„Was hast du dir denn dabei nur gedacht Kellan?“, schrie Naischel mich völlig aufgebracht an.
Wir hatten uns ins Hotel zurückgezogen, wo wir unsere Klamotten für die Aftershowparty deponiert hatten und stritten gerade heftig darüber, was mich dazu bewogen hatte Rob zu Neele durch zu lassen.
„Er hatte seine Chance verdient“, versuchte ich mich zu verteidigen.
„Was für ne Chance? Denkst du dieser Idiot hat noch ne Chance verdient? Ich bitte dich Kellan, du hast Neele in den letzten Wochen gesehen. Du hast gesehen wie es ihr ging, wie sie litt“ Zustimmend nickte ich.
„Natürlich habe ich sie gesehen, ich weiß wie sehr sie litt…. Und ich rede auch nicht davon, dass sie ihm noch ne Chance geben sollte, sondern er hatte einfach verdient dass er sich entschuldigen darf“ Warum verstand mich diese Frau nicht?
„Der hat was ganz anderes verdient“, schnaufte sie aufgebracht.
Ich versuchte sie zu umarmen, aber sie wich zurück. Na toll, sie war wirklich sauer.
Verwirrt sah ich sie an. „Müssen wir wirklich darüber streiten Schatz?“
„Du hast die Seiten gewechselt, also ja“, spie sie wütend aus.
„Ich hab die Seiten nicht gewechselt, er wollte sich entschuldigen und ich wollte ihm diese Chance geben, kannst du das denn nicht verstehen?“
„Nein, kann ich nicht… in Bezug auf Rob kann ich das nicht. Du weißt welche Wirkung er auf sie hat, außerdem wie denkst du fühlt sich Paul dabei?“
„Verdammt Naischel, er wollte sich nur bei ihr entschuldigen“, antwortete ich lauter als beabsichtigt und ballte die Fäuste, selbst meine Geduld hatte Grenzen.
Sie sah intuitiv weg und begann ihre Sachen zusammen zu packen.
„Was machst du da, du musst dich noch umziehen, wir müssen los“ Was zum Teufel sollte das jetzt schon wieder?
„Ich denke es ist das Beste, wenn du alleine zu deiner tollen Party gehst, ich fahre nach Hause“, erwiderte sie trocken und nahm ihre Tasche.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst? Komm schon…“
Sie warf mir noch einen wütenden Blick zu und verschwand.
Verdammt, warum musste dieses Weib immer so impulsiv reagieren? Ich überlegte noch kurz ihr nach zu gehen aber ich wusste, dass es keinen Sinn hatte, dass jetzt mit ihr aus zu diskutieren, dazu war sie viel zu wütend.
Es war der Premierenabend und ich konnte es mir nicht leisten auf der Aftershowparty nicht aufzutauchen, was blieb mir auch anderes übrig?
Mein Fahrer setzte mich direkt vor dem Club ab und nachdem ich für Fotos posiert und den wartenden Fans Autogramme gegeben hatte, stand ich vor der Tür des Clubs und diskutiere mit dem Türsteher herum.
Konnte dieser Abend noch schlimmer werden?
„Es tut mir leid, aber du kommst hier nicht rein!“, erklärte mir der Typ ruhig.
„Ähm, hallo, das ist meine Party da drin…“ erklärte ich ruhig.
„Ja das kann ja jeder sagen“, gab er patzig zurück.
„Junge, erkennst du mich nicht, ich bin Kellan Lutz…“
„Auch das behaupten viele, tut mir leid, aber du kommst hier nicht rein“, beharrte er.
Ich war wirklich kurz davor durchzudrehen. Die Fans und Reporter fragten mich laut rufend, was denn los sei.
Sie versuchten nun ebenfalls diesen ignoranten Typen davon zu überzeugen, dass ich der Kellan Lutz war und nicht irgendein Vollidiot.
Nachdem meine Bodyguards und noch eine der Assistentinnen von Summit selbst ihn überzeugen konnten, ließ er mich passieren.
„So ein Vollidiot“, murmelte ich vor mich hin, während ich hinein ging. Ashley kam auf mich zu und umarmte mich. Fragend sah sie mich an. „Wo warst du denn so lange und wo steckt deine Freundin?“
„Dieser Türsteher wollte mich nicht reinlassen, ist das zu glauben? Ich darf nicht mal auf meine eigene verdammte Party“
„Wirklich, also wir hatten keine Probleme“
„Wer könnte dich auch nicht zu einer Party lassen, Ash“, gab ich grinsend zurück.
„Wo ist Naischel Kell, habt ihr euch gestritten?“
„Sie ist sauer und wollte nicht mit“
„Und was machst du dann hier, bring das in Ordnung“
„Spinnst du Ash, du weißt genauso gut wie ich, dass hier Anwesenheitspflicht herrscht, außerdem will sie mir nicht mal zu hören. Du weißt doch wie sie ist, die muss sich erstmal abreagieren“
Zustimmend nickte Ash. „Das war aber auch ne blöde Aktion mit Rob, was denkst du dir denn dabei?“
„Bitte du nicht auch noch, ich hielt es einfach für richtig“
„Okay, Themawechsel. Wie wär´s, wenn wir zwei Hübschen uns etwas zu trinken besorgen?“
„Das ist ne verdammt gute Idee Ash“
Wir setzten uns in einen Teil des Clubs, aus dem wir alle anderen um uns herum gut beobachten konnten.
„Guck mal da ist Neele“, flüsterte Ashley mir zu, als sie sie zusammen mit Tom entdeckte.
„Na die Aussprache war auch mehr als überfällig“ erwiderte ich. „Schon klasse von Paul, dass er total ruhig bleibt in Bezug auf Tom“
„Definitiv… oh guck mal dahinten ist Rob und… oh nein was macht er denn da mit Jade?“
„Oh Scheiße, das ist wirklich ein verdammt guter Platz, das ist besser wie jede Seifenoper Ash… Guck mal Paul und Neele verschwinden und Tom hat Rob bei Jade entdeckt“, grinsend rieb ich mir die Hände.
Wir konnten leider nicht verstehen, was die beiden zu einander sagten, aber ihre Körpersprache sagte mehr als alles andere. Tom war sicherlich nicht gerade erfreut, Rob bei seiner Freundin zu wissen und Rob war nicht glücklich Tom zu sehen.
Das Gespräch der beiden wurde immer lauter und im Club wurde es mucksmäuschenstill.
Jade war mittlerweile abgezogen und Kristen hatte sich ihren Weg durch die Menge zu Rob gebahnt.
„Robert kommst du endlich, ich hab genug für heute. Diese kleine Schlampe hat mir den ganzen Abend ruiniert“, gab Kristen von sich, genervt drehte er sich zu ihr um. „Sie war die schönste Person am heutigen Abend und du wirst ihr niemals das Wasser reichen können, die einzige Schlampe hier bist du, Kristen!“
Ein Gemurmel ging durch die Reihen, ich konnte mir ein Glucksen nicht mehr verkneifen, während Kristen alles aus dem Gesicht fiel. „Wie hast du mich eben genannt?“ schrie sie aufgebracht
„Schlampe“, kam es jetzt von jemandem aus dem Publikum. „Jedem so wie er es verdient“
„Das werdet ihr alle bereuen und vor allem DU Robert“, keifte Kristen und brüllte laut um sich, ehe sie verschwand.
Ashley quietschte erfreut auf und klatschte in die Hände, ich sah sie verwirrt an. Warum freute sie sich denn so?
Natürlich, das war eine urkomische Situation gewesen aber ….
Ash bemerkte mein Grübeln und seufzte. „Damit können wir arbeiten, Kellan, er hat sich endlich gegen Kristen gewand, dass heißt er hat es endlich begriffen“
„Äh was..?“
„Oh Mensch Kellan, er hat begriffen dass er Neele immer noch liebt und sie liebt ihn natürlich auch, dass weiß ich und jetzt… liegt es an uns, was wir daraus machen“
„Entschuldige mal, aber hattest du mich nicht noch angekeift, warum ich…“
„Jajaja, das war aber ne ganz andere Situation… Oh ist das toll“ lächelte Ash und tippte wild auf ihrem Handy herum.
„Wieso bist du so sicher dass Neele ihn noch will?“
„Muss ich dir diese Frage wirklich beantworten, du musst sie dir nur mal ansehen. Oh ihr Männer seid so was von naiv“
„Ja aber sie hat doch Paul?“
„Ja genauso wie Rob Kristen hatte… nur mit dem Unterschied dass ihr Paul wirklich etwas bedeutete“
„Ja und wenn sie ihn liebt, warum willst du das zerstören… Naischel tötet uns“
„Naischel weiß auch, dass Neele Rob immer noch liebt, sie will sie glücklich sehen, sie wird das verstehen“
„Oh Ashley, ich weiß nicht…“
Ashley Handy vibrierte und sie sah freudestrahlend auf die Sms, die sie bekommen hatte. „Oh fantastisch….“
„Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht folgen…“
„Okay ich denke es wird Zeit dass ich dir einiges erkläre…aber nicht hier…“
„Okay…“ sagte ich und ließ mich von Ashley aus dem Club ziehen.
Gemeinsam fuhren wir zurück ins Hotel. Marlow kam freudig angerannt als wir zur Tür herein kamen, um uns zu begrüßen.
Ich setze mich zusammen mit ihm auf die Couch und wartete darauf dass Ash aus dem Schlafzimmer zurück kam und mich aufklärte.
„Der Hund soll bei mir nicht auf die Couch Kellan“, tadelte sie mich sofort und ich ließ Marlow zurück auf den Boden hüpfen.
„Also ich höre?“
Schmunzelnd setzte sich Ashley neben mich.
„Ich sag es am besten einfach gerade heraus… Tara kommt… sie wird morgen Mittag ankommen. Du wirst sie abholen“
„Moment mal, waaaaaaaaaas???? Ash was soll das?“
„Tara kommt, ich dachte wir könnten etwas Unterstützung gebrauchen“
„Bitte?“ Fassungslos sah ich sie an.
„Tara kann sowohl deine Freundin von der Richtigkeit dieses Plans überzeugen sowohl als auch Neele, damit sie Rob überhaupt mal zu hört, alles weitere wird sich zeigen. Wir haben nur noch auf den passenden Moment gewartet. Tara saß quasi auf gepackten Koffern…“ erklärte Ashley grinsend.
„Ich will dir ja nicht zu Nahe treten, aber sag mal, was heißt hier Plan? Wie lange schon hast du so einen Plan?“
„Eigentlich seitdem Neele aus Bonn wieder da ist“ gab sie unbekümmert zu.
„Und da ermunterst du sie noch sich mit Paul einzulassen…Ash du bist unglaublich“ verzweifelt fuhr ich mir durch mein kurzes Haar. Man konnte niemanden vertrauen, nicht mal seiner besten Freundin.
„Kellan, ich konnte dir das nicht erzählen, du kannst mit so ner großen Sache nicht umgehen, du hättest dich verplappert“
Ja das hätte ich vermutlich getan, zustimmend nickte ich. „Weihst du mich jetzt komplett ein oder krieg ich nur ein Häppchen hingeschmissen?“
„Nein natürlich nicht… Also ich hatte einfach die Idee gehabt, dass wir Tara mit ins Boot holen. So kann es ja nicht weitergehen. Neele ist unglücklich und Rob auch, sie sind beide zu stolz um sich das einzugestehen, sie wissen natürlich dass sie zusammen gehören und ich bin mir sicher, dass beide sich immer noch sehr lieben“
Ashleys Handy klingelte und sie sah mich kurz entschuldigend an bevor sie ranging.
„Ja…Hi Tom… oh das sind ja fantastische Neuigkeiten… Ich freue mich wirklich, dass ihr euch endlich aussprechen konntet… Wie wars mit Rob?... Tom wir haben euch gesehen also…Oh ja das ist ja super… Ach quatsch… Bist du im Hotel.. ja wir auch, kommst du runter zu uns…dann muss ich nichts doppelt erzählen… Gut bis gleich“, sie legte auf und grinste.
„Ich verstehe gar nichts mehr..“ brach es aus mir heraus.
„Das wirst Du Kellan… in ein paar Minuten“.
Wenige Augenblicke später klopfte es und Tom trat Stirn runzelnd herein. Er schien irgendwie beunruhigt zu sein und ließ sich seufzend neben mich sinken.
Ashley sah ihn aufmunternd an und er begann zu erzählen.
Er erklärte mir, dass er von Ashley gebeten worden war zu der Premiere zu kommen, um sich mit Neele endlich auszusprechen. Ashley hatte den Verdacht gehabt dass Robert Tom nicht einfach ignorieren würde, sondern dass auch zwischen den beiden ein kleines Gespräch zu Stande kommen könnte.
„Ich bin also mit auf sein Hotelzimmer und na ja…“
Entgeistert sah ich Tom an. „Spinnt ihr jetzt total?“
„Ich hätte nie gedacht dass ich das mal sage, aber Kellan, Ash hat Recht. Wir müssen die beiden irgendwie wieder zusammen bringen. Rob hat geweint, ihm geht’s echt scheiße und…“
„Ich glaube ich bin noch der einzig Vernünftige hier… Ihr seid doch komplett am durchdrehen. Wie kann man nur auf beiden Hochzeiten gleichzeitig tanzen? Schämt ihr euch denn gar nicht? Was glaubt ihr würde Neele von euch denken. Sie vertraut euch und ihr schließt euch mit dem Feind zusammen“
„Ich liebe sie Kellan, ich möchte nichts anderes als sie glücklich zu sehen“, versuchte Tom sich zu verteidigen.
„Aber ich dachte du hasst Rob und willst verhindern, dass er ihr jemals wieder weh tut? Und du weißt genau Tom wie dreckig es ihr ging“
Bestürzt nickte er. „Das stimmt, wir haben alle gesehen wie es ihr ging, aber wenn du ihn gesehen hättest, wie seine Fassade langsam bröckelte… Er würde alles dafür tun… um sie zurück zu haben“
Schwer atmend stand ich auf und lief auf und ab. Ich konnte es einfach nicht glauben, wie konnte Ashley nur? Neele hatte ihr vertraut, wir alle hatten das. Wir hatten versucht Neele zu unterstützen, sie vor ihm zu schützen und jetzt tat Ashley nichts anderes als sie wieder in seine Arme bringen.
„Kellan jetzt sag doch was?“
„Ash…das ist… Das ist krank…“
„Sie lieben sich… immer noch… Würdest du nicht wollen, dass deine Freunde versuchen deine Beziehung zu kitten?“
„Was ist mit Paul, welchen Platz soll er einnehmen? Ich mag ihn verdammt gern und so einen Mist hat er nicht verdient, das hat niemand“
„Paul wird verletzt sein, aber er wird sie gehen lassen… weil er nur Neeles Beste will…“ murmelte Tom kaum hörbar.
Abrupt drehte ich meinen Kopf zu ihm. „Woher willst du das wissen, vielleicht kämpft er um sie und hat damit Erfolg“
„Ich kenne ihn zwar nicht, aber wenn er sie liebt, wird er sie gehen lassen. So würde… so habe ich es auch getan. Manchmal merkt man dass es keinen Sinn hat zu kämpfen, hauptsche der Mensch, den man liebt ist glücklich“, erwiderte Tom traurig.
Wieder schüttelte ich mit dem Kopf. Natürlich war das einleuchtend was er sagte, aber konnten wir über Leichen gehen? Würde Paul wirklich Neeles Glück mit Rob nicht im Wege stehen?
„Ich weiß nicht Leute…. Ich möchte da.. ich will da nicht mit drin hängen, ganz ehrlich“
Ashley seufzte. „Okay, kannst du mir wenigstens den Gefallen tun und Tara abholen?“
„Warum?“
„Kannst du´s nicht einfach machen?“ zischte Ashley ein wenig aufgebracht.
„Ich hole sie ab aber ich werde euch nicht helfen die beiden wieder zusammen zu bringen. Ash, du spielst hier mit Gefühlen und das ist gefährlich“
„Kellan, das weiß ich… aber ich würde es nicht tun, wenn ich mir nicht absolut sicher wäre, dass es das Richtige ist, vertrau mir bitte“, bat sie mich fast flehend.
Es gab bisher nie einen Grund Ashley zu misstrauen, aber diesmal konnte ich es einfach nicht. Naischel würde mir das nie verzeihen.
„Ich werde es ihr sagen müssen…“, gab ich fast tonlos zurück.Ashley rollte mit den Augen und nickte. „Ist okay Kellan. Fahr nach Hause, rede mit ihr… und hol Tara nachher ab, ich maile dir die Flugdaten“
Sie hatte Recht, wie immer, ich musste nach Hause fahren und mit Naischel reden. Ich verabschiedete mich von den beiden, rief mir ein Taxi und ließ mich auf direktem Wege nach Hause kutschieren.
Naischel schlief bereits als ich nach Hause kam. Ich entschloss mich dazu sie zu wecken, was schon einem Selbstmordkommando glich.
Wie zu erwarten war, war sie nicht gerade begeistert – genauer gesagt, sie war ziemlich entsetzt, angepisst und verwirrt. Ja das traf es und so hatten wir etwas gemeinsam – denn mir ging es genauso. Da sie noch relativ müde war, regte sie sich nicht so sehr auf wie ich befürchtet hatte. Anfangs schrie sie, bis irgendwann dicke Tränen kullerten und sie in meinen Armen wieder einschlief.
Die Nacht war relativ kurz für mich und so hatte ich nur knappe drei Stunden Schlaf gehabt. Ich musste los und Tara vom Flughafen abholen. Naischel wollte mich zwar begleiten, aber ich ließ sie schlafen, zumal ich erstmal alleine mit Tara sprechen wollte.
Sie war bereits gelandet und wartete auf ihr Gepäck, als sie durch die Sicherheitskontrollen hindurch war, kam sie freudestrahlend auf mich zu gelaufen.
Ich umarmte sie herzlich, zu lange hatten wir uns nicht mehr gesehen. „Schön dass du da bist, auch wenn die Umstände na ja…“
„Ich freu mich auch hier zu sein und mir das Spektakel aus nächster Nähe anzusehen“ trällerte sie breit grinsend.
„Ich weiß nicht, was ihr euch dabei denkt?“
„Du bist auch nur ein Mann, du kannst das nicht verstehen, selbst wenn ich versuchen würde, es dir zu erklären“, konterte sie prompt und lächelte.
„Wahrscheinlich verstehe ich die ganze Logik die hinter steckt, wirklich nicht“
„Nicht nur wahrscheinlich nicht, sondern dass ist so Kellan“
Ich schmunzelte, diese Frau war unübertreffbar und musste immer, wirklich immer das letzte Wort haben.
Ich nahm ihr ihre Taschen ab und verfrachtete sie in meinen Wagen, während Tara erzählte wie diese ganze Sache überhaupt ins Rollen gekommen war.
„Und du willst jetzt direkt zu ihm?“
„Sicher… deswegen bin ich doch hier…“ grinste sie.
Ich fuhr direkt ins Hotel und nachdem wir den Wagen geparkt hatten, standen wir wenige Minuten später vor Robs Suite.
Ich klopfte, nachdem keinerlei Reaktion von innen kam, klopfte ich ein weiteres Mal.
Tara beäugte mein Tun mit einem Schmunzeln.
„Laß mich mal..“, murmelte sie und drängte mich zur Seite.
„Denkst du, dass ich jetzt nicht mal richtig an ne Tür klopfen kann?“, grummelte ich.
Sie nickte heftig und hämmerte wild gegen die Zimmertür, als wir von innen Schritte vernahmen.
„Siehste, so geht das“, grinste sie höhnisch.
Wenige Augenblicke öffnete sich diese verdammte Türe und ein erstaunter, völlig zersauster Rob stand vor uns.
„Na endlich, wir stehen schon seit fünf Minuten hier, bist du taub?!“ brachte ich lachend hervor und trat an ihm vorbei ins Zimmer.
Er erstarrte und sah zu Tara, die ihn musterte.
„Gott siehst du Scheiße aus Rob. Kellan hat kein bisschen untertrieben“, sagte sie und huschte ebenfalls hinein.
Rob schüttelte verwirrt seinen Kopf und schloss die Tür.
„Was macht ihr hier?“ wollte Rob erstaunt wissen.
„Ich dachte es ist an der Zeit, dass sich die Person um das Problem kümmert, der wir das Alles zu verdanken haben“ antwortete ich grinsend, während mein Blick zu Tara glitt…


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