich dich nicht schon eher verteidigt habe, dir nicht geglaubt habe. Sie ist eine Hexe, sie arbeitet nur gegen Euch… aber ihr seit hier nicht fehl am Platz, du bist hier nicht fehl. Ich liebe dich und du gehörst zu mir, ganz egal, wer was dagegen hat, du gehörst zu mir, hast du das verstanden?“, seine Stimme klang brüchig und er sah mich traurig an.
„Kellan du brauchst mir nichts zu beweisen, ich weiß dass du mich liebst und es ist für uns alle schwer, gerade weil du nun mal in der Öffentlichkeit stehst, aber…“
„Warum bist du nicht sauer? Normalerweise wärst du …“
Ich unterbrach ihn grinsend. „Ich habe dazu gelernt..“
Stürmisch küsste er mich und ich legte meine Hände in seinen Nacken, damit er mich hoch zu sich ziehen konnte. Es war zwar süß, dass er sich immer wieder zu mir herunter beugte, aber ich wollte auch nicht dass er irgendwann Rückenprobleme bekam.
Außer Atem ließ er von mir ab und sah mich schmunzelnd an.
„Neele ist vermutlich nicht schwanger?“
„Ähm nee..“
„Hast du irgendwas damit zu tun, weil sie das denkt?“
„Eventuell“, gab ich grinsend zurück.
Seufzend ließ Kellan mich von sich hinunter auf den Boden sinken. „Was habt ihr gemacht? Sag es mir besser gleich, ich erfahre es doch“
Ich räusperte mich und schürzte die Lippen, aber er gab nicht nach und hob eine Augenbraue.
Also erzählte ich ihm davon dass wir uns vor den Paparazzi zufällig in einer gynäkologischen Klinik versteckten und für Nicole Ritchie nun mal ein paar Geschenke zur Geburt ihres Sohnes gekauft hätten, um die Presse zu ärgern und natürlich Kristen, wären wir länger als geplant in dem Laden geblieben und dadurch wäre die Presse nun der Meinung Neele sei schwanger.
Kellan konnte sich nun ein Lachen nicht mehr verkneifen. „Ihr seid unmöglich“
„Sie hatte es verdient und ihr Gesicht war einfach zu göttlich“, sagte ich entschuldigend.
Kellan grinste immer noch breit, als wir uns auf den Weg zum Set machten.
Rob und Neele waren immer noch nicht zu sehen, ich hoffte inständig dass Neele keinen Ärger mit Rob bekam.
Während David die nächste Szene erklärte, sah ich Neele auf mich zu kommen und sie sah nicht freundlich aus.
Mit den Worten „Wir müssen reden“, zog sie mich auf den Parkplatz und brüllte mich förmlich an.
Natürlich hatte sie Recht, es war meine Idee gewesen, aber sie hätte ja nicht mitmachen müssen.
Sie schrie wild um sich und ließ mich letztendlich einfach so stehen und verschwand.
„Na toll…“, murmelte ich leise und sah ihr nach wie sie wütend den Parkplatz verließ. Ich wusste jetzt musste man sie am Besten in Ruhe lassen, offensichtlich hatte Rob nicht so reagiert, wie wir uns das erhofft hatten, nun was hatten wir uns erhofft gehabt? Eigentlich hatten wir darüber nicht wirklich nachgedacht, uns war die ganze Zeit über nur Kristens Gesicht wichtig gewesen.
Aber Rob wusste doch selber, wie schnell die Presse irgendeinen Schund schrieb und was war so verkehrt daran in einem Babyladen einkaufen zu gehen?
Da der Dreh mittlerweile im vollem Gange war, setzte ich mich auf eine der Bänke und genoss die wenigen Sonnenstrahlen, die durch die sonst so dichte Wolkendecke brachen.
Ich hatte die Augen geschlossen und zog genüsslich an meiner Kippe, als ich eine Stimme vernahm.
„Naischel?“ Was machte denn Neele hier?
„Hm?“ Ich sah auf.
„Ich wollte nur sagen... also.. ähm...“ sie brach ab, während ich sie erwartungsvoll ansah, wollte sie sich entschuldigen?
„Na ja... ich wollte mich entschuldigen... ich hab vorhin etwas überreagiert, glaube ich. Und... ach, es tut mir halt leid.“ Ich wusste dass es ihr schwer viel sich zu entschuldigen und sie sah mich bittend an. Ich war ja nicht ganz unschuldig bei der Sache gewesen, hatte sie dazu überredet, natürlich verzieh ich ihr unsere kleine Meinungsverschiedenheit..
„Schon okay. Was ist denn überhaupt passiert?“
„Kann ich dir das später erklären?“
Gespielt zog ich einen Schmollmund und wollte gerade etwas sagen, aber Neele unterbrach mich grinsend.„Vielleicht auf dem Flug?“
„Flug?“ verwundert sah ich sie an.
„Tom feiert morgen seinen Geburtstag. Und er hat mich... na ja, quasi eingeladen.“
„Quasi?“
„Gut, ich habe mich eingeladen. Kommst du mit?“
„Du kannst mich doch nicht einfach mitnehmen, es ist Tom's Party und du hast dich schon selber eingeladen.“ Wobei es natürlich schon geil wäre, fügte ich in Gedanken hinzu.
„Ach, komm schon, du verpasst hier doch nichts. Und ich bin sicher, dass Tom nichts dagegen hat.“
„Meinst du echt? Lust hätte ich ja schon.“ Soweit ich wusste, feierte Tom in Vegas. Ich war noch nie in Vegas gewesen.
„Super“, freudestrahlend fiel Neele mir um den Hals.
„Das war kein Ja“, erwiderte ich.
„Doch, war es! Guck, da ist Kellan, dann kannst du es ihm gleich erzählen! Ich warte im Auto auf dich und versuche schon mal, einen Flug zu organisieren.“, trällerte sie fröhlich und war schon verschwunden.
Kopfschüttelnd ließ sie mich zurück und ich bemerkte kaum wie Kellan auf mich zu trat.
„Was war das denn?“
„Hm..?“, verwirrt hob ich den Kopf und sah in seine blauen Augen.
„Neele? Was ist mit ihr? Sie wirkte so glücklich… während Rob hier mit einem Gesicht rumläuft…“
„Aso… ja also das….“
„Ich bin ganz Ohr, keine Geheimnisse. Rob sieht aus als wäre er angefahren worden oder so und Kristen schmeißt sich schmierig an ihn heran.. Also ich höre..“
„Ja ich weiß auch nicht so ganz wie ihr Gespräch da verlaufen ist, Fakt ist sie haut ab… Tom feiert seinen Geburtstag und.. sie hat gefragt, ob ich mitkomme… Kann ich denn mit?“, fragte ich und runzelte nachdenklich meine Stirn.
„Wohin fliegt ihr?“
„Äh.. Vegas glaub ich… aber..“
„Nichts aber… Begleite sie, genießt die Tage in Vegas. Es ist toll da“
„Wirklich, also ich meine, ich kann dich doch nicht…“
„Schatz, wir arbeiten… du würdest mir nur aufn Sack gehen, wenn sie weg ist und du hier.. Geh“, antwortete er mit einem dicken Grinsen auf dem Gesicht.
„Ich liebe dich, danke Kell“, rief ich fröhlich und sprang ihm und den Hals.
„Viel Spaß und mach keinen Blödsinn.. Pass auf dass sie keinen macht“
„Du kennst mich doch“
„Ebend“, gab er grinsend zurück, legte sanft seine Lippen auf meine und küsste mich leidenschaftlich. „Bis dann Schatz“, flüsterte er mir zu, bevor er sich umdrehte und zu Ashley lief, die bereits auf ihn wartete.
Ich konnte es nicht glauben, wir flogen nach Vegas. Zwei verrückte Mädels in der Stadt der Sünde unterwegs, das könnte ja nur Ärger geben.

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